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ChengshantouDie Jiaodong-Halbinsel erstreckt sich weit ins Meer, und das Chengshantou-Kap bildet ihre Spitze. Chengshantou (chinesisch: 成山头) ist berühmt für seine von drei Seiten von Wasser umgebenen erodierten Felsen und der wilden Brandung, sie an das Kap schlägt.
Das Chengshantou-Kap, das als "Chinas Kap der Guten Hoffnung" gilt, befindet sich in der Stadt Rongcheng in der Provinz Shandong (chinesisch: 山东). In alter Zeit wurde es als das "Ende des Himmels" bezeichnet. Östlich des Chengshantou-Kaps ertreckt sich ein grenzenloses Meer. Der Legende nach war Chengshantou die Heimat der Unsterblichen. Qin Shi Huang oder Shi Huang Di (erster Kaiser in der chinesischen Geschichte), der die Qin-Dynastie (221 — 207 v. Chr.) errichtete, kam nach der Vollendung der Vereinigung des Staates und der Gründung seiner Dynastie hierher, um Berg und Meer zu opfern und nach dem Lebenselixier zu suchen. Li Si, der Premierminister der Qin-Dynastie, hinterließ hier eine Widmung, die lautet: das "Ende des Himmels und das Osttor des Qin-Reiches". Da das Chengshantou-Kap der Ort auf dem chinesischen Festland ist, von dem aus man am frühesten den Sonnenaufgang beobachten kann und dabei die Sonne aus dem Meer steigen sieht, glaubten die Alten, dass das Meer der Wohnsitz des Sonnengottes sei. Im Jahre 94 v. Chr. reiste Liu Che, der Wudi-Kaiser (156—87 v. Chr.) der Han-Dynastie (206 v. Chr.—220 n. Chr.), hierher, um dem Sonnengott zu opfern und den Sonnenaufgang zu begrüßen. Darüber hinaus ließ er in Chengshantou einen Tempel für den Sonnengott erbauen. Das Chengshantou-Kap ist von drei Seiten von Wasser umschlossen. Es ist ein schmaler, langer, riesiger Block aus gelbem Stein, der mehr als 100 Meter über die Wasseroberfläche ragt und dabei wie ein riesiges Schiff aussieht, das gleich aus dem Hafen auslaufen wird. Von der vordersten Spitze des Steinblocks aus kann man einige ahlenförmige Steininseln sehen. Ihre Form und Farbe weisen jedoch darauf hin, dass es sich bei ihnen um Ausleger des Steinblocks handelt.
Das ganze Jahr hindurch wehen hier Winde der Stärke 5 bis 6. Die rollenden Wogen gehen hoch und klatschen an den Felsen. Bei stürmischer See und aufschäumenden Wellen segeln die Sturmvögel gewandt über dem smaragdenen Meer. Entweder ziehen sie geduldig ihre Kreise oder stürzen urplötzlich aus der Höhe herab auf die Oberfläche des Meeres. Das Warnschild am Fuß des riesigen Steinblocks weist Besucher darauf hin, dass die Wogen im Allgemeinen nur ein bis zwei Meter hoch schlagen, alle paar Minuten aber bis zu vier oder fünf Meter hoch werden. In diesem Fall verschlingen sie jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. In der Ferne wirkt das Meer ruhig. Die Sonne bricht durch weiße Wolken und wirft ihre goldenen Strahlen auf das grünblaue Meer, Auch die Berge sehen prächtig aus in der Buntheit ihrer Bäume und Blüten. Aber hinter diesem Bild des Friedens und der Harmonie bereiten sich Land und See darauf vor, ihre Kräfte erneut am Felsen von Chengshantou zu messen.
Bayanbulak: Schwanensee eingefasst von Schneebergen Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
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