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Chinas Provinzen - AnhuiFläche: 130000 Quadratkilometer Anhui findet sich in Ostchina an den beiden Seiten des Mittel- und Unterlaufes des Changjiang und Huaihe. Der Provinzname ist zusammengesetzt aus den ersten Schriftzeichen der beiden Städte Anqing und Huizhou. Verwaltungsgliederung und wichtige Städte 14 Städte auf Bezirksebene: Hefei, Huainan, Huaibei, Fuyang, Chuzhou,
Ma´anshan, Wuhu, Tongling, Huangshan, Chaohu, Liu´an, Anqing und Bengbu
Topographie Hauptsächlich aus Ebenen und niedrigem Berg- und Hügelland bestehend. Lässt sich die ganze Provinz von Norden nach Süden in folgende vier Gebiete einteilen: 1. Die Huaibei-Ebene: Sie ist eine Schwemmland an den Ufern des Huaihe und bildet einen Teil der Nordchinesischen Ebene. Dort konzentriert sich die Hälfte des bewirtschafteten Bodens der Provinz. 2. Das niedrige Berg- und Hügelland von Jianghuai: Es ist zwischen der Huaibei-Ebene und der Ebene von Zentral-Anhui gelegen und bildet die Wasserscheide zwischen dem Huaihe und dem Changjiang. Der Westen liegt hoch und der Osten niedrig. Der westliche Teil ist das Gebiet des Dabieshan mit dem Huoshan als seinem östlichen Anschluß. 3. Ebene von Zentral-Anhui: Sie umfasst die Ebenen längs des Changjiang und die Ebenen im Einzugsgebiet des Chaohu und bildet einen Teil der Ebene am Mittel- und Unterlauf des Changjiang, als Heimat von Fisch und Reis bekannt. 4. Das Hügelland von Süd-Anhui: Es liegt südlich der am Changjiang gelegenen Ebene. Ein bekanntes Reiseziel ist dort das der Huangshan, dessen Hauptgipfel 1841 Meter emporragt. Die Bergketten Juihuashan und Tianmushan sind seine Ausläufer: Die Flüsse der Provinz gehören vor allem zu Wassersystemen von Changjiang und Huaihe, deren Einzugsgebiet in der Provinz je etwa 47 % der Gesamtfläche der Provinz ausmacht. Nebenflüsse des Changjiang sind der Wanhe, Quipuhe, Yuncaohe, Qingyihe und Chuhe. Die wichtigsten Nebenflüsse des Huaihe sind der Yinghe, Xifeihe, Guohe, Kuaihe und Pihe. Huaihe kann im Winter einen halben Monat zugefroren werden. Südlich davon sind alle Flüsse Chinas eisfrei. Von den zahlreichen Seen ist der Chaohu der größte. Geographie und Klima Die Provinz Anhui befindet sich im Binnenland Ostchina's. Sie umfaßt ein Gebiet von über 130.000 qkm. Die beiden Flüsse Huaihe und Yangtze teilen es von Nordosten nach Südwesten in drei Teile. Nördlich des Huaihe ist die Huaibei-Ebene. Zwischen den beiden Flüssen ist das Hügelland von Jianghuai. Das Gebirge Dabieshan bildet die westliche Grenze zu den Provinzen Henan und Hubei. Im Süden Anhuis liegen der Huangshan (Gelber Berg) und der Jiuhuashan. Der letztere ist einer der vier heilligen, buddhistischen Berge China's. Das Klima in den drei Teilen unterscheidet sich wegen des vielgestaltigen Geländes stark voneinander. In der Huaibei-Ebene im Norden ist es sonnig und trocken. Der Jahresniederschlag beträgt nur 700 mm, während er im Jianghuai Hügelland bei über 1000 mm liegt. In den am Yangtze gelegen Gebieten ist es sehr regnerisch. Bevölkerung und VerwaltungMit über 62 Mio. Einwohnern ist Anhui die neuntbevölkerungsreichste Provinz in China. Anhui ist in siebzehn provinzregierende Städte, fünf Kreisstädte und 56 Kreise aufgeteilt. Die Hauptstadt ist Hefei, weitere wichtige Städte sind Huangshan, Ma'anshan, Bengbu, Huaibei, Huainan, Wuhu, Tongling und Anqing. GeschichteAnhui zählt zu den Provinzen mit der längsten Geschichte China's. In der Altsteinzeit war die Region der heutigen Kreiststadt Hexian schon bewohnt. Die Stadt Bozhou war die Hauptstadt der Shang-Dynastie (16. Jh v.u.Z - 11. Jh v. u.Z.) sowie die Hauptstadt des Fürstums Chu in der Frühlings und Herbstperiode (770. v. Ch. - 476 v. Chr.). 1667 erhielt Anhui den Status einer eigentständigen Provinz und wurde nach seinen beiden größten Regionen, "Anqing" und "Huizhou", "An-Hui" genannt. Anhui spielte auch in der Kulturgeschichte China's eine wichtige Rolle. Die wichtigsten philosophischen Schulen - Daoismus und Zen-Budhismus - sind ursprünglich hier entstanden. Zahlreiche prominente Schriftsteller, Dichter und Maler machten Anhui eine Zeitlang zu einem Kulturzentrum China's. Auch die heutzutage weltbekannte Peking-Oper ist eine Abwandlung der lokalen Oper aus Anhui. Bis heute haben sich noch viele traditionelle lokale Opernarten erhalten. Landwirtschaft Mit einer Anbaufläche von 4,291 Millionen Hektar bildet Anhui eine der wichtigsten Agrarprovinzen Chinas. Sowohl Pflanzen des Südens als auch des Nordens werden dort angebaut, vor allem Wasserreis, Weizen, verschiedene Bohnensorten und Mais. Zu den Hauptindustriepflanzen gehören Baumwolle, Tabak, Erdnüsse, Rapssamen und Tee. Weit und vreit berühmt sind der Schwarztee aus Qimen, der grüne Tee aus Tunxi und der grüne Maofeng-Tee von Huangshan. Außerdem ist die Provinz fisch- und waldreich. Industrie Die Provinz ist auch reich an Bodenschätzen. Unter den insgesamt mehr als 40 Arten wie Mangan, Molybdän, Blei, Zink, Phosphor, Alaun, Gips, Kohle, Eisen, Kupfer und Schwefeleisen, nehmen die Vorkommen der letzten vier im ganzen Land einen bedeutenden Platz ein. Die Eisen- und Stahlproduktion in Ma´anshan, die Kohleförderung in Huainan und Huaibei sowie die Kupferproduktion in Tongling nehmen einen wichtigen Platz in China ein. Auch Energiewirtschaft, Maschinenbau, chemische Industrie, Leichtindustrie und Textilindustrie haben große Fortschritte gemacht. Die Chaohu-Nylon-Fabrik und der petrochemische Komplex Anqing sind sehr bekannt. Als traditionelle kunstgewerbliche Erzeugnisse sind die Huizhlu-Tusche, der Shexian-Tuschstein, das Xuancheng-Papier und der Xuancheng-Pinsel berühmt und vor allem unter chinesischen Kalligraphen und Malern gefragt. Es gibt in der Provinz mehr als 14000 Industriebetriebe mit 1,42 Millionen Arbeitern und Angestellten. Im Jahr 1998 betrug das Bruttoinlandsprodukt der Provinz 281 Milliarden Yuan. VerkehrWegen seiner zentralen geographischen Lage hat Anhui günstige Verkehrsverhältnisse. Die Longhai-Eisenbahn (eine Teilstrecke der Asien-Europa-Eisenbahn), die Peking-Kanton-Eisenbahn und die Peking-Hongkong-Eisenbahn führen alle durch die Provinz Anhui. Der Yangtze fließt durch den Südteil Anhui's und macht es für die Schiffahrt zugänglich. Der Flughafen in Hefei verfügt über mehrere Fluglinien mit Verbindungen zu mehr als 30 Inlandsstädten. WirtschaftAnhui ist reich an Mineralressourcen und verfügt über eine Produktvielfalt, die seine Wirtschaftsstruktur stark geprägt hat. Landwirtschaft spielte in der Wirtschaft Anhui´s stets eine dominierende Rolle. Seit Jahren ist es eines der wichtigsten Getreideanbaugebiete China's. Die Bodenbestellung auf Familienbasis hat die Verwendung von Maschinen und die Erhöhung der Bodenproduktivität jedoch sehr beschränkt. Aber auch Industrien die von Rohstoffen abhängig sind, wie zum Beispiel Energie, Eisen- und Stahl, Baumaterialien, Textilien, Chemie und Nahrungsmittel, machen nach wie vor einen großen Anteil aus. In den letzten Jahren neu entwickelte Industrien sind vor allem Automobile, Hausgeräte und Elektronik, die zu Schlüsselbranchen in Anhui wurden. Der Anteil des Dienstleistungssektor in BIP steigt auch jährlich. Sehenswürdigkeiten Berühmt ist vor allem der Berg Huangshan, der von UNO zum Naturerbe der Welt erklärt ist. Dann die Ming-Gräber im Kreis Fengyang, die Wandmalereien des Taiping-Aufstandes im Kreis Jixi, der Taibai-Turm in Ma´anshan und der Tempel Guangjisi in Wuhu. Hefei ist eine Industriestadt. Die Stahl- und Eisenindustrie, Weberei, Chemie, Baumaterialproduktion und Färberei sind entwickelt. Huangshan befindet sich im Norden der Provinz und ist eine touristische Stadt. Der Berg Huangshan hat eine Fläche von 154 Quadratkilometern und wurde 1990 in die Liste "Kultur- und Naturerbe der Menschheit" der UNESCO aufgenommen. Die drei Hauptgipfel des Huangshan, Lotos-, Licht- und Tiandugipfel, messen über 1800 Meter über dem Meeresspiegel. Bizarre Landschaft des Huangshan fasziniert jedes Jahr zahlreiche Besucher. SehenswürdigkeitenHuangshan-Gebirge Der beeindruckte schöne Orte in der Provinz Anhui sind vor allem das sagenumwobene Huangshan-Gebirge. Es sind die höchsten Berge Ostchinas. Die Gipfel des Huangshan-Gebirges sind zwar nicht einmal 1800m hoch, doch die Gebirgsketten versinken im vielgestaltigen und prächtigen Wolkenmeer. Kuriose Felsformationen und aus denen wachsende knorrige Kiefern kennzeichnen das herrliche Panorama des Gebirges. Auf dem 154 qkm großen Areal gedeiht auch eine Vielzahl seltener Pflanzen. Und ganz unten im Tal brodeln heiße Quellen, in denen gebadet werden kann. Das Huangshan-Gebirge ist aufgrund seiner Anziehungskraft zum Topthema für chinesische Malerei. Der Höhepunkt des Huangshan-Gebirges ist der 1716m hohe Jadewandgipfel. Hongcun und Xidi Hongcun und Xidi gelten als einzigartiges Beispiel für die Zivilarchitektur in der Ming-und Qing-Zeit. So wie die Verbotene Stadt in Peking mit ihren prächtigen Palästen das Leben der Kaiser widerspiegelt, stehen die Dörfer Xidi und Hongcun für den Alltag der einfachen Leute zu jener Zeit. Im Jahr 2000 wurden sie in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Hongcun ist vor allem bekannt für sein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, das vor 500 Jahren von einem Bächlein am Berge in der Umgebung bis vor die Türen von Einwohner angelegt wurde. Das Dorf ist nur über eine schmale Brücke über einen Seerosenteich zugänglich. Die umstehende weiße Häuse mit geschwungenen Dächer und verzierten Fassaden spiegeln sich im Wasser wider. Das schönste Haus in Hongcun ist die Behesta-Erb Halle, die von einem reichen Salzhändler gegen Ende der Qing-Dynastie erbaut wurde. Mit einer Gesamtfläche von 2000 qm und den wertvollen Holzschnitzereien an den Türen und in den Innenhöfen gilt es als das am besten erhaltene Herrenhaus in der gesamten Region. Ein andere bekanntes Dorf neben Hongcun ist Xidi, an dessen Dorfeingang das imposante, etwa zehn Meter hohe Tor steht.
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