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Chinas Provinzen - Sonderverwaltungszone MacaoFläche: 23,5 Quadratkilometer Macao ist von "Ma Kok" abgeleitet, dem Namen eines berühmten Tempels aus dem 14. Jahrhundert. Bereits vor 6000 Jahren lebten Vorfahren der Chinesen in Macao. Es wurde farbige Keramik aus dieser Zeit entdeckt, die mit der Kultur im Einzugsgebiet des Yangtze verwandelt ist. In der Qin-Dynastie (221 - 206 v. Chr.) wurde Macao mit den angrenzenden Gebieten offiziell Teil Chinas und unterstand dem Kreis Fanyu der Präfektur Nanhai. 1553 kamen Portugiesen nach Macao und ließen sich unter der Herrschaft der chinesischen Regierung nieder. Sie zahlten jährlich der Kreisregierung Xiangshan eine Pacht von 500 Silbertael für das beanspruchte Grundstück. Nach dem Opiumkrieg im Jahr 1842 nutzte Portugal die Schwäche Chinas aus und änderte seine respektvolle Haltung gegenüber der Qing-Regierung. Die Portugiesen verfolgten eine Expansionspolitik, indem sie die chinesischen Behörden vertrieben und einseitig Macao zum Teil einer Überseeprovinz Portugals erklärten. Nach und nach besetzten sie die ganze Halbinsel Macao und die Inseln Taipa und Coloane. Macaos Boden besteht aus Granitstein. Die Oberfläche ist hügelig. Die höchste Erhebung liegt mit 174 Metern auf der Insel Coloane. An der Südküste dieser Insel gibt es schöne Badestrände.
Geographie und Klima Das Gebiet Macao besteht aus der Halbinsel gleichen Namens sowie den beiden ihr südlich vorgelagerten Inseln Taipa und Coloane. Die drei Teile sind durch die Macao-Taipa-Brücke und die Coloane-Taipa-Straße miteinander verbunden. Macao liegt südlich des Wendekreises des Krebses und besitzt daher ein niederschlagsreiches, tropisches Klima. Die besten Besuchszeiten sind von Mitte Oktober bis Dezember. GeschichteUrsprünglich war Macao eine kleine Insel mitten im Meer. Der vom Perl-Flu?abgelagerte Sand schuf eine breite Nehrung zwischen Zhuhai und Macao und so entstand eine Halbinsel. In den Dünen auf Coloane entdeckte Kulturgegenstände sind Beweis dafür, da?schon vor 5000 Jahren auf dieser Insel Chinesen lebten. 221 v. Chr. wurde China vereint und Macao wurde offiziell in das chinesische Territorium aufgenommen. Es unterstand dem Kreis Fanyu, Präfektur Nanhai. In der Ming-Zeit kamen zwischen 1465 und 1488 viele Fischer aus Fujian und Guangdong auf die Insel. Sie glaubten an A-Ma und haben dort viele A-Ma Tempel gebaut. Im Jahr 1535 wurde der Hafen von Macao geöffnet und Ausländer durften auf dem Meer in der Nähe von Macao mit China Handel treiben. 1553 wurden die lokalen Beamten von Portugiesen bestochen und ihre Forderungen an Land gehen zu dürfen, wurden genehmigt. Seitdem wurden sie dort ansässig und vergrößerten allmählich ihren Lebensraum. Auf Macao herrschte zwar die portugiesische Verwaltung, aber die Qing-Regierung behielt ihre Souveränität über Macao. Die Niederlage der Qing-Regierung im ersten Opiumkrieg von 1840 wurde von der portugiesischen Regierung genutzt um Anspruch auf chinesisches Hoheitsgebiet zu stellen. Nach eindeutiger Ablehnung dieses Anspruchs durch die Qing-Regierung griffen die Portugiesen zu Gewalt und vertrieben die chinesischen Beamten. 1851 wurden Taipa und 1864 Coloane von ihnen erobert. Macao wurde ein Umschlagplatz für den Export von chinesischen Arbeitskräften, größtenteils nach Amerika und Ozeanien. Später lebten, mit Unterstützung der portugiesischen Regierung, viele Glücksspielsalons in Macao auf. Am 20. Dezember 1999 wurde Macao vertragsgemäss an China zurückgegeben. WirtschaftDie Belebung Macaos in den letzten zwanzig Jahren ist von der Unterstützung des Festlandes nicht zu trennen. Das Festland hat nicht nur Rohstoffe, Arbeitskräfte und Agrarprodukte, sondern auch Kapital und Technologie nach Macao ausgef¨¹hrt. Nach der Übergabe hat Macao sicher eine bessere Perspektive für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Festland zu erwarten. Macao ist bekannt für seine Glücksspiele und wird als das "orientalische Monte Carlo" bezeichnet. Unzählige Chinesen und Touristen besuchen die Casinos um zu spielen und zu pokern. Es nimmt zugleich eine Brückenfunktion zwischen dem Festland und Taiwan wahr. Jedes Jahr beträgt die Zahl der Fahrgäste vom Festland über Macao nach Taiwan und umgekehrt über eine Millionen. KulturEin "Museum" für chinesische und ausländische Kulturen. Die Kultur von Macao ist geprägt von Offenheit, Kompatibilität und Pluralität. Wegen seiner geographischen Lage und speziellen Gegebenheiten der Geschichte wird Macao seit alters her als Brücke zwischen chinesischen und ausländischen Kulturen dargestellt. In der Ming- und Qing-Zeit wurde die alte orientalische Zivilisation über Macao nach Europa verbreitet und die abendländische Zivilisation kam über Macao ins chinesische Binnenland. Die großen chinesischen Denker und Politiker wie Sun Yat-sen, Kang Youwei und Liang Qichao kamen nach Macao, um die westliche Kultur zu erforschen; berühmte Ausländer wie Matteo Ricci, Adam Schall von Bell, Thomas Pereira und Joseph Castiglione kamen über Macao nach China. Seit 400 Jahren dominiert in Macao die chinesische traditionelle Kultur, aber auch die westliche Kultur hat hier ihren Platz. Als "Museum" für chinesische und ausländische Kulturen präsentiert sich Macao nach vielen Seiten hin; auch bei Religionen, Sprachen, Rassen, Sitten und Gebräuchen, Bauten und Gastronomie. Hinsichtlich der Religionen findet man dort noch viele religiöse Rituale und Feierlichkeiten, die im chinesischen Binnenland längst verlorengegangen sind. Die meisten Bewohner Macaos glauben an A-Ma und Guanyin-Bodisattva, verehren aber auch den göttlichen Guan Yu, den Herd-Gott und vor allem den Gott des Reichtums. Der Katholizismus existiert in Macao seit über 400 Jahren. Das im 16. Jahrhundert eingerichtete Madre de Deus-Kolleg war in der Kathedrale São Paulo. Es war die erste westliche Hochschule in Fernost und die Kathedrale São Paulo war damals das erste und größte Missionszentrum in Asien. Gegenwärtig gibt es 54 christliche Kirchen. Am Hochzeitstag tragen viele Brautpaare zuerst traditionelle chinesische Kleidung, beten zum Himmelsgott, zum Erdgott und zu den Vorfahren, dann ziehen sie sich westliche Tracht an und werden vom Priester getraut. An Fest- und Feiertagen begehen die Bewohner Macao's das Frühlingsfest, das Drachenbootfest, das Mondfest und das Totenfest, aber auch das Weihnachtsfest und Ostern. Außerdem sind in Macao ¨¹berall traditionelle chinesische Wohnhäuser und Tempel sowie europäische Gebäude und Kirchen zu sehen. In Macao kann man sowohl typisches chinesisches als auch europäisches Essen genießen. Wirtschaft Die Wirtschaft von Macao stützt sich vorwiegend auf Spielkasinos, Warenbearbeitung, Bau- und Immobiliengeschäfte sowie Finanzservice. Die Erträge aus den Spielkasinos sind für Macao sehr wichtig. Etwa ein Drittel der Arbeitsstellen steht damit in Zusammenhang und 40,24 % des Bruttoinlandsprodukts ist dieser Branche zu verdanken. Macaos Wirtschaft profitierte von der Einführung der Reform und Öffnung Chinas seit Anfang der 80er Jahre. Im Jahr 1982 betrug das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt in Macao nur 2800 US-Dollar, während es im Jahr 1996 bei 17000 US-Dollar lag. Macao ist auch ein beliebtes Reiseziel. Im Jahr 1996 wurden 8,15 Millionen Touristen in Macao registriert. Macao ist mit 6366 Projekten einer der größten Investor auf dem chinesischen Festland. Die vereinbarten Investitionen belaufen sich auf über 10 Milliarden US-Dollar. Verkehr Die Inseln Taipa und Coloane sind durch einen langen Damm verbunden und die Insel Taipa mit Macao mit einer drei Kilometer langen Brücke. Zwischen Hong Kong und Macao verkehren täglich Tragflügelboote. Seit 1995 kann man Macao auch mit dem Flugzeug direkt erreichen, nachdem im Meer ein 1,47 Quadratkilometer großer Flughafen aufgeschüttet wurde. Die Luftflotte von Macao besteht aus sechs Flugzeugen, die u.a. Beijing, Shanghai, Wuhan, Taipei, Kaohsiung, Bangkok und Manila anfliegen. Sehenswürdigkeiten Macao ist eine Stadt mit fernöstlicher und europäischer Prägung. Es gibt alte chinesische Tempel und barocke Kirchen, viele historische Plätze zeugen von asiatischer und westlicher Geschichte und Baukunst. Gegensätzliches existiert hier harmonisch nebeneinander. Der A-Ma-Tempel ist mit einer Geschichte von über 500 Jahren der älteste Baukomplex Macaos. Die Basilika Sao Paulo war das größte Bauwerk des Christentums im Fernen Osten. Erhalten sind nur die prächtige Fassade und der breite Treppenaufgang. In Macao gab es mehrere Forts. Das erhaltene Monte Fort aus dem Jahr 1616 sieht aus wie eine europäische Festung. Macao - Geschichte, Tradition und Spielerparadies
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