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Taiji-Qigong - Schritt 1: Anfangsschritt und Atemanpassung

Theorie:
" Anfangsschritt" bedeutet, dass man mit einer körperlichen Haltung bereit ist, Taiji-Qigong zu machen. "Atemanpassung" bedeutet, den Atmungsrhythmus zu regulieren. Mit "Atmung" ist hier der ganze Verlauf von Ein- und Ausatmungsbewegungen gemeint. Dieser Schritt ist ein sehr wichtiger Schritt, und bei der Ausübung dieses Schrittes muß man zwei Punkte beachten: Man muß "entspannt" und "ruhig" sein. "Entspannen" verlangt, dass der ganze Körper entspannt und nicht straff ist, und die Bewegung ist ähnlich wie die Anfangsbewegung von Taijiquan (beide Füße parallel und in Schulterbreite, beide Schultern und Ellbogen senken, den Körper aufrecht und locker halten, im Geist ein leichter Gegenstand auf dem Kopf, Finger leicht gekrümmt); "ruhig" heißt Frieden im Herzen (im Geist). Der Herz-Meridian mündet durch die Augen ins Gehirn, und das Herz führt das Blut; Herz und Geist sind miteinander verbunden, deshalb sagt man, das Herz beinhalte den Geist, d.h., wenn das Gehirn "ruhig" ist, dann bleibt der "Geist" in "Frieden". Um sich von anderen Gedanken zu befreien, müssen die Augen halb geschlossen und halb offen sein, dies wird äußere Störungen aus der Umgebung und von anderen Menschen verhindern. So befindet man sich in einem Zustand, in dem man beim Sehen nichts wahrnimmt, wie klar aber nicht bewusst, wie schlafend aber nicht eingeschlafen, und sich selbst vergessend. Dies ist der Zustand zum Üben des Qigong. Wenn der ganze Körper "entspannt" und der Geist "ruhig" ist, wird eine Schutzkontrolle über den Geist herbeigeführt und werden die Aktivitäten von allen Funktionen unter der Kontrolle vom Großhirn gebessert. Mit tiefem, langsamem, langem, zartem und gleichmäßigem Atmen wird der Sauerstoffgehalt im Blut vermehrt, so dass die Sauerstoffversorgung für Großhirn, Herz, Nieren, Leber, Milz, Lungen und andere Organe besser wird und eine Besserung ihrer wichtigen physiologischen Funktionen erfolgt.

Nachdem man "entspannt" und "ruhig", d.h. völlig "friedlich" dasteht, muß man auf die Richtung der Konzentration (Yi Nian)* achten. Man muß Konzentration, Qi und Energie kontrollieren, und darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen Qigong und normalen körperlichen Übungen.

Dieser Schritt erfordert innere Konzentration, beginnend von Dantian** (extra) zu Shanzhong*** (Ren 17), und zweigt dann zu Laogong ****(P. 8) der Handflächen ab. Dann bleibt die Konzentration während der Aufwärts- und Abwärtsbewegungen immer bei Laogong (P. 8).

* Der Begriff "Konzentration" bezieht sich hier auf "Yi Nian", den Bewusstseinsstrom, der das Großhirn reguliert und beschützt, um durch Übermittlung oder Bewahrung des Bewusstseinsstromes die Funktion von Qi im Körper zur Geltung bringen und die Lebensbewegung in Körper, Geist, Atmung und Energie zu fördern. "Yi" und "Nian" bedeuten jeweils wörtlich "Willen" und "Gedanken". Kombiniert kann der Begriff gleichbedeutend mit "Konzentration" übersetzt werden.

** Dantian (extra) liegt auf der Mittellinie des Bauchs, 1,5-4 cun unter dem Nabel (Abb. 1).

*** Shanzhong (Ren 17) liegt auf der Mittellinie des Brustbeins, zwischen den brustwarzen (Abb. 1).

**** Laogong (P: 8) liegt zwischen dem zweiten und dem dritten Mittelhandknochen auf dem oberen Teil der Handfläche, am Radialrand des dritten Mittelhandknochens (Abb. 2).

Methode:
1. Man steht, mit beiden Füßen parallel und in Schulterbreite, entspannt und ruhig, der ganze Körper entspannt sich, die innere Konzentration (Yi Nian) wird von Dantian (extra) nach oben zum Shanzhong (Ren 17) gelenkt und verzweigt sich zu beiden Laogong (P. 8). Dann werden beide Arme allmählich nach vorn bis horizontal gehoben, beide Handflächen richten sich nach unten, und die Konzentration bleibt bei Laogong (P. 8), begleitet von langsamer Einatmung (Abb. 1-1, 1-2).

2. Wenn die beiden Arme in Schulterhöhe gehoben werden, bleiben die beiden Arme unbeweglich, die Konzentration bleibt weiter bei Laogong (P. 8), während sich die beiden Knie nach und nach ein wenig krümmen, aber die Kniescheiben dürfen die Fußspitzen nicht überragen, und inzwischen allmähliche Ausatmung (Abb. 1-3)

Die obengenannten Bewegungen von Armen und Knien mit einer Ein- und einer Ausatmung werden als einmalig betrachtet und sollen drei- bis fünfmal wiederholt werden.

Funktionen:
Viele Krankheiten der Menschheit werden durch das Ungleichgewicht von Yin und Yang* im Körper und durch die gestörte Blut- und Qi-Zirkulation in den Meridianen verursacht. Mit allgemein verständlichen Ausdrücken gesagt, bedeuten dies, das Großhirn ist verschiedenen äußeren und inneren ungünstigen Stimulationen ausgesetzt, was das Ungleichgewicht der Funktionen im ganzen Körper hervorruft. Deshalb muß man sich schon am Anfang der Bewegungsübungen konzentrieren, um lästige Gedanken loszuwerden, das Großhirn zu schützen und gleichzeitig die Atmung zu regulieren, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen. Dies ist sehr wichtig für die Besserung der Funktionen des Großhirns und anderer wichtiger Organe. Das allmähliche Krümmen des Knies ruft das Gefühl hervor, dass die Übung schon begonnen hat.

Dieser Schritt ist nützlich für die Regulierung der Funktion des Großhirns, für die Unterdrückung und Eliminierung verschiedener latenter chronischer Krankheiten im Großhirn, für die Bewirkung des Friedens im Geist und auch für das Schmieren und Glätten von Gelenken.

Taiji-Qigong -Selbstbewertung der Wirkungen nach den Bewegungsübungen

Taiji-Qigong - Schritt 1: Anfangsschritt und Atemanpassung

Taiji-Qigong - Schritt 2: Öffnen der Brust

Taiji-Qigong - Schritt 3: Tanzen mit dem Regenbogen

Taiji-Qigong - Schritt 4: Die Wolken mit schwingenden Armen zerteilen

Taiji-Qigong - Schritt 5: Rückrollen des Oberarms in fester Haltung

Taiji-Qigong - Schritt 6: Rudern in der Mitte des Sees

Taiji-Qigong - Schritt 7: Einen Ball vor der Schulter halten

Taiji-Qigong - Schritt 8: Körper drehen, um nach dem Mond zu schauen

Taiji-Qigong - Schritt 9: Hüfte drehen und Handflächen schieben

Taiji-Qigong - Der Schluß-Schritt

Taiji-Qigong - Schritt 10: Reitende Haltung mit Handbewegung in den Wolken

Taiji-Qigong - Schritt 11: Links und rechts aus dem Meer fischen und zum Himmel blicken

Taiji-Qigong - Schritt 12: Qi-Regulierung bei Aufwärts- und Abwärts-Bewegungen

Taiji-Qigong - Schritt 13: Von links und von rechts Wellen vorwärtstreiben und verstärken

Taiji-Qigong - Schritt 14: Die Brust und den bauch mit Qi besänftigen

Taiji-Qigong - Schritt 15: Fliegende Taube bereitet ihre Flügel aus

Taiji-Qigong - Schritt 16: Zwei Drachen schlingen sich um die Säule

Taiji-Qigong - Schritt 17: Den Schwanz des Spatzen von links nach rechts her fassen

Taiji-Qigong - Schritt 18: Tragen und Füllen mit Qi

Taiji-Qigong - Schritt 19: Handflächen in reitender Haltung schließen

Taiji-Qigong - Schritt 20: Den Arm strecken, gleichzeitig die Faust zum Angriff heben

Taiji-Qigong - Schritt 21: Die fliegende große Wildgans

Taiji-Qigong - Schritt 22: Das sich drehende Schwungrad

Taiji-Qigong - Schritt 23: Die drei Yin-Meridiane des linken und des rechten Armes (Bewegungsablauf von Brust zu Händen)

Taiji-Qigong - Schritt 24: Die drei Yang-Meridiane des linken und des rechten Armes (Bewegungsablauf von Händen zu Kopf)

Taiji-Qigong - Schritt 25: Die drei Yang-Meridiane des linken und des rechten Beines (Bewegungsablauf von Kopf zu Füssen)

Taiji-Qigong - Schritt 26: Die drei Yin-Meridiane des linken und des rechten Beines (Bewegungsablauf von Füssen zu Kopf)

Taiji-Qigong - Schritt 27: Einen Ball, auf der Stelle tretend, aufspringen lassen

Taiji-Qigong - Schritt 28: Qi im Ren- und Du-Meridian regulieren

Taiji-Qigong - Der Schluss-Schritt

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(Worte, die häufiger genannt wurden, werden größer geschrieben als jene, die seltener genannt wurden.)



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