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Chinas Provinzen - YunnanFläche: 390000 Quadratkilometer Yunnan ist die südwestliche Grenzprovinz Chinas und erhielt ihren Namen dadurch, dass sie sich südlich des Gebirges Yunling befindet. In der Periode der Streitenden Reiche (475 - 221 v.Chr.) existierte hier ein Reich mit dem Namen Dian. Außer den Han leben hier viele nationale Minderheiten, die Yi, Bai, Hani, Zhuang, Dai, Miao, Lisu, Hui, Lahu, Wa, Naxi, Yao, Tibeter, Jingpo, Blang, Achang, Nu, Pumi, Jino, Benglong, Mongolen und Drung. Die Angehörigen der nationalen Minderheiten machen ein Drittel der Bevölkerung der Provinz und ein Siebtel der nationalen Minderheiten des ganzen Landes aus. Yunnan grenzt an Vietnam, Laos und Myanmar. Verwaltungsgliederung und wichtige Städte 3 Städte auf Bezirksebene: Kunming, Qujing und Yuxi Topographie Die Provinz auf dem Yunnan-Guizhou-Plateau grenzt im Nordwesten an das Qinghai-Tibet-Plateau. Das Terrain fällt von Nordwesten nach Südosten ab, die Höhenunterschiede sind gewaltig. Topographisch lässt sich die Provinz in einen östlichen und einen westlichen Teil gliedern: 1. Das Plateau Ost-Yunnans: Dieses Plateau liegt östlich der Linie der Flüsse Yuanjiang und Lishejiang bis zur Stadt Jianchuan und dem Autonomen Kreis Lijiang. Seine Bodenoberfläche ähnelt derjenigen der Provinz Guizhou und wird zusammen mit jener Yunnan-Guizhou-Plateau genannt. Das Hochland besteht aus Kalkstein, wodurch Steinwälder, Höhlen und unterirdische Flüsse entstanden. Die Karstlandschaft ist berühmt für spektakuläre Szenerien, deren bekannteste der Lunan-Steinwald ist. Zwischen den Gebirgen liegen zahlreiche Becken, in denen Landwirtschaft betrieben wird. Yuanmou war die Heimat des Yuanmou-Menschen, der vor 1,7 Millionen Jahren lebte. 2. Das Gebiet West-Yunnans: Es besteht aus dem Gebirge Hengduanshan (von Ost nach West verlaufend) und den hohen Bergketten und tiefen Schluchten der Gebirge Gaoligongshan, Nushan und Yunling, die sich parallel zueinander von Nord nach Süd erstrecken. Die Berge sind bis zu 5000 Meter hoch, und dazwischen liegen Talebenen.
Die Bodenstruktur der Provinz ist sehr kompliziert, häufig kommt es zu Erdbeben. In der Provinz gibt es viele heiße Quellen, von denen die in Tengchong die bekannteste ist. Der Jinshajiang (Oberlauf des Yangtze) und der Nanpanjiang (Oberlauf des Perlflusses) sind die zwei größten Flüsse der Provinz. Die Hutiaoxia-Schlucht des Jinshajiang ist 16 Kilometer lang, 3000 Meter tief und nur 30 Meter eng mit reißendem Wasser. Die größten Flüsse in West-Yunnan, die ins Ausland fließen, sind der Lancangjiang, der Nujiang und der Yuanjiang. Ihre Flussläufe innerhalb Chinas weisen viele reißende Strecken auf. Die Seen sind hier meistens durch Bodenverwerfungen entstanden. Unter ihnen sind der Dianchi und der Erhai die größten. GeographieDie Provinz Yunnan liegt an der südwestlichen Landesgrenze China's. Sie umfaßt ein Territorium von 394 000 qkm und entspricht damit 4,1% der Gesamtfläche des Landes. Yunnan wird im Norden und Osten von Tibet, Sichuan, Guizhou und Guangxi umgegeben. Im Westen grenzt es an Burma, im Süden an Laos und im Südosten an Vietnam. Der Wendekreis des Krebses zieht durch den Südteil der Provinz Die Oberfläche der Provinz fällt von Norden nach Süden ab. Die durchschnittliche Erhebung der Provinz liegt bei 2000 m ¨¹.N.N. Der höchste Punkt, der Kagebu-Gipfel im Meili-Schneegebirge, ist 6740m hoch, der tiefste nur 76.4m. Berg- bzw. Hügelland macht über 90% der Provinz aus. Das Klima in Yunnan zeigt, wegen der Zusammenwirkung der Südost- und Südwest-Monsune bzw. dem Tibet-Hochplateau, eine Vielfalt die für Pflanzen und Tiere aus fast allen Klimazonen geeignet ist. Die Hauptstadt von Yunnan ist Kunming. Weitere wichtige Städten sind Dali, Baoshan, Jinghong und Qujing. BevölkerungYunnan ist die Provinz, die die deutlichste nationalen und kulturellen Unterschiede China's repräsentiert. In Yunnan leben 25 der 56 Nationalitäten China's. Von den über 42 Millionen Einwohnern sind 38% aus nationalen Minderheiten, mehr als in jeder anderen Provinz. 24 Nationen mit mehr als 8000 Menschen wie zum Beispiel die Yi, Bai, Hani, Zhuang, Dai, Miao, und Lisu leben in Yunnan. GeschichteDen archäologischen Entdeckungen nach wurde Yunnan bereits vor 1.7 Mio. Jahren von den Yuanmou-Menschen bewohnt. Im 3. Jh. v. Chr. Entstand in Yunnan das erste Königreich Dian. Yunnan stand seither wechselnd unter der Herrschaft von einheimischen Nationen und äusseren Mächten. Zur Zeit der Tang-Dynastie (618-907) schuf eine Thai-Minderheit in Yunnan das Reich Nanzhao. In 1254 wurde das lokales Königreich in Yunnan vom mongolischen Kublai Khan ausgelöscht. In der Ming- und Qing-Zeit war Yunnan wieder Teil des Territoriums der chinesischen Macht. In 1949 wurde Yunnan friedlich befreit. VerkehrIn Yunnan gibt es drei Haupteisenbahnlinien, nämlich zwischen Kunming und Chengdu (Sichuan), Guiyang (Guizhou) und Nanning (Guangxi). Die Eisenbahn durch die Grenzstadt Hekou führt nach Vietnam. Wegen seines vielgestaltigen Geländes spielen Straßen für den Verkehr in Yunnan eine bedeutende Rolle. Nach langem Bau wurde ein Straßennetz mit Kunming als Knotenpunk fertiggestellt. Von Kunming aus kann man auf Landstraßen jeden Teil der Provinz, die angrenzenden Provinzen und sogar die Nachbarländer Myanmar, Laos, Vietnam und Thailand erreichen. Yuannan ist reich an Flüssen. Der Mekong (in China: Lancang), der Rote Flu?in China: Yuanjiang) und der Salween (in China: Nujiang) fließen durch Yunnan. Sie sind aber wegen ihrer großen Falltiefe nur teilweise beschiffbar. Der Flughafen von Kunming verfügt über merhere Inlandsfluglinien. Internationnale Linien fliegen nach Bangkok, Rangun, Vientiane sowie Hongkong. Weitere Flughäfen hat es noch in Baoshan, Lijiang, Dali, Xishuangbanna, Mangshi, Simao etc. Landwirtschaft Die Anbaufläche der Provinz ist 2,87 Millionen Hektar groß. Die Hauptgetreidesorten sind Reis und Mais. An nächster Stelle stehen Weizen, Knollengewächse und Bohnen. Zu den Industriepflanzen zählen Raps, Erdnüsse, Tabak, Tee, Baumwolle, Zuckerrohr und Obst. Der Tabak aus Yunnan zeichnet sich durch hohe Qualität aus. Auch Tee aus Yunnan ist berühmt, vor allem sind dies die Teesorten "Puer", "Dianhong" und "Dianlü". Der Anbau von Zuckerrohr hat ebenfalls eine lange Tradition und ist bis heute bedeutend. Die tiefen und heißen Täler in Xishuangbanna eignen sich besonders zum Anbau von Gummibäumen, Schellackbäumen und Chinarinde-Bäumen sowie anderen tropischen Gewächsen. Die große Mannigfaltigkeit der Pflanzenwelt ist eine Besonderheit dieser Provinz. Es wachsen hier rund 15000 Arten von höherer Pflanzen, die meisten Arten des ganzen Landes, weshalb Yunnan auch als "Botanischer Garten Chinas" bezeichnet wird. Im Jahr 1999 wurde die Internationale Gartenschau in Kunming veranstaltet. In Yunnan gibt es auch seltene Tierarten der tropischen, der subtropischen und auch der kalten Zone. Industrie Mehr als 70 Arten von Bodenschätzen wurden in Yunnan entdeckt. Die Vorkommen an Phosphor, Blei, Zink, Zinn und Kupfer sind von großem Wert für das Land. Die Zinngrube Gejiu existiert schon seit langer Zeit und ist das größte Zentrum der Zinnförderung, so dass Gejiu den Namen "Stadt des Zinns" trägt. Kupfererzlager finden sich hauptsächlich im Gebiet Dongchuan, Blei und Zinklager in Huize und Phosphorvorkommen in Kunyang und Chengjiang. Bei Dali werden große Mengen von Marmor gebrochen. An erster Stelle im Industriespektrum steht die Buntmetall-Industrie, an zweiter Stelle stehen der Maschinenbau, die Tabak- und Teeverarbeitung sowie die Zuckerproduktion. 1998 belief sich das Bruttoinlandsprodukt auf 179 Milliarden Yuan. WirtschaftZusammen mit der Entwicklung China's steigt die Wirtschaft in Yunnan ständig an. In 2002 nahm das BIP mit 223,2 Mrd. RMB um 8,1% gegenüber dem Vorjahr zu. Der BIP pro Kopf betrug 5178 RMB und erreichte damit ein Wachstum von 6.9%. Die Wirtchaftsstruktur wird weiter geregelt. Industrie und der Dienstleistungssektor nehmen immer größere Anteile ein, in 2002 z.B. jeweils 42.% und 36.1%. Die wichtigen Wirtschaftszweige sind die Tabakindustrie, Arzneipflanzenverarbeitung, Bergbau und Tourismus. Der Grenzhandel mit seinen südostasiatischen Nachbarländern ist in Yuannan seit langem von großer Bedeutung. Sehenswürdigkeiten In Kunming die Parks Daguanlou (Turm der Schönen Aussicht), Longmen (Drachentor), die Tempelanlagen Qiongzhusi und Jindian (Goldene Halle), der Dianchi-See und das Grab des Komponisten Nie Er, dem die Nationalhymne zu verdanken ist. Der Steinwald im Kreis Lunan lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Die Bezirke Lijiang, Dali und Xishuangbanna sind für ihre Landschaft besonders berühmt. Die Provinzhauptstadt Kunming liegt am Nordrand des Sees Dianchi in der Mitte der Provinz und ist der Verkehrsknotenpunkt der Provinz. Das Klima hier ist mild, alle vier Jahreszeiten sind wie ein einziger Frühling, so dass Kunming denNamen "Frühlingstadt" erhielt. Der Dianchi und der Westberg bei Kunming sind berühmte Erholungsstätten. Da sich die Industrie schnell entwickelt, hat auch die Stadt Kunming Umweltprobleme. Kunming ist eine berühmte Universitätsstadt, wobei vor allem die Yunnan-Universität, die Kunminger Technische Hochschule und die Yunnan-Hochschule der Nationalitäten zu nennen sind. Die Stadt Gejiu ist die Hauptstadt des Autonomen Bezirks Hongke der Hani- und Miao-Nationalität. Sie hat 210000 Einwohner. Gejiu fördert seit langem Zinn und ist dadurch im ganzen Land bekannt. Yunnan erfreut sich großer Beliebheit bei Touristen. Das angenehme Klima, die faszinierende Landschaft und die einzigartigen Kulturen der verschiedenen Nationen ziehen jeden Besucher in ihren Bann. Lijiang-Altstadt Die Stadt Lijiang liegt an den südöstlichen Ausläufern des Himalaja, im Nordosten der Provinz und am Mittellauf des Jinsha-Flusses. Lijiang ist das Zentrum der Naxi-Minderheit, welche von tibetischen Nomaden abstammt, die seit dem zehnten Jahrhundert in dieser Gegend siedeln und ihre eigene Kultur pflegen. Die Altstadt von Lijiang ist von engen Kopfsteinpflastergassen und einem Netz an Kanälen durchzogen. Sie ist eine der am besten erhaltenen Altstädte China's. Seit 1997 ist sie in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die alten Häuser ruhen meist auf einem Steinfundament und Mauern aus weißgetünchten Lehmziegeln, haben Türen, Balkone und Fensterläden aus rotem Holz und typisch geschwungene Ziegeldächer. Viele der alten Steinbrücken sind jahrhunderte alt und haben einige Kriege wie Erdbeben überstanden.
15km von der Altstadt entfernt ist der 5596m hohe Yulong Xueshan (Jadedrachen-Schneeberg). Man kann den Berg bis zur Schneegrenze per Drahtseilbahn erklimmen. Dali Dali liegt auf 1900 m ¨¹.N.N. und heißt übersetzt "Weißer Marmor". Dali liegt am Erhai- See (40 km lang und bis über 7 km breit). In seiner Geschichte war Dali für lange Zeit das politische und kulturelle Zentrum der heutigen Provinz Yunnan und wichtiger Handelsplatz mit Waren aus dem heutigen Burma, Vietnam und Laos. Interessant sind die Altstadt und der Drei-Pagoden-Tempel. Der größte (69 m) der drei Bauten stammt aus der Zeit der Meng-Dynastie (469-930). Etliche Ortschaften reihen sich am Ufer des nahen Erhai Sees. Der 249 qkm große See liegt auf 1980 m Höhe und wird auf allen Seiten von hohen Bergen überragt. Die bunten Trachten der Bewohner und die Handwerkskunst geben einen Eindruck vom traditionellen Landleben. Xishuangbanna Xishuangbanna ist die weltweit einzige Oase am Wüstengürtel des nördlichen Wendekreises. Es ist von tropischen Regenwäldern und Tieren wie z.B. Elefanten, Wasserbüffeln, Pfauen, Affen und Vögeln gekennzeichnet. Es ist eine exotische Welt in Südchina, exotisch auch für Han-Chinesen. Die Kultur liegt zwischen Han-China und Südostasien, wie man sich durch die Bauart überzeugen kann. Nationale Minderheiten, vor allem Thai, haben in diesem tropischen Land ihr angenehmes Zuhause. Mehr über Yunnan siehe auch: Yunnan-Guide - online Reiseführer von Yunnan
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