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Xi'An - Das Grab der Prinzessin YongtaiDas Grab der Prinzessin Yongtai ist eines der siebzehn Nebengräber von Qianling. In ihrer Grabinschrift steht, dass sie an einer schweren Geburt gestorben ist. Aber in vielen historischen Aufzeichnungen ist es ganz anders: Li Xianhui und ihr Mann fanden Wu Zetians ausschweifendes Privatleben äußerst widerwärtig und sprachen oft darüber. Das erregte ihren Zorn. Auf Befehl der Kaiserin wurde das Ehepaar erdrosselt. Man sagt auch, sie seien zu Tode geprügelt worden. Das Grab der Prinzessin Yongtai befindet sich südöstlich von Qianling. Vor dem Grab stehen vier Menschengestalten, zwei Steinlöwen und zwei Ziersäulen. Von 1960 bis 1962 hat man dieses Grab freigelegt. Von den Tang-Gräbern, die man seit der Gründung der Volksrepublik ausgrub, ist dieses Grab das größte. Es war ursprünglich von einer Mauer umgeben, die eine Fläche von sechs Hektar umschloß. Der gestampfte Grabhügel ist heute 14 m hoch und 56 m lang wie breit. Der Unterbau ist 87,5 m lang 3,9 m breit und 16,7 m tief unter der Erde. Er besteht aus dem Grabweg, fünf Zugängen, acht Nischen, sechs Luftschächten, Korridoren, der Vorkammer und der Hauptkammer. Das alles symbolisiert den Bau mit vielen Höfen, in dem sie zu ihrer Lebzeit wohnte. An den beiden Wänden des Grabwegs sind der Blaue Drache, der Weiße Tiger und eine Ehrengarde gemalt. Der Drachen und der Tiger sind Symbole für die Himmelsrichtung Osten und Westen. In den Nischen sind Tonfiguren von Menschen, Rindern, Schweinen und Schafen als Grabbeigaben aufgestellt. Bei der Freilegung des Grabes entdeckte man im sechsten Luftschacht ein stehendes menschliches Skelett, daneben waren noch eine Eisenaxt und Schmuckstücke aus Gold und Jade zu finden. Das Grab wurde ungefähr in der Zeit der Fünf Dynastien ausgeraubt. Das Tünnelchen, das die Räuber benutzten, ist heute noch deutlich zu erkennen. Man kann annehmen, dass diese Grabschändung in einem blutigen Streit endete. Trotz der Beraubung fanden sich noch über 1000 Grabbeigaben, darunter Tonfiguren, Holzfiguren, dreifarbig glasierte Tonfiguren, Gold-, Jade- und Kupfergegenstände. Besonders wertvoll sind die dreifarbig glasierten Tonfiguren, die schön geformt, farbenprächtig und mit merkwürdigen Ornamenten geschmückt sind. Besonders nennenswert sind auch die Fresken, die die Grabgänge und Grabkammer schmücken. Wann die chinesische Wandmalerei ihren Anfang nahm, kann man
heute nicht sagen. Literarische Quellen berichten über prachtvoll gemalte
Tempel und Paläste zur Zeit der Xia-Dynastie. In der Tang-Zeit erlebte
diese Kunst ihren Höhepunkt. Mit der Wandmalerei wurden in der Tang-Zeit
hauptsächlich Paläste, Tempel und Grabkammern ausgeschmückt. Im Deckengewölbe der Hauptkammer ist ein Firmament abgebildet. Im Osten steht ein goldener Vogel mit drei Füßen (Symbol für die Sonne), im Westen der Jadehase (Symbol für den Mond), in der Mitte erstreckt sich die Milchstraße. In einem Zeitraum von über 1000 Jahren brachte Regenwasser durch die Raubhöhle Schlamm und Sand ins Grab und zerstörte viele schöne Wandmalereien. In der Hauptkammer steht der steinerne Außensarkophag, in dem die Prinzessin Yongtai und ihren Mann gemeinsam die letzte Ruhestätte haben. Die Außen- und die Innenwand des hausförmigen Sarkophags sind mit verschiedenen schönen Gravierungen versehen. In der Mitte ist eine Tür, an deren beiden Seiten je eine Dienerin steht. Der innere Holzsarg war zur Zeit der Ausgrabung völlig verfault und mit Schlamm vermischt. Dieser Text wurde von Zeng Qi (曾琦) zur Verfügung gestellt
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