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Hakka Tulou Rundhäuser von YongdingEs gibt zwei Arten dieser Erdbauten, runde und quadratische. Die Rundhäuser von Yongding (chinesisch: 永定县) befinden sich im Süden des Verwaltungsbezirks Longyan (chinesisch: 龙岩市) in der Provinz Fujian (chinesisch: 福建). Ihre Geschichte geht weit in die Vergangenheit zurück, und sie sind einzigartig in China, aus Erde gebaut, sehr groß, aber äußerst kunstfertig. Berühmt ist Longyang durch die Fujian Hakka Tulou (chinesisch: 福建土楼).
Es gibt zwei Arten dieser Erdbauten, runde und quadratische. In Yongding gibt es 360 runde und 4000 quadratische Beispiele dieser Häuser. Die Rundhäuser findet man vor allem bei den Hakka, und sie bestehen normalerweise aus zwei bis drei konzentrisch angeordneten ringförmigen Häusern. Der äußere Ring ist drei bis vier Stockwerke hoch. Im ersten Stock befinden sich die Küche und die Eßräume, der zweite Stock dient als Lager, und im dritten und vierten Stock finden sich die Schlafräume. Der innere Ring ist zwei Stockwerke noch mit 30 bis 50 Zimmern, die normalerweise Gästen zur Verfügung stehen. Dazwischen erhebt sich die Ahnenhalle, die von allen Bewohnern - mehreren Hundert - für Hochzeiten, Begräbnisse und andere Festlichkeiten genutzt werden. Innerhalb dieser Rundbauten befinden sich Brunnen, Badehäuser und Getreidemühlen. Die runden Gebäude werden ausschließlich aus dem regionalen Lehm errichtet. Kein Zement oder andere Hilfsmittel sind nötig. Die Wände sind an der Basis drei Meter dick, breit genug für ein Auto, und die niedrigeren Mauern sind immer noch eineinhalb Meter breit, breit genug, daß man bequem darauf liegen könnte. Die Mauer verjüngt sich nach oben, doch oben ist sie nie schmaler als 90 Zentimeter. Im Inneren wird Holz verwendet, um die einzelnen Räume zu unterteilen, die von einem Gang abgehen, der durch das gesamte Rund des Hauses verläuft. Die Yongding Rundhäuser wurden hauptsächlich in der Ming Dynastie (1368-1644 n. Chr.) und der Qing Dynastie (1644-1911 n. Chr.) erbaut. Doch ihre Ursprünge gehen bis auf die frühe westliche Jin Dynastie (265-316 n. Chr.) zurück. Zu jener Zeit ungefähr siedelten sich die Hakka hier an, weil sie hier günstige Lebensbedingungen vorfanden, und sie entwickelten ihre Lehmhütten zu diesen wehrhaften Wohntürmen, wie wir sie heute bewundern können. Mit Beginn der mittleren Ming Dynastie wurden ihre Häuser größer. Sie sind enorm widerstandfähig. Weder Sturm noch Erdbeben noch marodierende Banditen konnten ihnen etwas anhaben. Und sie waren die Heimat ganzer Hakka-Sippen, die so unter einem Dach zusammen wohnten. So konnten sie gemeinsam allem Unbill von außen begegnen.
Von archaischen Zeiten bis in die 1940er Jahre dienten den Hakka diese Rundhäuser auch als Verteidigungsanlagen. Das Haupttor besteht aus 20 bis 30 Zentimeter dicken Holzstämmen. Die Außenseite ist mit Eisenplatten, verstärkt. Das Erdgeschoß und das erste Stockwerk haben keine Fenster, damit nicht etwaige Feinde dort eindringen können. Der Rundgang im Innern ist oft nicht mehr als einen Meter breit. Die Fenster in der Außenwand sorgen nicht nur für Licht und Belüftung, sie dienen auch der Verteidigung. Manche der Rundhäuser haben vorne und zu den Seiten Beobachtungsplattformen, so daß es möglich war, eine Gefahr schon aus der Ferne zu erkennen. Sie waren erdbeben- und feuersicher, schützten vor wilden Tieren und waren luftig. Zusätzlich waren die Außenringe durch Feuermauern in sechs, acht oder zehn Abschnitte gegliedert, um im Falle eines Brandes zu verhindern, daß die Flammen auf das ganze Haus übersprangen. Die runde Form begünstigte die Ventilation, so daß die Räume im Sommer angenehm kühl und im Winter behaglich warm waren. Das Rundhaus von Zhencheng liegt im Dorf Hongkeng der Gemeinde Hukeng und wurde im Jahr 1912 erbaut. Er nimmt eine Bodenfläche von 5 000 Quadratmetern ein. Er besteht aus zwei Ringen - dem Innenring und dem Außenring. Der Außenring hat drei Stockwerke, jedes Stockwerk verfügt über 48 Zimmer. Die Ahnenhalle ist wie eine Bühne. Vor der Bühne stehen vier sieben Meter hohe und zwei Meter dicke Steinsäulen. Links und rechts der Bühne erheben sich, den Innenring bildend, zweistöckige Gebäude mit 30 Zimmern. Über der Tür des Hauteingangs hängt ein Schild mit ein paar Schriftzeichen von Li Yuanhong (1864-1928), dem Staatspräsidenten der Republik China (1912-1949). Im April 1986 wurde ein Modell des Wohnturms von Zhencheng zusammen mit dem des Lamatempels in Peking und dem der Großen Mauer auf der internationalen Ausstellung für Architekturmodelle in Los Angeles gezeigt. China Reisen Hakka Tulou Rundhäuser von Yongding
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