Shanghai - Parks
Direkt am Zusammenfluss des Huangpu und des Suzhou-Kanals befindet sich eine
Schöpfung aus britischer Kolonialzeit, der Huangpu-Park, dessen Untergrund
aus angeschwemmtem Schlamm und Schluff entstand, die sich um ein Schiffswrack
aufhäuften. Dort waren während der britischen Herrschaft Sikh-Soldaten
anzutreffen, die auf die Einhaltung der Regel, wonach Hunde und Chinesen
der Zutritt zum Park verboten war - es sei denn, es handelte sich um
Bedienstete in Begleitung ihrer Herrschaft - achteten.

Nach Protesten erging eine Änderung dieser Praxis, so dass "gut
gekleidete" Chinesen den Park betreten durften, sofern ihrem Antrag auf entsprechende Sondergenehmigung
stattgegeben wurde. Inzwischen steht im Park ein Denkmal für die "Volkshelden" und wird gern von den Einheimischen zum frühmorgendlichen Taijiquan besucht.
Unter dem Denkmal ist ein kleines Museum angesiedelt, das einen informativen
Abriss der Stadtgeschichte präsentiert.

Der Botanische Garten ist eine von üppig grünen Bäumen bestandene
und von Vögeln bevölkerte Oase abseits des Großstadtlärms. Unter den
mehr als 9.000 dort gedeihenden Pflanzen befinden sich zwei Granatapfelbäume,
die bereits im 18. Jahrhundert während der Herrschaft des Kaisers Qianlong
gepflanzt worden sein sollen und trotz ihres Alters noch heute Früchte
entwickeln. Interessant ist auch die Orchideensammlung, die mehr als
hundert verschiedene Arten umfasst. Im Frühjahr 1999 fand auf dem Gelände
die Weltausstellung für Pflanzen statt.
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