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Shanghais wirtschaftliche EntwicklungDas Rad der Geschichte dreht sich weiter und Shanghai wird wiederum ein Schrittmacher der Geschichte. Immer wieder sich selbst herausfordernd, arbeitet die Stadt beharrlich am Traum „Bessere Stadt, besseres Leben".
Ein Stadthistoriker brachte Shanghais Stadtentwicklung auf den Punkt, indem er
von drei entscheidenden Sprüngen sprach: über den Suzhou-Fluss im ersten,
über den Huangpu-Fluss im zweiten sowie über den Jangtse und das Ostchinesische
Meer im dritten Sprung. Der zweite Sprung war mit dem Aufbau und der Entwicklung der Neuen Zone Pudong in den 1990ern vollbracht. Eine Brücke und ein Unterwassertunnel verbanden nun die ehemals durch den Huangpu-Fluss getrennten Stadtteile Pudong und Puxi. Die neue Silhouette des modernen Shanghai war entstanden. Mit unvorstellbarer Geschwindigkeit entwickelte sich das einst trostlose Pudong in einen neuen Innenstadtbezirk und ein innovatives Finanzzentrum. Moderne Einrichtungen, Multifunktionali-tät und globale Orientierung ließen Pudong zu einem neuen Symbol der Stadt Shanghai werden. Der dritte Sprung wurde gemacht, als sich die Stadt am Beginn des 21. Jahrhunderts über den Jangtse und das Ostchinesische Meer in das Jangtse-Delta und in die ganze Welt ausbreitete. Nach Fertigstellung der Hangzhou-Brücke im Süden und der Shang-hai-Jangtse-Brücke im Norden sieht Shanghai seinen Plan einer Integration in das aufstrebende Delta und der Einflussnahme über ganz China hinweg in greifbarer Nähe. Wirtschaftliches Wachstum In den 30 Jahren seit Einführung der Reform- und Öffnungspolitik Chinas hat die aufstrebende internationale Metropole Shanghai immer die wichtige Vorreiterrolle übernommen, um der Entwicklung des Jangtse-Deltas und damit auch der Entwicklung des ganzen Landes Impulse zu verleihen. Obwohl Shanghai nur 0,06% der Landesfläche Chinas einnimmt und nur 1% aller Chinesen in Shanghai leben, trägt diese Stadt ein Achtel zum staatlichen Steueraufkommen bei. Als in den 1980ern Shanghai seine Industriestruktur neu organisierte, markierte dies einen Meilenstein hin zum Aufbau einer modernen internationalen Metropole. In den 1990ern bündelte die Stadt ihre Anstrengungen für die Neue Zone Pudong im Hinblick auf die Errichtung eines global ausgerichteten Zentrums für Wirtschaft, Finanzwesen, Handel und Verschiffung mit dem Ziel, auch im Jangtse-Delta sowie im ganzen Jangtse-Einzugsgebiet einen wirtschaftlichen Aufschwung auszulösen. Angezogen von den günstigen ökonomischen Rahmenbedingungen und einer vorteilhaften Investitionsumgebung, bestimmten multinationale Unternehmen Shanghai zu ihrer Regionalzentrale. Ende 2008 waren 224 Firmen hier beheimatet. Die Stadt beherbergt heute 689 Finanzinstitute, einschließlich 165 mit ausländischer Kapitalbeteiligung. Mit einem Umschlag von 582 Millionen Tonnen nimmt der Hafen von Shanghai nunmehr seit vier Jahren weltweit den ersten Platz ein. Die Forschungsausgaben Hegen mit 2,55% des BIP 1,03% höher als der Landesdurchschnitt. Shanghai hat nicht nur grundlegend sein eigenes städtisches Erscheinungsbild und seine allgemeine Funktionalität verbessert, sondern verstärkte auch seine Rolle als Vorbild und Ratgeber für benachbarte Städte und das gesamte Jangtse-Delta. Die Ausrichtung der Expo 2010 wird Shanghai sicherlich weitere neue Entwicklungschancen eröffnen. Die Weltausstellung wird der Dienstleistungsindustrie einen kräftigen Schub geben sowie eine goldene Gelegenheit für die industrielle Weiterentwicklung auf höherem Niveau bieten und damit der Stadt ein neues Gesicht verleihen und ihre allseitige Entwicklung fördern. Es wird davon ausgegangen, dass sich Shanghai bis 2020 zu einem globalen Finanzzentrum entwickeln, das Chinas ökonomische Stärke und die Bedeutung seiner Währung in vorbildlicher Weise widerspiegelt, und zudem einen internationalen Hafen mit der Fähigkeit zur Allokation globaler Frachtressourcen besitzen wird.
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