Taiji-Qigong - Schritt 24: Die drei Yang-Meridiane des linken und des rechten Armes (Bewegungsablauf von Händen zu Kopf)
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Taiji-Qigong - Schritt 24: Die drei Yang-Meridiane des linken und des rechten Armes (Bewegungsablauf von Händen zu Kopf)

Hinweis (siehe Schritt 23).

Theorie:
Die "Drei Yang des Armes" bedeuten, dass es neben den drei Yin-Meridianen noch drei Yang-Meridiane gibt, nämlich: den Dickdarm-, den Dünndarm- und den Sanjiao*-Meridian im Arm. Sie alle laufen von den Händen zu Dazhui (Du 14) und dann bis zum Kopf. Das erste Yang ist der Yangming-Dickdarm-Meridian des Armes, von der Spitze des Zeigefingers zu Dazhui (Du 14) und dann nach oben bis zu den Seiten der Nase. Das zweite Yang ist der Taiyang-Dünndarm-Meridian des Armes, von der Spitze des kleinen Fingers zu Dazhui (Du 14), dann nach oben bis zu Ohr und Auge. Das dritte Yang ist der Shaoyang-Sanjiao-Meridian des Armes, von der Spitze des Ringfingers zu Dazhui (Du 14), dann nach oben bis zu Ohr und Auge. Dazhui (Du 14) ist ein Akupunkturpunkt auf dem Rücken unter dem obersten Knochen (dem siebten Halswirbel). Der Dick- und der Dünndarm sind wichtige Organe für die Verdauung, Absorption und Ausscheidung und für die Aufrechterhaltung des normalen körperlichen Metabolismus. Sanjiao sind die wichtigen Bereiche für die Bewegungen von Qi, Blut und Körperflüssigkeiten. Die Übung dieses Schrittes kann die Meridiane ungehindert durchfließen lassen, das Qi und das Blut regulieren und in Einklang bringen sowie die Verdauungsfunktionen bessern.

* Gemeint sind die drei Körperhohlteile: der obere, der mittlere und der untere teil des Leibes. - d. Übers.

Dieser Schritt ist eine Übung nur für die innere Konzentration, das heißt, der Wille (Yi) wird durch die Hand unterstützt, das Qi wird vom Yi geführt, und das Qi gelangt überallhin, wohin das Yi reicht, um Geist, Atmung und Energie zu regulieren. Wenn man bei der Übung einige wichtige Akupunkturpunkte im Kopf behält, wird die Wirkung so gebessert sein, dass Denk- und Erinnerungsfähigkeit gestärkt werden können.

Das erste Yang ist der Dickdarm-Meridian des Hand-Yangming, der erste Punkt dieses Meridians ist Shangyang (Ll. 1); Yingxiang (Ll. 20) ist der Endpunkt.

Das zweite Yang ist der Dünndarm-Meridian des Hand-Taiyang, der erste Punkt dieses Meridians ist Shaoze (Sl. 1); Tinggong (Sl. 19) ist der Endpunkt.

Das dritte Yang ist der Sanjiao-Meridian des Hand-Shaoyang, der erste Punkt dieses Meridians ist Guanchong (SJ. 1); Sizhukong (SJ. 23) ist der Endpunkt.

Methode:
A. Die drei Yang-Meridiane des linken Armes

1. Im Anschluß an die vorhergehende Bewegung verlegt sich das Körpergewicht auf das rechte Bein, während das Qi entlang dem Herzbeutel-Meridian bis zur Spitze des Mittelfingers läuft. Die beiden Arme werden, wie einen Bogen beschreibend, emporgehoben, begleitet von Einatmung (Abb. 24-1). Gleichzeitig hebt sich der Körper hoch, wird das linke Bein in Schulterbreite zurückgezogen, mit Einatmung verbunden; das Körpergewicht fällt in die Mitte der beiden Füße, die beiden Arme sinken langsam von oben vor die Brust, die Handflächen drehen sich nach innen und richten sich nach unten, begleitet von Ausatmung. Die Konzentration ist in den Fingerspitzen (Abb. 24-2).

Das Körpergewicht verlegt sich nach und nach zum linken Bein, das linke Knie beugt sich, der rechte Fuß dreht sich nach außen um 90 Grad. Daraufhin dreht sich der Körper langsam rechtswärts um 90 Grad, das Körpergewicht wird nach vorn verlegt, die beiden Arme strecken sich nach vorn aus, das linke Bein wird gehoben und macht rückwärts einen kleinen halben Schritt, der rechte Zeigefinger zeigt dabei nach dem linken Zeigefinger in Haltung mit rechtem Bogenbein, begleitet von Ausatmung (Abb. 24-3).

2. Erstens bewegt sich das Qi entlang dem linken Dickdarm-Meridian: Das Körpergewicht wird rückwärts verlegt, die rechte Fußspitze wird gehoben, mit der Sohle als Achse, der Körper dreht sich einerseits nach links (die Bewegung von der Hüfte geführt) um etwa 135 Grad, und der rechte "Schwert-Finger" zeigt andererseits entlang dem Dickdarm-Meridian und lenkt das Qi zu Dazhui (Du 14), aber die Konzentration erreicht die Seite der Nase, begleitet von Einatmung (Abb. 24-3, 24-4).

3. Zweitens bewegt sich das Qi entlang dem linken Dünndarm-Meridian: Die linke Fußspitze wird gehoben, der Körper dreht sich zur ursprünglichen Stellung zurück, in der Haltung eines rechten Bogenbeins, das Körpergewicht fällt auf den rechten Fuß, der Zeigefinger zeigt nach der Spitze des kleinen Fingers, verbunden mit Ausatmung. Das Qi wird wie mit obiger Methode zu Dazhui (Du. 14) gelenkt, aber die Konzentration erreicht Ohr und Auge zugleich mit Einatmung (Abb. 24-3 [2], 24-4).

4. Drittens bewegt sich das Qi entlang dem linken Sanjiao-Meridian: Wie oben dreht sich der Körper nach rechts, begleitet von Ausatmung, mit rechtem Bogenbein stehend. Der Zeigefinger zeigt nach der Spitze des Ringfingers. Entlang dem Sanjiao-Meridian wird das Qi zu Dazhui (Du 14) gelenkt, aber die Konzentration gelangt zu Ohr und Auge, dabei Einatmung (Abb. 24-3 [3], 24-4).

B. Die drei Yang-Meridiane des rechten Armes
1. Im Anschluß an die letzte Bewegung wird die rechte Fußspitze gehoben, mit der linken Sohle als Achse dreht sich der Körper nach links um 180 Grad, die beiden Arme strecken sich nach vorn aus, Haltung mit linken Bogenbein, dabei Ausatmung (Abb. 24-5).

2. Der linke Zeigefinger zeigt nach der Spitze des rechten Zeigefingers, und wie bei der obigen ersten Übung bewegt sich das Qi entlang dem rechten Dickdarm-Meridian; der linke Zeigefinger zeigt nach dem rechten kleinen Finger, wie oben bei der zweiten Übung bewegt sich das Qi entlang dem rechten Dünndarm-Meridian; der linke Zeigefinger zeigt nach dem rechten Ringfinger, wie oben bei der dritten Übung bewegt sich das Qi entlang dem rechten Sanjiao-Meridian (Abb. 24-5 [1], [2], [3], 24-6).

Taiji-Qigong -Selbstbewertung der Wirkungen nach den Bewegungsübungen

Taiji-Qigong - Schritt 1: Anfangsschritt und Atemanpassung

Taiji-Qigong - Schritt 2: Öffnen der Brust

Taiji-Qigong - Schritt 3: Tanzen mit dem Regenbogen

Taiji-Qigong - Schritt 4: Die Wolken mit schwingenden Armen zerteilen

Taiji-Qigong - Schritt 5: Rückrollen des Oberarms in fester Haltung

Taiji-Qigong - Schritt 6: Rudern in der Mitte des Sees

Taiji-Qigong - Schritt 7: Einen Ball vor der Schulter halten

Taiji-Qigong - Schritt 8: Körper drehen, um nach dem Mond zu schauen

Taiji-Qigong - Schritt 9: Hüfte drehen und Handflächen schieben

Taiji-Qigong - Der Schluß-Schritt

Taiji-Qigong - Schritt 10: Reitende Haltung mit Handbewegung in den Wolken

Taiji-Qigong - Schritt 11: Links und rechts aus dem Meer fischen und zum Himmel blicken

Taiji-Qigong - Schritt 12: Qi-Regulierung bei Aufwärts- und Abwärts-Bewegungen

Taiji-Qigong - Schritt 13: Von links und von rechts Wellen vorwärtstreiben und verstärken

Taiji-Qigong - Schritt 14: Die Brust und den bauch mit Qi besänftigen

Taiji-Qigong - Schritt 15: Fliegende Taube bereitet ihre Flügel aus

Taiji-Qigong - Schritt 16: Zwei Drachen schlingen sich um die Säule

Taiji-Qigong - Schritt 17: Den Schwanz des Spatzen von links nach rechts her fassen

Taiji-Qigong - Schritt 18: Tragen und Füllen mit Qi

Taiji-Qigong - Schritt 19: Handflächen in reitender Haltung schließen

Taiji-Qigong - Schritt 20: Den Arm strecken, gleichzeitig die Faust zum Angriff heben

Taiji-Qigong - Schritt 21: Die fliegende große Wildgans

Taiji-Qigong - Schritt 22: Das sich drehende Schwungrad

Taiji-Qigong - Schritt 23: Die drei Yin-Meridiane des linken und des rechten Armes (Bewegungsablauf von Brust zu Händen)

Taiji-Qigong - Schritt 24: Die drei Yang-Meridiane des linken und des rechten Armes (Bewegungsablauf von Händen zu Kopf)

Taiji-Qigong - Schritt 25: Die drei Yang-Meridiane des linken und des rechten Beines (Bewegungsablauf von Kopf zu Füssen)

Taiji-Qigong - Schritt 26: Die drei Yin-Meridiane des linken und des rechten Beines (Bewegungsablauf von Füssen zu Kopf)

Taiji-Qigong - Schritt 27: Einen Ball, auf der Stelle tretend, aufspringen lassen

Taiji-Qigong - Schritt 28: Qi im Ren- und Du-Meridian regulieren

Taiji-Qigong - Der Schluss-Schritt

 Tagclouds - (Schlagwort Wolke)

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(Worte, die häufiger genannt wurden, werden größer geschrieben als jene, die seltener genannt wurden.)


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