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Chinas Provinzen - Autonomes Gebiet Ningxia der Hui-NationalitätFläche: 66000 Quadratkilometer Das Autonome Gebiet Ningxia der Hui-Nationalität liegt am Mittellauf des Gelben flusses im Nordwesten Chinas. Hier wohnen Hui, Mongolen, Tibeter, Mandschuren und Han. Da Ningxia schon immer ein strategisch wichtiger Durchgang zwischen Ost- und Westchina war, wurde dieses Gebiet in der Zeit der Dynastien schwer bewacht, was die überall vorhandenen Überreste der Großen Mauer zeigen. Verwaltungsgliederung und wichtige Städte 3 Städte auf Bezirksebene: Yinchuan, Wuzhong und Shizuishan
Topographie Das ganze Gebiet lässt sich in zwei geographische Teile einteilen. 1. Der Südteil ist ein Teil des Lößplateaus mit dem Liupanshan als hauptsächlichem Gebirgszug und liegt im allgemeinen 2000 Meter hoch. 2. Der Nordteil ist die 17000 Quadratkilometer große und 1000 - 1200 Meter hohe Ningxia-Ebene, auch Yinchuan-Ebene genannt, die durch Ablagerungen des Gelben Flusses gebildet wurde und durch deren Mitte der Gelbe Fluß fließt. An der nordwestlichen Grenze zwischen Ningxia und der Inneren Mongolei verläuft das 200 Kilometer lange, 15 bis 50 Kilometer breite und über 2000 Meter hohe Helan-Gebirge, das das Vorrücken der Treibsandwüste und der kalten Winde im Winter einigermaßen behindert. Hier ist das bedeutendste Landwirtschaftsgebiet von Ningxia.
Alle Flüsse der Provinz gehören zum Wassersystem des Gelben Flusses. Die größten sind der Qingshuihe, der Kushuihe, der Huluhe und der Rushuihe. Am westlichen Ufer des Gelben Flusses wurden auf der Ebene zahlreiche Be- und Entwässerungskanäle angelegt, die wichtige Wasserquellen für die Landwirtschaft darstellen. Klima Ningxia besitzt ein ausgeprägtes Kontinentalklima. Beeinflusst durch den Höhenunterschied ist es hier im Süden kalt und im Norden warm. Die durchschnittliche Jahrestemperatur schwankt zwischen 5 °C und 10 °C. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt 200 - 700 Millimeter, wobei er im Süden größer als im Norden ist. Die frostfreie Periode beträgt zwischen 100 - 162 Tage. Landwirtschaft Die Provinz verfügt über eine Ackerbaufläche von 807200 Hektar, die sich konzentriert in der Ningxia-Ebene an den Ufern des Gelben Flusses befindet. Im Jahre 1967 wurde das großangelegte Qingtongxia-Schlüsselprojekt am Gelben Fluß fertiggestellt, das der Bewässerung, der Stromerzeugung und dem Hochwasserschutz dient. Angebaut werden in Ningxia insbesondere Weizen, Wasserreis, Hirse und Mais. Auf dem weit ausgedehnten Weideland wird Viehzucht betrieben. Pelze aus dem Fell der hier gezüchteten Schafe sind weich und geschmeidig, ihre Wolle ist von guter Qualität. Diese Erzeugnisse sind im In- und Ausland sehr gefragt. Industrie Die Kohlevorkommen sind reichlich. Zu den Bodenschätzen zählen noch Phosphor, Salz, Eisen und Erdöl. Die Industrie hat sich in den letzten 40 Jahren aus dem Nichts entwickelt. Die wichtigsten Zweige sind der Maschinenbau, die Hüttenindustrie, die Energiewirtschaft, die Chemieindustrie, die Petrochemie und die Elektrotechnik. 1998 belief sich das Bruttoinlandsprodukt auf 23 Milliarden Yuan. Verkehr Die Eisenbahnlinien Baotou - Lanzhou, Yinchuan - Baoji und Beijing - Ürümqi durchziehen dieses Gebiet. Ein Landstraßennetz mit Yinchuan als Mittelpunkt verbindet alle Kreise und Städte sowie die Nationalstraßen N109, N110, N307, N211, N309 und N312. Der Gelbe Fluß ist in der Provinz schiffbar. Sehenswürdigkeiten In der nördlichen Vorstadt von Yinchuan erhebt sich die Pagode Haibaota, die aus dem fünften Jahrhundert stammt. In der Vorstadt von Qingtongxia reihen sich an einem Berghang am Gelben Fluß angelehnt 108 Pagoden aus der Yuan-Dynastie. In den Kreisen Xiji, Guyuan und Chengyang sieht man noch Reste der Großen Mauer, die 300 Jahre vor Christus angelegt wurde. In den Kreisen Lingwu und Yanchi erstreckt sich 190 Kilometer die Große Mauer aus der Ming-Zeit. Yinchuan, die Hauptstadt des Autonomen Gebietes, liegt im Zentrum der Yinchuan-Ebene westlich des Gelben Flusses. Es war die Hauptstadt des Reiches Xixia und verfügt daher über eine Menge von Sehenswürdigkeiten. Die Stadt Shizuishan befindet sich im Norden des Autonomen Gebietes und entwickelt sich ebenfalls zu einer Industriestadt. Von jeher ist diese an Kohle reiche Stadt eines der Umschlagzentren für Ackerbau- und Viehzuchtprodukte aus der Inneren Mongolei und Ningxia.
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