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Chinas Provinzen - Uigurisches Autonomes Gebiet XinjiangFläche: 1,6 Mill. Quadratkilometer Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang wurde am 1. Oktober 1955 gegründet. Es befindet sich an der nordwestlichen Grenze Chinas, nimmt ein Sechstel der Gesamtfläche Chinas ein und ist somit flächenmäßig größer als alle anderen Provinzen oder autonomen Gebiete. Die größte Volksgruppe hier sind die Uiguren und die zweitgrößte die Han. Die uigurische Volksgruppe macht die Hälfte der gesamten Bevölkerung in Xijiang aus. Außerdem leben hier noch Kasachen, Mongolen, Hui, Xibo, Kirgisen, Usbeken, Tadschiken, Russen, Mandschuren, Dahuren und Tataren. Xinjiang grenzt Xinjiang an die Mongolische Republik, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan und Indien. Verwaltungsgliederung und wichtige Städte 2 Städte auf Bezirksebene: Ürümqi und Karamay Topographie Xinjiang besteht hauptsächlich aus zwei Becken, die zwischen drei Bergketten eingebettet liegen. 1. Das Tianshan: Im Durchschnitt 3000 - 5000 Meter hoch, besteht dieses Gebirgsland aus mehreren parallel in westöstlicher Richtung verlaufenden Bergketten und durchzieht den mittleren Teil von Xinjiang. Das Tianshan unterteilt Xinjiang in zwei Gebiete, die von Natur aus geographisch sehr verschieden sind, nämlich in Nord-Xinjiang und Süd-Xinjiang. Im Gebirgsland liegen viele Becken und Täler, die wichtige Agrar- und Viehzuchtgebiete sind. Die Gegend um das Hami- und das Turpan-Becken wird gewöhnlich Ost-Xinjiang genannt.
2. Das Altay: Dieses Gebirge liegt im Nord- und Nordostteil von Xinjiang und bildet die Grenze zwischen China und Russland und der Mongolischen Republik. 3. Im Südteil liegen die Gebirge Karakorum, Kunlun und Altun sowie das Pamir-Plateau. Das Kunlun ist vulkanisch aktiv, so dass es hier zahlreiche Heißwasserquellen gibt. 4. Das Junggar-Becken: Dieses Becken liegt zwischen dem Tianshan und dem Altay. Mitten im Becken befindet sich die Gurbantünggüt-Sandwüste. 5. Das Tarim-Becken: Es liegt südlich des Tianshan und nimmt mehr als die Hälfte von Xinjiang ein. In der Mitte des Beckens dehnt sich die Sandwüste Taklimakan aus. Sandwüsten bedecken etwa 22 % der Fläche Xinjiangs. Der höchste Gipfel in Xinjiang ist mit 8611 Metern der Qogir an der Grenze zwischen China und Pakistan. Damit ist er der zweithöchste Berg der Welt. Der tiefste Punkt ist der See Aydingkohl im Turpan-Becken, dessen Wasserspiegel 154,43 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Xinjiang ist zum größten Teil ein abflussloses Gebiet. Die Flüsse, gespeist von Schmelzwasser schneebedeckter Berge und von Gletschern, verschwinden entweder tief in den Wüsten oder münden in Salzseen. Nur der Ertix fließt in den Oz Zajsan und bildet den Oberlauf des Ob, der ins Nordpolarmeer mündet. Die Seen sind meistens salzig. Der bekannteste See ist der Lop Nur. Seine Größe ändert sich oft gewaltig. Klima Da sich Xinjiang in Zentralasien befindet, herrscht hier ein deutliches kontinentales Klima: Die Temperaturen wechseln stark und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind groß. Die Sonnenscheindauer ist sehr lang, die Niederschläge sind gering und die Verdunstung ist erheblich. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beläuft sich auf -4 °C - 8 °C in Nord-Ninjiang und in Süd-Xinjiang auf 7 °C - 14 °C. Die frostfreie Periode beträgt in Nord-Xinjiang 120 - 180 Tage und in Süd-Xinjiang 180 - 240 Tage. Das Tianshan stellt die klimatische Grenze dar: nördlich davon herrscht das gemäßigte kontinentale Trocken- und Halbtrockenklima und südlich davon das warmgemäßigte kontinentale Trockenklima. In weiten Gebieten Nord-Xinjiangs ist der durchschnittliche Jahresniederschlag 100 - 600 Millimeter, in Süd-Xinjiang jedoch ist es bei einem durchschnittlichen Niederschlag von nur 25 - 100 Millimetern sehr trocken. Landwirtschaft Die Oasen-Landwirtschaft lebt vom "Kann´er Jing", einem Kanalsystem, das unterirdisch angelegt ist, um die Verdunstung möglichst gering zu halten. Xinjiang verfügt über 3,128 Millionen Hektar Ackerland, auf dem vor allem Weizen, Mais, Reis und Sorghum angebaut werden. Neben dem Getreideanbau werden Baumwolle, Raps, Sesam und Zuckerrüben geerntet. Die Baumwollfelder finden sich vorwiegend in Süd-Xinjiang, Turpan und im Einzugsgebiet des Manas. Die langfaserige Baumwolle aus Xinjiang ist sehr begehrt. Auch die Produktion von Seidenkokons in Hotan und Shache ist von wirtschaftlicher Bedeutung. Das Klima ist besonders günstig für das Wachstum von Früchten und Melonen. Trauben aus Turpan und Hami-Melonen aus Shanshan sind geschätzte Spezialitäten. Xinjiang ist ferner eines der wichtigsten Viehzuchtgebiete Chinas, denn es verfügt über große Flächen von Weideland. Die Feinwoll-chafe aus Xinjiang und seine Ili-Pferde sind im ganzen Land bekannt. Die Gebirge Tianshan und Altay sind reich an Wäldern. Industrie Xinjiang hat auch reiche Bodenschätze, darunter Kohle, Erdöl, Eisen und Salz. In Altay werden Gold und andere Buntmetalle gefördert, und die Jade aus dem Kunlun-Gebirge ist seit alters her bekannt. Wichtige Industriezweige in Xinjiang sind der Kohlenbergbau, die Petrochemie, die Energiewirtschaft, die Hütten- und Chemieindustrie, die Lederverarbeitung, die Textilindustrie und die Zuckerproduktion. Und in der Wüste Taklimakan wird zunehmend Öl gefördert. Auch der Außenhandel hat sich entwickelt, insbesondere der mit Pakistan: 1982 wurden das ganze Jahr über beim Grenzübergang Kunjirap zu Pakistan nur 300 Personen registriert, nun liegt diese Zahl bei über 10000, und entsprechend angewachsen ist die Menge der im Grenzhandel mit Pakistan umgesetzten Waren. Verkehr Durch Xinjiang führen die Eisenbahnlinien Lanzhou - Xinjiang, Xinjiang - Kasachstan und Ürümqi - Kashi, die das ganze Autonome Gebiet von Ost nach West durchziehen. Mit der Eisenbahn kann man nicht nur viele Städte innerhalb des Gebiets erreichen, sondern auch andere Landesteile und über Kasachstan Europa. Das Straßennetz ist jetzt etwa 30000 Kilometer lang. Ende 2000 wurde die Autobahn Ürümchi - Kuytun fertiggestellt. Auf dem Luftweg erreicht man von Ürümqi aus die Städte Lanzhou, Xi´an, Beijing und Shanghai sowie innerhalb Xinjiangs die Städte Hami, Korla, Kuqa, Hotan, Kashi, Aksu, ining, Karamay, Fuyun und Altay. In Bezug auf Flugnetzdichte und Anzahl der Flüge steht Xinjiang in China an der Spitze. Die Schiffahrt ist in Xinjiang praktisch bedeutungslos, sie beschränkt sich saisonweise auf die Flüsse Ili und Artix. Sehenswürdigkeiten Die interessanten Stadtruinen Gaochang, 40 Kilometer südöstlich von Turpan, stammen teils noch aus der Han-Zeit. Das Museum von Turpan zeigt viele Grabbeigaben und Mumien. In Turpan ist auch die Emin-Pagode sehenswert. Die Grotten von Kizil im Kreis Kuqa stammen aus dem dritten Jahrhundert, ihre Fresken sind Beispiele der frühen buddhistischen Kunst. Zahlreiche archäologische Entdeckungen wurden in den Stadtruinen von Loulan bei Lop Nur gemacht. Ürümqi, die Hauptstadt des Autonomen Gebiets, ist die Endstation der Eisenbahnlinie Lanzhou - Xinjiang. Ursprünglich hieß die Stadt Dihua, 1953 wurde sie in Ürümqi umbenannt, das auf Mongolisch "Lieblicher Weideplatz" bedeutet. Kashi (Kashgar) in Südwest-Xinjiang ist eine Stadt mit einer tausendjährigen Geschichte. Einst eine wichtige Station an der "Seidenstraße" nach Mittelasien, ist Kashi heute das Zentrum der Wirtschaft und des Verkehrs in Süd-Xinjiang. Die Stadt Yining, bewohnt von Angehörigen mehrerer Nationalitäten, befindet sich in der Mitte des Ili-Tals. Neben der Verarbeitung von Wolle und Leder sind hier der Maschinenbau und die Energiewirtschaft von Bedeutung.
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