Home
China-A-Z
China-Airlines
China-Billigflüge
China-Fotos
China-Knigge
China-News
ChinaBridgeSTUDENT
China Reisen
China & PC
Chinesische-Medizin
Chinesische Kultur
Chinesische Mauer
Chinesische Schrift
Chinesische Sprache
HSK
Bildungssystem
China-Panoramen
China für Anfänger
Chinesisch Sprachkurs
Chinesische Tattoos
Chinesische Teekultur
Chinesisches-Horoskop
Die Verbotene Stadt
Essen & Trinken
Geschichte
Guangzhou
Hongkong
Kartenmaterial
Namen auf chinesisch
Nanjing
Nationalitäten
Peking
Provinzen
Qingdao
Reiseziele
Religionen
Shanghai
Shanghai Expo 2010
Shenzhen
Studium in China
TCM-Akupressur
Taijiquan
Taiwan
Tibet
Tibet Reiseführer
Traditionelle-Feste
Umweltschutz
Rezepte
XiAn
Einleitung
Banpo-Museum
Bronzegespann
Die große Moschee
Glockenturm
Huaqingchi
Kronprinz Zhanghuai
Mausoleum
Prinzessin Yongtai
Qianling-Museum
Qianling
Stadtmauer
Stelenwald
Terrakotta-Armee
Wildganspagode
Weltkulturerbe
Wetter-China
Wirtschaft
Wissenschaft
Wuzhen
China-Restaurants
China-Links
China weltweit
Citywetter
Klimatabellen
Reise-Links
Backlink-Top 100
Downloads
Impressum
Newsletter
Sitemap





Google
 

Dein Name auf Chinesisch



 

Xi'An - das Banpo-Museum

Das Banpo-Museum liegt in der östlichen Vorstadt von Xian, am Ostufer des Chan-Flusses.

Das Museum auf der Fundstelle stellt eine alte Siedlung vor etwa 6000 Jahren dar, die typisch für die Yangshao-Kultur gilt.

Die Yangshao-Kultur ist eine entwickelte spätneolithische Kultur am Mittel- und Unterlauf des Huanghe. Da ihr Fundort bei dem Yangshao-Dorf im Kreis Mianchi in Henan liegt, hat sie diese Bezeichnung bekommen. Das Zentrum der Yangshao-Kultur liegt in Westhenan und in der Wei-Schwemmebene. In dieser Ebene trifft man auf Schritt und Tritt ihre Relikte, deswegen genießt der Gelbe Fluß seit jeher den Ruf „die Wiege der chinesischen Kultur“ zu sein. Die Yangshao-Kultur kennzeichnet die Blütezeit der matrialchalischen Sippengemeinschaft. Zu jener Zeit waren die Menschen bereits sesshaft, trieben Feldbau (hauptsächlich Hirse), hielten Hunde, züchteten Schweine, lebten in dörflichen Gemeinschaften, die manchmal durch Wal oder Graben geschützt wurden. Ihre Werkzeuge waren meistens aus fein geschliffenem Stein. Die Bearbeitung von Gegenständen aus Knochen zeigte ein hohes Maß an Perfektion. Eine rote Keramik wurde hergestellt, die oft mit weißen oder schwarzen stilisierten Mustern verziert waren. Deshalb wurde die Yangshao-Kultur auch als die Kultur der bemalten Keramik bezeichnet.

Die Entdeckung der Banpo-Siedlung war ganz zufällig. Das war 1953, als man bei Raqiao ein Kohlekraftwerk baute. Die ganze Siedlung nimmt eine unregelmäßige rundförmige Fläche von 50.000 qm ein. In den fünf Ausgrabungen von Herbst 1954 bis Sommer 1957 haben die Archäologen auf einer Gesamtfläche von 10.000 qm einen Wohnbereich, eine gemeinsame Begränbisstätte und eine Töpferstätte freigelegt. Das ist die älteste, am vollständigsten erhaltene Siedlung der matrialchalischen Sippengemeinschaft, die bislang entdeckt wurden. Über der Fundstelle der alten Siedlung wurde 1958 ein Museum errichtet, das zwei Ausstellungshallen und ein großes Gebäude für Baureste umfasst. Es wurde durch Erlaß des Staatsrates in die Gruppe der unter Denkmalschutz stehenden Objekte aufgenommen.

Die erste Aussegnungshalle
In dieser Halle sind verschiedene Werkzeuge aus der alten Siedlung ausgestellt, wie z.B. Steingeräte, Fischergeräte, Spindelgewichte, Bein- und Steilpfeilspitzen, Beinnadeln, Angelhaken, Fischspeere usw. Dadurch können wir uns ein Bild der Banpo-Menschen bei ihren Produktionstätigkeiten machen. Aufgrund unterschiedlicher Werkzeuge, die die Menschen zu ihren Produktionstätigkeiten verwendeten, wurde die Entwicklungsgeschichte der Menschheit von Historikern in Altsteinzeit, Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit unterteilt. Die primitiven, die angeschlagenen Steingeräte werden Altsteingeräte benannt. Die Altsteinzeit umfasst den längsten Zeitraum in der Menschheitsentwicklung. Vor etwa 10.000 Jahren kamen die Menschen in die Jungsteinzeit, da sie nun geschliffene Steingeräte zu verwenden begannen. Vor 6.000 bis 5.000 Jahren nahm die Bronzezeit mit der Erfindung der Verhüttung ihren Anfang. Die Banpo-Menschen lebten in der Hochblüte der Jungsteinzeit.

Das natürliche Umfeld
Durch die Analyse von Sporen und Pollen sowie die Untersuchung von Bambusratten- und Wasserrehskeletteilen kann man heute feststellen, dass das Klima zu jener Zeit warm und feucht war. Die Siedlung befand sich in einer Terrasse im Chan-Fluß-Tal. Der in Westen fließende Chan-Fluß, sumpfige Felder, dichter Bambuswuchs an beiden Ufern, Flachland und Wälder in der Umgebung, das alles war sehr günstig für das Jagen, Fischen, Sammeln und den Ackerbau.

Der primitive Ackerbau
Die Menschheit begann mit dem Ackerbau vor etwa 10.000 Jahren. Zur Banpo-Zeit machte der primitive Hackbau einen großen Fortschritt. Brandrodung wurde mit Steinwerkzeugen betrieben. Die Hauptanbaupflanzen waren dürreresistente Hirse und Gemüe. Der Ackerbau war die wichtigste Existenzgrundlage der Banpo-Menschen und eine wichtige Voraussetzung für ihre Sesshaftigkeit. In der langen Produktionspraxis verbesserten sie ihre Werkzeuge. Z. B. war an manchen Steinbeilen eine Lochbohrung zur Befestigung des Holms. Auf den Feldern, die die Banpo-Menschen kollektiv kultivierten, hieben sie mit Steinhacke, Steinspaten oder einem spitzen Holzstab eine kleine Grube aus und säten darin. Sie kannten damals Düngung und Bewässerung noch nicht. Im Herbst ernteten die Frauen mit steinernen oder keramischen Messern. Später erfand man die Steinsichel. Zu jener Zeit wurde Hirse mit der Hand enthülst oder mit einem Mahlstein: man legte die Hirse hierzu auf einen Stein, der oben hohl war, rieb mit einem anderen kleinen Stein. Hirse war die Hauptgetreidesorte, die die Banpo-Menschen anbauten. In der Siedlung fanden sich viele Hirsespuren, ein Tonbehälter mit morschen Hirsesamen und ein Topf mit verkohlten Samen von Kohl und Sarepta-Senf.

Jagen
Neben dem Ackerbau war Jagd auch eine wichtige Produktionstätigkeit, die von Männern betrieben wurde. Beim Jagen wurden Waffen wie Bogen, Speere und Schleuder verwendet. Mit einer solchen Schleuder konnte man ein galoppierendes Wildtier fangen, indem man sie auswarf und damit seine Beine umwickelte. Pfeilspitzen waren aus Bein, Horn oder Stein herzustellen und scharf zu schleifen. Insgesamt über 200 Pfeilspitzen, von denen die meisten aus Bein waren, wurden ausgegraben.

Fischerei
Eine Menge von in der Siedlung freigelegten Fischgeräten beweist, dass Fischerei bei Bampo-Menschen ein wichtiges Erwerbsmittel war. Ausgestellt sind hier: Fischspeere, Beinangelhaken und Steinnetzsenker. viele Speere und Angelhaken sind mit Widerhaken versehen. Von ihrer Fischerei brachten sie oft Muschelschalen zum Schmuck heim, wie z.B. für die Halsketten und die Armbänder.

Viehzucht
Mit der Entstehung des Ackerbaus nahm die Viehzucht auch ihren Anfang. Zwei Ställe traten hier zutage. Die ausgehobene Tierskelette stellen unter Beweis, dass die Banpo-Menschen schon Hunde und Schweine züchteten. Die Archäologen können heute nicht feststellen, ob Hühner, Rinder und Ziegen damals Haustiere waren, da die gefunden Skelette zu wenig sind. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder waren sie Beutetiere oder Zuchttiere.

Sammeln
Der Ackerbau und die Viehzucht verbesserten die Existenz der Banpo-Menschen. Trotzdem lebten sie noch in einem großen Maß vom Sammeln. Manche Häuser und Vorratsgruben weisen Haselnüsse, Tannensamen, Kastanienschalen, Schnecken und Muscheln auf. Sammeln war vermutlich vor allem die Tätigkeit von Frauen.

Die zweite Ausstellungshalle
Die Ausstellung zeigt das gesellschaftliche Leben, die Kunst und die Erfindungen der Banpo-Menschen.

Die Gesellschaft der Banpo-Menschen
Die Gesellschaftsform der Banpo-Menschen war die matrialchalische Sippengemeinschaft, in der die Frauen eine herrschende Stellung hatten. Die unterschiedlichen ausgegrabenen Gegenstände lassen erkennen, dass die Banpo-Menschen in der Urgesellschaft lebten, ohne privaten Besitz und Privateigentümer-Mentalität, ohne Klassen und Ausbeutung. Alle arbeiteten kollektiv und genossen ihre Produkte zusammen. Die Urgesellschaft ist die erste Stufe der Menschheitsentwicklung. Zu dieser Zeit war die Produktivkraft sehr rückständig und das Leben sehr hart.

Das zentral gelegene große Hause
In der Siedlung waren zwei große Häuser entdeckt worden, jedes war von anderen Wohnhäusern umgeben. Sie dienten wahrscheinlich zur Versammlung aller Bewohner und auch als Wohnhäuser für Alte und Kinder.

Kleidung, Weben und Flecht
Die Banpo-Menschen machten ihre Kleider zumeist aus Fell und Leder. Dazu musste man mit einer keramischen Feile Fleisch und Fett von Fell und Leder entfernen. In der Siedlung wurden über 800 keramische Feilen gefunden. Die ausgegrabenen Tonspirinwirtel und Beinweberschiffchen beweisen, dass sie spinnen und weben konnten, vielleicht aus Hanf, Flachs oder Tierhaar. Unter Nähmitteln finden sich Beinnähnadel, Beinahle. Leinen wurde damals sehr viel verwendet. Die Menschen flochten Körbe und Matten aus Bambus, Schilf und Rotang.

Keramik
Bei den in der Siedlung ausgegrabenen Gebrauchsgegenstände handelt es sich meistens um Keramik, wie den Topf mit spitzen Boden, den Napf mit rundem Boden, den Krug mit engem Hals, Schüssel und Töpfe in verschiedenen Größen, Tassen, Schalen, Dampfgefäße (Zeng). In der Töpferstätte, die nördlich des Wohnbereiches lag, kamen sechs Brennofen zutage. Nach Analysen erreichte die Brenntemperatur 800 bis 1.000 Grad C. Jeder Ofen konnte vier bis fünf kleine Keramikstücke oder ein großes aufnehmen. Wenn es um ein kleines Stück ging, wurde ausgewählter Lehm direkt zu einer bestimmten Gestalt geknetet, an einem großen Stück wurde jedoch das sogenannte Winden-Verfahren angewendet. Der Lehm wurde zuerst zu platten Streifen gedreht, dann wurden sie in Ringen zu einer gewünschten Gestalt übereinandergelegt. Nachdem das gestaltete Stück geglättet und der Rand instandgesetzt war, setzte man es in den Ofen zum Brennen. Kochgefäße wurden aus Lehm mit Sandbeimischung hergestellt, deswegen waren sie feuerfest, leiteten die Wärme gut und verteilten sie gleichmäßig. Zu Wasserbehälter zählen Krüge mit Tülle, Kannen mit engem Hals, kürbisförmige Krüge. Die Krüge aus der frühen Jungsteinzeit waren noch ohne Tülle, erst die aus der späten Jungsteinzeit waren mit Tülle. Zu Eßgefäßen, zum größten Teil aus feinem Töpferton, gehören Schüssel in verschiedenen Größen, Näpfe, Tassen, Schalen, ein Teil davon hat verschiedene bemalte Muster und wird als die Auslese der Keramik aus der Siedlung gewertet. Mineralien dienten als Farbstoff: Ocker als Rotstoff, Manganschaum als Schwarzstoff, Kaolin als Weißstoff.

Die Kunst
In der langen Produktionspraxis erlernten die Banpo-Menschen Malen und Schnitzen, schufen viele Meisterstücke, die die Natur oder ihre Arbeit ausdrückten. Ihre Themen waren immer aus ihren Produktionstätigkeiten und ihrem täglichen Leben. Die Keramikverzierungen bestanden zumeist aus Hirschen und Fischen, alle sind in kräftigen Farben lebendig gemalt, zeigen einen realistischen Stil. Wellen- und Pflanzenornamente sind naturgetreu, besitzen das Gepräge der chinesischen Malerei.

Das Banpo-Keramikmalen entwickelte sich in einem Prozeß von Konkretheit zu Abstraktheit vom realistischen zum Xieyr-Stil. Die Evolution der geometrischen Muster aus dem Fischmotiv ist der beste Beweis dafür.

Stilisiertes Menschengesicht mit zwei Fischen im Mund
Das gilt als typisches Muster des Banpo-Keramikmalens. Daran kann man das reichliche Vorstellungsvermögen der Banpo-Menschen erkennen. Die Striche von diesem Dekor sind klar und einfach, ganz oben ist ein Haarknoten in dreieckiger Form, beiderseits im Mund sind zwei Fische. Das Muster zeigt eine enge Beziehung zwischen Fischen und den Banpo-Menschen und ihr besonderes Gefühl zu Fischen. Das könnte das Totem der Banpo-Sippe sein.

Schnitzen
Unter Schnitzarbeiten finden sich eine Tonpfeife – das älteste Instrument, ein Tonmodell eines Menschenkopfes mit allen fünf Sinnesorganen und mit einem Loch im rechten Ohrläppchen für das Anbringen von Ohrgehängen, ein Tonvogel, ein Deckelgriff in Tiergestalt.

Nach Erindung der Haarspange störten die Haare bei der Arbeit nicht mehr. Die Banpo-Menschen hätten vielleicht schon einen primitiven Begriff von Zahlen und Geometrie, denn es gibt an manchen Töpfen ein gleichseitiges Dreieck.

Der Topf mit spitzem Boden ist einer der Funde mit der ausgeprägtesten Besonderheit. Das ist ein Topf zum Wasserschöpfen, bei dem das Schwerpunktprinzip klug angewendet wurde. An seinen beiden Henkeln kann man ein Seil zum Tragen festbinden. Wenn der Topf den Wasserspiegel durchstößt, fällt er wegen des Auftriebs um und es strömt Wasser hinein. Wenn er voll ist, verlagert sich der Schwerpunkt nach hinten und der Topf steht wieder senkrecht. Er weist zwei Vorteile auf: er konnte mit der Hand oder auf dem Rücken getragen werden; Wasser läuft beim Tragen schwer über, weil die Öffnung klein ist.

Ritzzeichen
Die Banpo-Menschen erfanden die Zeichen, die als Symbol für bestimmte Gegenstände dienten. Man hat insgesamt 113 Ritzzeichen in 22 verschiedenen Arten gefunden. Sie sind zumeist am Rand der Öffnung, auf dem Grund oder an irgendeiner Stelle der Gefäßoberfläche eingeritzt. Sie werden bei manchen Wissenschaftlern als Vorläufer der chinesischen Schriftzeichen gewertet.

Tongefäß zum Dämpfen
Das ist das älteste Beispiel, Dampf zu benutzen.

Das große Gebäude für Baureste
Der ganze Wohnbereich nimmt eine Fläche von 30.000 qm ein. Darauf gruppieren sich insgesamt 44 Wohnhäuser mit rundem oder rechteckigem Grundriß um zwei zentral gelegene große Häuser. Ein kleiner Graben läuft durch die Siedlung. Neben den Häusern liegen 73 Kinderbestattungen mit Tonsärgen und über 200 Vorratsgruben. Die Größe der Anlage lässt darauf schließen, dass hier etwa 500 Menschen lebten. Das große Haus für Baureste mit einer Fläche von 3.000 qm zeigt einen kleinen Teil davon. Hier sind zwei unterschiedliche Bauweisen zu sehen: das halb in den Boden eingesenkte Wohnhaus und das zu ebener Erde ausgeführte Wohnhaus. Baumaterien sind hauptsächlich Holz und Lehm mit Strohmischung. Der Wohnbereich wurde durch einen fünf bis sechs m tiefen und sechs bis acht m breiten Graben umgeben. Außen war im Norden die gemeinsame Begräbnisstätte und im Osten die Töpferstätte.

Das runde Haus aus der frühen Epoche
Sein Durchmesser ist ungefähr 6,5 m. Der Eingang des Lehmbaus weist nach Süden. Hinter dem Eingang auf beiden Seiten steht je eine Trennwand. Der Herd in der Mitte wurde durch eine Vorratsgrube aus der späten Epoche zerstört. In der Ecke sollte ein Kang stehen, eine heizbare Schlafbank, die mit dem Herd als Heizquelle verbunden ist. Das Haus sieht von außen wie eine Jurte aus.

Das halbunterirdische Haus mit rechteckigem Grundriß
Das Haus mit einer einfachen Struktur ist 3,8 m lang wie breit, 0,7 m tief. Der Eingang ist mit einer Neigung gebaut. Auf beiden Seiten des Eingangs liegen vier symmetrisch angeordnete Pfahllöcher. Wegen des halbunterirdischen Standes war es im Innenraum feucht. Solche Häuser gehören immer zur frühen Epoche.

Tonsärge
Die Begräbnisstätte außerhalb des Wohnbereiches ist die ewige Ruhestätte für Erwachsene, während die verstorbenen Kinder innerhalb der Siedlung blieben. Sie wurden neben Häusern bestattet, in einem Tongefäß als Sarg. Die Öffnung eines Tonsarges wurde mit einer Tonschüssel bedeckt, in deren Mitte ein Löchlein gestemmt wurde. Wahrscheinlich ist das der Ein- und Ausgang für die Seele. Wenn das verstorbene Kind zu groß war, dann wurde es mit zwei aufeinanderstehenden Tonsärgen bestattet. Insgesamt 73 Tonsärge für Kinder wurden ausgegraben. Wegen den schlechten Existenzbedingungen und den ansteckenden Krankheiten war die Sterblichkeitsrate bei Kindern sehr hoch.

Der Schnitt durch unterschiedliche Kulturschichten
Der Schnitt zeigt die Kulturschichten aus verschiedenen Epochen. Die Schicht ganz oben ist die heutige Ackerbaukrume, dann folgen vier Schichten, die aus gefallenen Häusern, beschädigten Werkzeugen und Tontöpfen, Tierskeletten, Strohaschen bestehen und in verschiedene Epochen gehören. Der am besten erhaltene mittlere Teil ist drei m dick, das bezeugt, dass die Banpo-Menschen hier in einem großen Zeitraum lebten.

Der kleine Graben
Der 1,8 m breite Graben lief durch den ganzen Wohnbereich. Möglicherweise war er eine Grenze zwischen zwei Sippen (Clanen). In der Gentilgesellschaft war es streng verboten, Ehepartner innerhalb der Sippe zu wählen. So wohnten in dieser Siedlung zwei Sippen, die einander heirateten und durch einen Graben getrennt wurden.

Zur Banpo-Zeit war die Exogainie die übliche Heiratsordnung. Der Mann, der mit einer Frau in einem bestimmten Zeitraum zusammenlebte, sollte in der Sippe seines Partners wohnen, mitarbeiten und die Kinder zusammen ernähren. Aber der Stammbaum war ganz von der mütterlichen Seite abhängig. Während des Zusammenlebens durfte jeder der beiden Partner sexuellen Kontakt mit anderen haben. Neben einem Hauptmann hatte eine Frau noch andere Männer und ein Mann hatte auch andere Frauen. Deswegen kannten die Kinder nur ihre Mutter, ihren Vater aber nicht. Das ist die typische Eheform in der Clangesellschaft.

Vorratsgruben
Das ist eine Vorratsgrube aus der späten Epoche. Sie diente zur Aufbewahrung von Getreide, Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen. Ihr Durchmesser auf dem Boden ist 2,7 m und ihre Tiefe 1,8 m. In der ganzen Siedlung gibt es über 200 Vorratsgruben. 43 davon aus der frühen Epoche sind klein, die aus der späten Epoche sind größer. Das könnte man vielleicht als einen Beweis für die Erhöhung der Produktion und des Vorrats ansehen. Alle Vorratsgruben befanden sich außerhalb der Häuser, das heißt, alle hatten alles zusammen in Besitz.

Das runde Haus und die Pfahllöcher in drei Kreisen
Bei den Überresten des runden Hauses kann man Pfahllöcher in drei Kreisen sehen, die zu drei unterschiedlichen Kulturschichten gehören. Hier wurde in verschiedenen Epochen dreimal gebaut. Die Herdüberreste sind aus der späten Epoche.

Das halbunterirdische Haus mit rechteckigem Grundriß
Das Haus ist 4,4 m lang, 3,2 m breit und 0,4 m tief. Der westliche Teil ist 10 mm höher als der östliche und bildete eine Terrasse, wo die Bewohner schliefen. Im östlichen Teil wurden Töpfe und Pfeilspitzen ausgegraben. So könnte man vielleicht sagen, die Bewohner schliefen schon an einer festen Stelle, ihre Gebrauchsgegenstände standen auch an einer festen Stelle.

Das Haus mit rechteckigem Grundriß
Die Fläche des Hauses beträgt 17 qm. Der Eingang weist nach Süden. Der Boden war mit Brettern belegt. 10 größere Pfähle wurden aufgerichtet, zwischen denen kleinere Pfähle und Bretter mit Rotang aneinander festgebunden waren. Die Wände wurden mit Schlamm, der mit Stroh vermischt war, verschmiert. Dieser Haustyp weist schon die Eigenschaften des chinesischen Baues auf.

Der große Schutzgraben
Der Graben sollte 300 m lang, 6 bis 8 m breit, 5 bis 6 m tief sein. Er umgab den ganzen Wohnbereich und diente zum Schutz vor Wildtieren, Hochwasser und anderen Stämmen. Wie hart es war, wenn man mit so primitiven Werkzeugen an einem so großen Graben arbeitete!

Die gemeinsame Begräbnisstätte
Nördlich des Wohnbereichs befand sich die Begräbnisstätte, da wurden 174 Gräber freigelegt, 71 davon mit Grabbeigaben. Die ausgegrabenen Skelette lassen erkennen, dass die Verstorbenen auf drei Weisen bestattet wurden: Bestattung in Rückenlage, Bestattung in Bauchlage, Bestattung zum zweiten Mal (möglicherweise wurde der am fremden Ort verstorbene in die Heimat umgelegt). Alle Verstorbenen lagen mit dem Kopf gegen Westen. Man glaubt, die Banpo-Menschen hätten geglaubt, dass sie nach dem Tod in eine andere Welt gingen, die in der Richtung des Sonnenuntergangs war.

Der Stall
Der Stall ist 5,7 m lang, 2,5 m breit. Ein flacher Graben läuft auf der nördlichen Seite. Auf der südlichen und östlichen sind 27 Pfahllöcher zu sehen. Eine Menge von Hund- und Schweineskeletten beweist, die Banpo-Menschen kannten bereits Zucht von Hunden und Schweinen. Ein Hund ist leicht zu züchten und ist eine gute Hilfe beim Jagen, ein Schwein kann sich schnell vermehren und mehr Fleisch anbieten. Es ist leicht eingegattert zu züchten, deshalb wurden sie zu den frühesten Haustieren.

Die Vorratsgrube in Sackgestalt
Sie ist oben eng, unten breit, 52 mm tief. Der Durchmesser beträgt 1,6 m. Darin war eine 1,6 mm dicke Häufung von Hirseüberresten.

Die miteinander gebundene Herde
Es sind zwei Herde in unterschiedlichen Formen, der östliche oval, der westliche rund. Die beiden waren durch einen schmalen Gang verbunden. Die harte Schicht der Innenwand zeigt, dass die Herde sehr viel benutzt wurden. Sie dienten vielleicht dazu, die Glut zu bewahren, weil ein Anzünden für Banpo-Menschen sehr schwer war.

Die Ausgrabungen und die Forschung der alten Siedlung gehen heute noch weiter. Es stehen noch viele Rätsel ohne Lösung. Viele Spuren lassen z.B. darauf schließen, dass die Siedlung plötzlich aufgegeben wurde, ohne Werkzeuge und Getreide mitzunehmen. Worin liegt der Grund? Krieg? Überschwemmung? Erdbeben? Epidemie? Religiöse Angst? Alles ist möglich, alles hat keinen Beweis. Ein großes Rätsel!

Dieser Text wurde von Zeng Qi (曾琦) zur Verfügung gestellt

Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen

  

 Tagclouds - (Schlagwort Wolke)

banpomuseum liegt yangshaokultur

(Worte, die häufiger genannt wurden, werden größer geschrieben als jene, die seltener genannt wurden.)



China Newsletter


Eintragen
Austragen


Suche auf China-Guide





Link Tipps

China factories directories
Reisetipps bei Zoover
autoinsuranceresearch
Hotel München nahe Messe


Mietwagen
Druckerei Online







 
 

 © 2005 - 2012 china-guide.de

1913 Informationsseiten über China in deutscher Sprache sowie
1029 Seiten in englischer Sprache.
Diese Internetseite zum Thema China besteht seit 2658 Tagen

Der Inhalt dieser Internetseite (Texte, Bilder und Grafiken) sowie deren Zusammenstellung unterliegt dem Copyright. Jegliche Verwendung ohne eine schriftliche Zustimmung ist untersagt. Davon ausgenommen sind nur Textepassagen (keine Fotos oder Grafiken) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, diese stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation.

Befreundete Seiten:
Hongkong | Macao | Hangzhou | China Reisen | die Grosse Chinesische Mauer
China RSS | verbortene Stadt | Kaiserpalast Peking | Xinhua China News | China Blog

Linkpartner und empfohlene Seiten:
china-in-the-news (deutsch) | China Community | Praktikum China
China Reise und China Urlaub
Informationen rund um China | China Blog Mr-Ibiza |

Backpackers Inn Guilin

Seit dem 28.06.2006 sind wir durch das Fremdenverkehrsamt der VR China zertifizierter China Spezialisten (ZCS).

Thousands of candles can be lighted from a single candle, and the life of the candle will not be shortened. Happiness never decreases by being shared. Buddha
"一根蜡烛能点燃成千上万根蜡烛,但它的寿命并不就因此而缩短。分享幸福也不会使幸福减少。"

Last Ping: 24 May 2012 14:36:36, Result: ++++----++++++++++++----