Bandscheibenvorfall der Lendenwirbel - (TCM Akupressur)
Die inneren Ursachen eines Bandscheibenvorfalls sind degenerative Veränderungen,
Atrophie und eine sich verringernde Elastizität der Bandscheiben,
mitunter aber auch angeborene Defekte. Äußere Ursachen können
Verletzungen, Überanstrengung und eine plötzliche Verkrümmung
beim Heben einer schweren Sache sein. All diese Aktoren können zum
Bruch der fibrösen Ringe, zum Heraustreten des Gallertkerns und
zum Druck auf das Rückenmark sowie zur Reizung der Nervenwurzeln
führen, was erhebliche Schmerzen im unteren Rückenbereich zur
Folge hat.
In manchen Fällen wird ein Bandscheibenvorfall auch einfach nur
durch heftiges Husten oder Niesen ausgelöst.
Symptome
Die Schmerzen treten häufig aus. Sie dehnen sich vom Gesäß zum
Bein entlang dem Ischiasnerv einschließlich der hinteren Seite
des Oberschenkels und der lateralen hinteren Seite des Schienbeins bis
hin zum Fußrücken, zur Ferse und zu den Zehen aus. Der Schmerz
verstärkt sich beim Husten und Niesen, beim Stuhlgang und beim Beugen
des Rückens. Die schmerzempfindlichen Punkte befinden sich hauptsächlich
im Zwischenwirbelbereich oder neben der Wirbelsäule zwischen dem
vierten und fünften Lendenwirbel bzw. zwischen dem fünften
Lendenwirbel und dem ersten Kreuzbeinwirbel. Manche Patienten haben an
der hinteren Seite des Unterschenkels sowie am Fußrücken,
an der Ferse und der Fußsohle ein Gefühl von Taubheit.
Funktion der Akupressur
Sie hat die Wirkung, Krampf und Schmerz zu lindern und den Blutkreislauf
anzuregen.
Behandlung durch einen anderen
a. Massage des Blasen-Meridians
Der Patient liegt auf dem Bauch, der Behandelnde legt die Hände
auf seinen Rücken und schiebt abwechselnd die linke und die rechte
Hand entlang dem Blasen-Meridian vom ersten Brustwirbel zum Kreuzbein
und dann vom Gesäß zum Bein bis zur Ferse. Diese Massage wird
etwa drei Minuten mit tief ins Gewebe dringender Kraft durchgeführt.

b. Massieren des Rückens
Der Patient liegt auf dem Bauch, der Behandelnde steht an seiner Seite
und massiert abwechselnd mit der rechten und der linken Handfläche
etwa drei Minuten den Rücken von oben bis zum Kreuzbein und dann
in Gegenrichtung. Anschließend wird zusätzlich die Kreuzbeinregion
massiert, bis dort ein Gefühl von Wärme entsteht und die
Schmerzen sich mildern.

c. Pressen der Punkte Huantiao, Weizhong und Chengshan
Der Patient liegt auf dem Bauch, der Behandelnde drückt mit der
Daumenspitze jeweils eine Minute die Punkte Huantiao (GB 30) auf dem
Gesäß in der Vertiefung hinter dem großen Trochanter
(BL 40) auf der Rückseite des Knies, in der Mitte der Falte der
Kniekehle und Chengshan (BL 57) in der Mitte der hinteren Mittellinie
des Unterschenkels.

d. Drehen der Taille
Der Patient liegt auf der Seite, das betroffene Bein angezogen und gebeugt
und das gesunde Bein gerade ausgestreckt. Der Behandelnde steht hinter
ihm, beugt die Ellbogen und legt einen Ellbogen in die Mulde vor der
Schulter und den anderen hinter die Beckenschaufel, um dann mit einem
plötzlichen Rück die beiden Ellbogen bis zu dreimal in entgegengesetzte
Richtungen zu bewegen. Dabei ist gewöhnlich ein knackendes Geräusch
zu vernehmen. Anschließend wird dieselbe Prozedur auf der gesunden
Seite wiederholt.

e. Drücken und Massieren der Punkte Fengshi, Yanglingquan
und Jiexi
Der Patient liegt auf dem Rücken, der Behandelnde steht an seiner
Seite und drückt und massiert mit den Daumenspitzen jeweils eine
Minute die punkte Fengshi (GB 31) an der Außenseite des Oberschenkels
an der Stelle, die die Spitze des Mittelfingers erreicht, wenn man steht,
Yanglingquan (GB 34) in der Vertiefung vor dem Wadenbeinkopf und Jiexi
(ST 41) in der Vertiefung in der Mitte der vorderen Fußgelenkfalte
zwischen den zwei Sehnen

f. Schwingungen der Kreuzbeinregion
Der Patient liegt auf dem Rücken, beugt die Hüften und knie
und hält die Knie mit beiden Händen fest. Der Behandelnde stützt
den Rücken des Patienten mit einer Hand und die knie mit der anderen
und lässt den Patienten seine Kreuzbeinregion etwa eine Minute hin
und her schwingen.

Selbstbehandlung
a. Klopfen und Reiben der Kreuzbeingegend
Man sitzt und klopft mit leicht gebeugten Fingern etwa drei Minuten auf
die Kreuzbeingegend, die man anschließend weitere zwei Minuten
reibt.

b. Kneifen der schmerzhaften Stelle
Man sitzt und kneift zwei bis drei Minuten die schmerzhafte Stelle des
betroffenen Beins.
c. Strecken des Knies in liegender Position
Man liegt auf dem Rücken mit gestreckten Beinen, beugt ein Knie
und die Hüfte langsam und streckt sich dann wieder aus. Diese Übung
wird abwechselnd mit dem rechten und linken Knie ein bis zwei Minuten
fortgesetzt.

Zur Beachtung:
- Diese Massage nur durchführen, wenn keine Knochenverletzung
vorliegt.
- Die Behandlung soll mit angemessener Kraft durchgeführt werden.
Eine fehlerhafte Behandlung kann den Zustand verschlimmern.
- Zu empfehlen ist, auf einem harten Bett zu schlafen. Wichtig ist,
die untere Rückenpartie warm zu halten.
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