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Chinas Provinzen - ShaanxiFFläche: 190000 Quadratkilometer für Xi'An siehe auch: Xi'An (Details) Shaanxi war eine der Wiegen der chinesischen Nation. Hier haben dreizehn Dynastien ihre Hauptstadt gegründet, so dass es zahlreiche historische Denkmäler und antike Kulturgegenstände gibt. Verwaltungsgliederung und wichtige Städte 8 Städte auf Bezirksebene: Xi´an, Hanzhong, Xianyang, Baoji,
Weinan, Yulin, Tongchuan und Yan´an Topographie Die topographischen Unterschiede in der Provinz sind recht auffallend: Hochland im Norden, Ebene in der Mitte und Bergland im Süden. 1. Das Plateau von Nord-Shaanxi: Es umfasst den ganzen Norden der Provinz und bildet den mittleren Teil des Lößplateaus Chinas. Der Großteil des Plateaus ist mit einer dicken Lößschicht bedeckt. Hier ist der Pflanzenwuchs spärlich und der Boden stark erodiert; infolge der langjährigen Erosion durch Regen- und Flusswasser ist eine stark zerklüftete Lößlandschaft entstanden.
2. Die Guangzhong-Ebene: Sie wird von dem Fluß Weihe und seinen Nebenflüssen Jinghe und Luohe durchzogen. Die Ebene misst von Westen nach Osten 300 Kilometer und ist zwischen 30 und 80 Kilometer breit. Wegen ihrer fruchtbaren Erde, ihrer gut entwickelten Landwirtschaft, ihrer Bevölkerungsdichte und ihres ausgebauten Verkehrsnetzes ist sie eine wichtige Basis für die Industrie und Landwirtschaft in China geworden. 3. Das Bergland von Süd-Shaanxi: Es umfasst die Gebirgszüge Qinling und Dabashan sowie das Hanshui-Talgebiet zwischen ihnen. Das über 2000 Meter hohe Qinling ist die Hauptwasserscheide zwischen den Flussgebieten des Yangtze und des Gelben Flusses. Der Hauptgipfel Taibaishan ist 3767 Meter hoch. Der 1997 Meter hohe Huashan ist einer der "Fünf Heiligen Berge" Chinas. Das Gebirge Dabashan verläuft an den Randgebieten der Provinzen Shaanxi und Sichuan und stellt die Trennungslinie zwischen dem Hanzhong- und dem Sichuan-Becken dar. Im Hanshui-Talgebiet liegen Schluchten und Becken. Das Hanzhong-Becken ist ein wichtiges Landwirtschaftsgebiet. Der Gelbe Fluß fließt an der Grenze zwischen den Provinzen Shaanxi und Shanxi und bildete zahlreiche Täler und Schluchten. Seine Nebenflüsse Wudinghe, Yanhe, Luohe, Jinghe und Weihe durchziehen das Lößplateau und bringen Unmengen von Schlamm und Sand in den Gelben Fluß hinein. Der Hanshui, der längste Nebenfluß des Yangtze, entspringt im Südwesten Shaanxis, durchfließt das Qinba-Gebirgsland und strömt ostwärts nach Hubei, wo er in den Yangtze mündet. Klima Shaanxi hat kontinentales Monsunklima mit großen Unterschieden zwischen den Gebieten südlich und nördlich des Qinling-Gebirges. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt im Norden zwischen 7 °C und 12 °C, in der Guangzhong-Ebene bei 12 °C - 14 °C und im Süden bei 14 °C - 16 °C. Die absolute Niedrigsttemperatur war am 28. Dezember 1954 -32,7 °C in Yulin und die absolute Höchsttemperatur am 21. Juni 1966 42,8 °C bei Dali. Die Niederschlagsmenge wird von Norden nach Süden größer. In Nord-Shaanxi beträgt sie etwa 340 - 600 Millimeter, im Guangzhong-Gebiet 570 - 700 Millimeter und in Süd-Shaanxi 800 - 1210 Millimeter. In Nord-Shaanxi ist es im Winter und Frühling meist trocken. Sandstürme und Kältewellen sind hier keine Seltenheit. Landwirtschaft Die Provinz hat eine Anbaufläche von 3,393 Millionen Hektar. In Nord-Shaanxi wird vor allem Hirse angebaut. Neben dem Getreideanbau treibt man hier auch Viehzucht. 80 % der Ziegen und Schafe aus der Provinz liefert Nord-Shaanxi. Auf der Guanzhong-Ebene werden Weizen und Baumwolle in großer Menge angebaut. Im Hanzhong-Becken sieht man vor allem Reisfelder. Industrie In Shaanxi wird viel Kohle gefördert. Die Vorkommen konzentrieren sich nördlich des Weihe mit Tongchuan als Zentrum. Daneben gibt es noch Eisen, Mangan, Kupfer, Aluminium, Molybdän, Blei, Zink, Gold, Phosphor, Erdöl, Kalkstein, Graphit und Gips. Ankang ist eine alte "Goldstadt". In Yanchang befindet sich das erste Ölfeld Chinas. Die Städte Xi´an, Baoji, Xianyan und Tongchuan sind Industriezentren. Fast alle Industriezweige sind hier vertreten, wobei der Schwerpunkt auf dem Maschinenbau und der Textilindustrie liegt. 1998 betrug das Bruttoinlandsprodukt 138 Milliarden Yuan. Verkehr Wichtige Verkehrsadern sind die Bahnlinien Lanzhou - Lianyungang, Baoji - Yinchuan, Xi´an - Yan´an, Xi´an - Taiyuan, Baoji - Chengdu, Xianyang - Tongchuan, Yangpingguan - Ankang und Xiangfan - Chongqing. Das Straßennetz ist etwa 40000 Kilometer lang. Darunter gibt es die Autobahnen Xi´an - Baoji und Xi´an - Weinan sowie die Nationalstraßen N312 nach Henan und Gansu, N210 nach Chongqing und der Inneren Mongolei, N310 nach Henan und Gansu, N108 nach Sichuan, N307 nach Ningxia und Shanxi sowie die N211 nach Gansu und Ningxia. Die Binnenschiffahrt spielt in Süd-Shaanxi eine gewisse Rolle. Ab Hanzhong ist der Hanshui schiffbar. Auf dem Luftweg erreicht man von Xi´an aus praktisch alle großen Städte Chinas. Sehenswürdigkeiten In der Provinz Shaanxi gibt es eine Fülle von Sehenswürdigkeiten. Besonders zu nennen sind die Terrakotta-Armee beim Grab des ersten chinesischen Kaisers im Kreis Lintong und die Stadtmauer von Xi´an. Daneben zählen in Xi´an die Große und die Kleine Wildganspagode, der Stelenwald, die Moschee und das Banpo-Dorf aus der Steinzeit zu den vielbesuchten Stätten. Da Xi´an lange Zeit Chinas Hauptstadt war, gibt es in der Provinz auch mehrere Kaisergräber aus der Han- und der Tang-Dynastie, die mit Steinfiguren versehen sind. Die Provinzhauptstadt Xi´an befindet sich am südlichen Ufer des Weihe in der Mitte der Guanzhong-Ebene. In alten Zeiten Chang´an genannt, war Xi´an über 1000 Jahre lang die Hauptstadt von mehr als zehn Dynastien wie der Westlichen Zhou (ca. 11. Jh. - 770 v. Chr.), der Qin (221 - 207 v. Chr.), der Westlichen Han (206 v. Chr. - 24), der Sui (581 - 618) und der Tang (618 - 907). Als Chinas einstige Hauptstadt mit der längsten Geschichte ist Xi´an reich an sehenswerten Altertümern wie dem Mausoleum von Qinshihuang, dem ersten Kaiser Chinas, dem Stelenwald und den zwei Wildganspagoden. Xi´an ist aber auch eine Industriestadt und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Zentralchina. Die Stadt ist heute mit Umweltproblemen konfrontiert, die die Modernisierung mit sich gebracht haben. Da die Wasserquellen in der Stadt erschöpft sind, muß das Trinkwasser von außen zugeführt werden. Die Stadt Baoji auf der Weihe-Ebene ist die zweitgrößte Industriestadt Shaanxis. Die vorherrschenden Wirtschaftszweige sind hier der Maschinenbau, die Textilindustrie, die Hüttenindustrie, die Lebensmittelindustrie und die Papierherstellung.
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