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Der Kanas-See in XinjiangUrsprünglich war der Kanas-See ein Abschnitt des Kanas-Flusses. Tief im Altai-Gebirge (chinesisch: 阿尔泰山脉) in Xinjiang (chinesisch: 新疆), am Youyi-Gipfel (Friendshlp Peak) befindet sich ein mysteriöser Hochgebirgssee — der Kanas-See (chinesisch: 卡纳斯). Wenn man sich die Umrisse Chinas als einen Hahn vorstellt, dann liegt der See an der Spitze der Schwanzfeder.
Ursprünglich war der Kanas-See ein Abschnitt des Kanas-Flusses. Weil das Flussbett durch Gletscherbewegungen blockiert wurde, entstand der Kanas-See. Als der tiefste Frischwassersee Chinas liegt er in den riesigen Wäldern des Altai-Gebirges verborgen. In der wunderschönen und mysteriösen Region um den Kanas-See sind verschiedene Naturlandschaften zu sehen, darunter Gletscher, Flüsse, Seen, die benachbarten schneebedeckten Berge und dichte Wälder, in denen sich bunte Schmetterlinge und wilde Blumen finden. Die Wasserfarbe des Kanas-Sees ist stets veränderlich. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten und der Witterung zeigt sich die Oberfläche des Sees in verschiedenen Farben: Azur oder Dunkelblau., Tiefblau oder Aschgrau... Manchmal erscheint der See sogar bunt zu sein! Die Schattierungen der Farbe ändern sich häufig. Zu Recht trägt der Kanas-See seinen Namen „See der wechselnden Farben" erhalten. Früh morgens oder gegen Abend ist die Seenlandschaft noch geheimnisvoller. Im Augenblick vor dem Sonnenaufgang schweben dünne Wolken über dem See, die umliegenden Berge sind von Wolken und Nebeln dicht umhüllt. Außer der silbernen, ganz stillen Oberfläche des Sees unter der Wolkenschicht ist gar nichts zu erkennen. Da schweben plötzlich zwei Wasservögel über dem See, die das klare Wasser widerspiegelt. Es scheint, als flögen auf einmal vier Vögel durch die Luft. Gegen Abend wirkt die Seenlandschaft ganz anders. Im Gebiet um den Kanas-Sees sinken die Nachttemperaturen selbst im Juni bis unter 10°C. Auf halber Höhe der benachbarten Berge beginnt es da zu schneien. Die Wälder sind dort von einer frischen weißen Schneeschicht bedeckt, während auf dem See keine Schneeflocken zu sehen sind. Zu diesem Zeitpunkt wechselt die Farbe des Sees zu Schwarzgrün. Blauer Nebel steigt m der Abenddämmerung langsam auf und verschwindet im nächtlichen Dämmerlicht. Seit langem gibt es hier eine Sage über ein Ungeheuer, das sich im See verbirgt. Manch einer behauptet, in der Abend- oder Morgendämmerung ein Tier gesehen zu haben, das seinen Kopf aus dem Wasser herausstecke. Nach Schätzungen zu urteilen hat dieses Tier eine Körperlänge von über zehn Metern. Örtliche Hirten bestätigen die Erzählungen über das Seemonster. Sie sagen, dass ihre Pferde und Rinder aus dem See getrunken hätten und dabei spurlos verschwunden seien. Am Ufer gebe es viele Hufspuren. Der Boden am Ufer sei fest und nicht abschüssig, deshalb sei es unmöglich, dass ihre Haustiere hier ausrutschen und ins Wasser fallen. Seit vielen Jahren ist das Monster im Kanas-See ein Gegenstand der Wissenschaft. In den letzten Jahren haben mehrmals Expeditionsteams Untersuchungen vorgenommen, aber stets ergebnislos. Dabei hat man jedoch eine Art großer Fisch namens Dahongyu (roter großer Fisch) gefunden. Manche Wissenschaftler nehmen an, dass dies wahrscheinlich das „Seemonster" sei. Der wissenschaftliche Name dieses großen roten Fisches ist „Zheluogui" (Hucho taimen). Er ist ein Kalt- und Süßwasserfisch mit bräunlichem bis grauem Rücken, silbernen Seiten mit schwarzen kreuzförmigen Flecken und weißlichem Bauch. Er hat ein großes Maul. In der Paarungszeit ist die Farbe seines Bauchs und seiner Flossen rötlich. Man vermutet, dass dieser fleischfressende Fisch im Kanas-See lebt. Seine Körperlänge beträgt möglicherweise mehr als zehn Meter. Manche glauben, dass solche Raubfische mit großem Maul die Fähigkeit haben, Haustiere wie Pferd oder Rind ins Wasser zu ziehen und zu töten.
Bayanbulak: Schwanensee eingefasst von Schneebergen Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
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