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Methoden und Stellungen im Taijiquan (chin. 太极拳 verkürzend Tai Chi oder chinesisches Schattenboxen)1. Kopf aufrecht Beim Taijiquan ist darauf zu achten, dass der Kopf aufrecht gehalten wird, der Scheitel eben und der Hals gerade bleiben und das Kinn eingezogen ist. Der Scheitel soll so eben gehalten werden, dass eine darauf gestellte Schale voll Wasser nicht verschüttelt wird. Um den Kopf aufrecht und den Scheitel eben zu halten, müssen der Hals gerade gehalten und das Kinn eingezogen werden. Dies darf jedoch nicht übertrieben werden, weil sonst bei dieser Stellung der Hals steif wird und die Bewegungen unnatürlich ausfallen. Alles muß natürlich sein. Sobald der Scheitel des Kopfes auf angemessene Weise gehoben ist, konzentriert man Energie, und die folgenden Bewegungen werden fest und kräftig sein. 2. Der Energiestrom fließt nach Dantian (Unterleibsgegend) Um zu gewährleisten, dass der Energiestrom nach Dantian fließt, muß die körperliche Stellung korrekt sein, d.h. die Brust breit und der Bauch fest. "Sich auf Dantian konzentrieren" bedeutet, durch die Kraft der Konzentration das Atmen regulieren und die Luft sowie den Energiestrom langsam zum Bauch unterhalb des Nabels leiten. Beim Taijiquan wird im allgemeinen das Atmen mit dem Zwerchfell zusammen mit der Konzentration auf Dantian" benutzt, um eine Lage zu schaffen, in der "der Körper sich mit dem zurückgehaltenen Energiestrom und in einem freien Gefühl ruhig bewegt". Bei der Zwerchfellatmung zur Verstärkung des Energiestroms muß auf Natürlichkeit, Gleichmäßigkeit und langsames Ein- und Ausatmen geachtet werden. Das Atmen soll den Bewegungen natürlich angepasst werden. Normales Atmen ist mit der Ausdehnung des Brustkorbs und einer Bewegung der Schulterblätter verbunden. Eine Bewegung ist oft von einem Ein- und Ausatmen begleitet. Tiefe und Tempo der Atmung mit den Übungen in Einklang zu bringen entspricht den physiologischen Forderungen des Körpers. Wenn richtig ausgeführt, trägt dies gleichzeitig dazu bei, dass die Bewegungen harmonisch, rund, fließend, leicht und ruhig vor sich gehen. 3. Den Brustkorb einziehen und den Rücken strecken Den Brustkorb einziehen bedeutet, ihn im Innern leicht entspannen. Dies erleichtert auch die Zwerchfellatmung. Die Brusthöhle wird von oben nach unten ausgedehnt und das Zwerchfell wird gesenkt, während die Gelenke der Schulterblätter und die Schlüsselbeine entspannt bleiben und die Arme leicht geschlossen sind. Der Körper kann dadurch leichter werden, die Funktion der Lungen und des Zwerchfells werden aktiviert. Das Einziehen des Brustkorbs ist etwas anderes als das Zurückziehen der Brust. Das Zurückziehen der Brust führt zur Formung eines Buckels und verkleinert die Brusthöhle, wodurch sich das Zwerchfell nicht senkt und entspannt, die Atmung erschwert wird und der Rückfluß des Blutes zum Herzen behindert wird. Das Einziehen des Brustkorbs ist auch für Angriff und Verteidigung bei den übungen des Taiji-Handstoßens erforderlich. Wichtig ist es vor allem dann, wenn eine Angriffsbewegung abgewehrt werden soll. Den Rücken strecken ist mit dem Einziehen des Brustkorbs verbunden. Wenn der Brustkorb eingezogen ist, muß der Rücken gestreckt werden. Das Strecken des Rückens und gleichzeitige Einziehen des Brustkorbs bewirkt eine Entspannung der Rückenmuskeln, wobei der dritte Wirbel unter dem hals und zwischen den Schultern leicht nach oben und hinten und nicht einfach nach hinten gehoben wird. Auf diese Weise haben die Muskeln eine bestimmte Spannung und elastische Kraft, und die Haut wird gestrafft. Da der Rücken mit den Schultern und Armen verbunden ist, werden manche technische Bewegungen, die die Kraft erfordern, oft mit Hilfe der Schultern und des Rückens vollendet. Beim Einziehen des Brustkorbs und dem Strecken des Rückens müssen die Brust- und Rückenmuskeln natürlich entspannt sein. 4. Die Taille entspannen und das Gesäß zurückhalten Das Taijiquan verlangt, dass der Brustkorb eingezogen wird und der Energiestrom nach Dantian fließt. Beim Einziehen des Brustkorbs muß die Taille entspannt sein. Damit die Taille entspannt bleibt, muß der ganze Rücken leicht gekrümmt werden, wodurch die Übungen in sitzender und hockender Haltung stabiler werden. Die Entspannung der Taille trägt nicht nur dazu bei, dass die Energie nach unten fließt und die unteren Gliedmaßen straff werden. Sie ist auch wichtig dafür, dass die Bewegungen des Vorrückens, Rückschritts und Wendens sowie die Bewegungen der vier Gliedmaßen mit Hilfe des Oberkörpers richtig und vollkommnen ausgeführt werden. Das Gesäß soll beim Einziehen des Brustkorbs zurückgehalten werden, während man den Rücken streckt und die Taille entspannt. Dies bewirkt, dass der Bauch voll und fest bleibt. Während das Gesäß zurückgehalten wird, sollen die Muskeln des Gesäßes und der Taille so entspannt wie möglich sein, so dass sich die Gesäßmuskeln zuerst nach außen und unten und dann leicht nach vorn und innen ausdehnen, als ob der Unterbauch vom Gesäß gestützt wurde. 5. Die Gabelung rund machen und die Hüften entspannen Die Gabelung ist das Perineum (Huiyin) des Körpers, und der Akupunkturpunkt am Perineum im Einklang stehen. Das ist notwendig, um den freien Energiestrom nach oben bzw. nach unten zu gewährleisten. Die Gabelung muß rund und fest sein. Wenn die Hüften auseinander gehalten und die Knie leicht nach innen gewendet sind, ist die Gabelung natürlich rund. Sind die Knie leicht geöffnet, die Oberschenkel innen geschlossen und die Hüften ein wenig auseinander, bleibt die Gabelung weiter rund. Ist das Perineum leicht gehoben, ist die Gabelung natürlich fest. Wenn die Taille entspannt und das Gesäß zurückgehalten sind, entsteht wie selbstverständlich aus der Gabelung eine Kraft. Sobald die Gabelung Kraft hat, werden die Beine stärker und die Fußschritte stabiler und fester. Das Taijiquan betont, "Schritte wie eine laufende Katze zu tun". Dabei wird verlangt, dass man bei den Übungen leicht und feste Schritte macht und dass die Beine gebeugt sind und den Körper abwechselnd stützen. Deshalb müssen die Hüftgelenke entspannt und die Kniegelenke flexibel sein, um freie Wendungen des Körpers, leichte Fußtritte und den Wechsel der Schritte zu gewährleisten. 6. Schultern und Ellbogen senken Das Taijiquan erfordert, dass die Schultern und Ellbogen gesenkt sind. Die Arme sind dann entspannt, und das bewirkt, dass in den Armen eine innere Kraft entsteht. Diese innere Kraft ist scheinbar weich, aber innerlich stark, so wie "eine Nadel in Baumwolle eingewickelt" ist. Außerdem müssen die Schultern leicht nach vorn geneigt sein, so dass die Brust vollkommen leer ist und der Rücken in einer Kreisform gekrümmt ist. Die gesenkten Ellbogen werden leicht nach innen gewickelt, damit die Kraft zu den oberen Gliedmaßen geleitet wird. 7. Die Finger strecken und die Handgelenke rückwärts beugen Man streckt die Finger natürlich aus und beugt die Handgelenke nach hinten. Zum Beispiel: Wird die Handfläche nach vorn geschoben, wird sie vor der Bewegung leicht hohl gemacht, was man "leere Handfläche" nennt. Wird die Handfläche ganz nach vorn geschoben, werden die Finger natürlich gestreckt und die Handfläche am Handgelenk rückwärts gebeugt. Der Unterteil der Handfläche enthält Kraft und wird nach vorn geschoben, so dass die Kraft, die in der Taille und im Rücken erzeugt wird, durch die gesenkten Schultern, Ellbogen und gebeugten Handgelenke in die Handflächen und in die Finger fließt, was man "feste Handfläche" nennt. Die Bewegungen der Handflächen sind ein Teil der Bewegungen des ganzen Körpers. Deshalb heißt es in der Faustkampf-Theorie, dass die Kraft des ganzen Körpers "in den Füßen wurzelt, aus den Beinen freigelassen wird, kontrolliert wird durch die Taille und sich an den Fingern entfaltet". 8. Das Rückgrat aufrecht halten Das Rückgrat aufrecht halten ist wichtig für eine gerade und bequeme Körperhaltung. Wenn das Rückgrat nicht gerade ist, verliert man bei den Übungen das Gleichgewicht. Anfänger müssen darauf achten, dass sie ihr Rückgrat stets aufrecht halten, egal ob sie eine vertikale oder eine schräge Bewegung ausführen. Ein gerades Rückgrat hilft, dass der Unterkörper fest und standhaft ist. Wenn das Rückgrat geneigt ist, verliert der Unterkörper leicht das Gleichgewicht. Und wenn die Kraft des Unterkörpers von der des Oberkörpers getrennt ist, geht die Kraft verloren. Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
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