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Chinas Provinzen - JiangxiFläche: 160000 Quadratkilometer Jiangxi befindet sich im Südosten Chinas, am Südufer des Mittellaufs des Changjiang. Verwaltungsgliederung und wichtige Städte 7 Städte auf Bezirksebene: Nanchang,
jingdezhen, Jiujiang, Yingtan, Pingxiang, Xinyu und Jinggangshan Topographie Jiangxi fällt von Süden nach Norden ab. Es ist umgeben von Bergland und Hügeln. Die ganze Provinz sieht wie ein Becken aus, der Boden fällt allmählich zum Poyanghu hin ab. Bergland und Hügel machen über 60 % der gesamten Fläche aus. Die Bergketten sind nicht sehr hoch und haben zahlreiche natürliche Durchgänge, die die Verbindung mit den Nachbarprovinzen erleichtern. Im Westen befinden sich die Gebirge Mufushan, Jiulingshan, Wugongshang und Wanyangshan, im Süden Dayuling und Jiulianshan, im Osten Huaiyushan und Wuyishan und im Norden Lushan.
Im Mittelteil und Süden liegen Hügel aus rotem Gestein, Becken und Schluchten, wobei das Ji´an-Becken in der Mitte und das Süd-Jiangxi-Becken wichtige Landwirtschaftsgebiete sind. Im Norden liegt die Poyang-Hu-Ebene, ein Teil der Ebene am Mittel- und Unterlauf des Changjiang. Sie ist fruchtbar, von zahlreichen Flüssen durchzogen, dicht bevölkert und als "Kornkammer südlich des Changjiang" bekannt. Das Lushan ragt am Ufer des Poyanghu empor, sein Hauptgipfel ist 1474 Meter hoch. Das ist eine berühmte Landschaft und eine schöne Gegend für Touristen. Über die Hälfte der Fläche gehört zum Stromgebiet Ganjiang mit einer Länge von 744 Kilometern, dessen Quelle aus dem Bergland im Südosten stammt und Gongshui heißt. Mit Ganjiang sind Xiu Shui, Fuhe, Xinjiang und Pojiang die fünf größten Flüsse der Provinz. Die Wassermenge variiert sich saisonmäßig so stark, dass manchmal die Schiffahrt in Trockenzeit beeinträchtigt wird. Der Poyanghu gilt mit einer Fläche von 3583 Quadratkilometern als der größte Süßwassersee Chinas, dessen Größe sich jedoch zeitweise stark ändert. Klima Jiangxi gehört mit seinem warmen und feuchten Klima zur subtropischen Zone. Die durchschnittliche Temperatur im Jahr beträgt 16 °C - 20 °C, von Norden nach Süden zunehmend, wobei sie im Januar 3 °C - 9 °C und im Juli 27 °C - 31 °C beträgt. Die absolute Niedrigsttemperatur war 16,8 °C, gemessen am 5. Januar 1970 in Lushan, und die absolute Höchsttemperatur 44,9 °C, gemessen am 15. August 1950 in Xiushui. Die frostfreie Periode beträgt 240 - 300 Tage. Nanchang zählt zu den Gebieten Chinas mit den höchsten Sommertemperaturen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr beträgt 1200 - 1900 Millimeter. Sie konzentriert sich zur Hälfte zwischen dem April und Juni. Es kommt öfters zu Herbstdürre. Da die Provinz topographisch im Norden offen ist, brechen Kältewellen im Winter leicht herein und fügen Mandarinen- und Teeplantagen Schäden zu. Landwirtschaft Jiangxi hat eine Fläche von 2,4 Millionen Hektar Ackerland, auf der mit 80 % der Getreide-Anbaufläche vorwiegend Wasserreis angebaut ist. Die Poyang-Hu-Ebene ist das wichtigste Anbaugebiet für Wasserreis. Daneben sind Baumwolle, Raps, Jute, Zuckerrohr, Tee, Ölkamelie und Obst produziert. Die süßen Mandarinen aus Nanfeng sind wohlbekannt. In den gebirgigen Randgebieten liegen große Wälder und Bambushaine. Der Poyanghu bringt gute Fischfangerträge. Industrie Jiangxi ist reich an Bodenschätzen. Das Wolfram aus Süd-Jiangxi ist weltbekannt. Im Nordwesten finden sich große Kupferreserven, davon ist das Vorkommen bei Dexing am bekanntesten. Die Kohlereserven in Pingxiang, Gao´an, Fengcheng, Leping sind auch sehr wichtig. Daneben finden sich hier Eisen, Blei, Zink, Gips und Steinsalz. Zu Industriezweigen gibt es u.a. Bergbau, Buntmetallindustrie, Energiewirtschaft, Maschinenbau, Textil- und Nahrungsmittelindustrie. Die Porzellanindustrie in Jingdezhen hat eine lange Tradition, ihre Produkte finden sowohl im Inland als auch in der ganzen Welt Absatz. Im Jahr 1998 betrug das Bruttoinlandsprodukt der Provinz 185 Milliarden Yuan. Verkehr Die Eisenbahnlinien Beijing - Kowloon, Zhejiang - Jiangxi, Yingtan - Xiamen und Xiangtang - Jiujiang, die Hauptlandstraßen, der Hauptlauf des Ganjiang und die Wasserläufe im Einzugsgebiet des Poyanghu bilden das Rückgrat im Transportwesen von Jiangxi. Mit Nanchang als Zentrum erreicht man per Flugzeuge Beijing, Shanghai, Hangzhou, Changsa, Guangzhou und Kunming. Sehenswürdigkeiten Die Tempel Puxiansi und Shengjintasi in Nanchang und der Berg Lushan. Die Provinzhauptstat Nanchang hat eine Fläche von 291 Quadratkilometern und ist im Norden der Provinz am Unterlauf des Ganjiang gelegen. Im begrenzten Stadtgebiet lebt eine Bevölkerung von 1,13 Millionen Einwohner. Zu wichtigen Industriezweigen gehören u.a. Eisen- und Stahlproduktion, Elektronik, Textilindustrie und Porzellanherstellung. Jiujiang, eine bedeutende Hafenstadt am Mittellauf des Changjiang, ist eine wichtige Stadt im Norden der Provinz. Der Lushan-Berg, der zum Großraum Jiujiangs gehört, ist ein bekannter Sommerkurort Chinas. Die Stadt Jingdezhen ligt im Nordosten der Provinz. Sie hat eine Geschichte von 1600 Jahren und ist wegen ihrer Porzellanwaren als "Porzellan-Metropole" bekannt.
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