Wirtschaft
Peking ist darum bemüht die wirtschaftliche Spitzenposition des Landes einzunehmen
und entwickelt sich zu einer modernen, internationalen Metropole. Größter
Konkurrent ist dabei natürlich Shanghai. Hier entwickelt sich die Wirtschaft
im Moment noch schneller als in Peking. Der Ursprung der wirtschaftlichen
Aufholjagd liegt darin, dass früher der Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik
in der Begünstigung Küstenregionen Ost- und Südchinas lag (Sonderwirtschaftszonen,
offene Häfen etc.). Entlang der Ostküste ist auch die überwiegende Mehrheit
der Auslandsprojekte angesiedelt. Die Regierung in Peking versucht jedoch
seit geraumer Zeit verstärkt ausländische Investoren für Projekte auch
im chinesischen Hinterland zu gewinnen.
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in Peking liegt
seit 1990 bei über 10%, zu erklären u.a. durch das extrem starke Wachstum
des Industriesektors
in der zweiten Hälfte der 90er Jahre. Peking hat bereits ein annähernd
vollständiges Industriesystem (Auto, Elektronik, Hightech Sektor, und
construction spielen eine Schlüsselrolle - Einzelheiten sind in den
folgenden Berichten zu finden) aufgebaut. In wirtschaftlicher Hinsicht
hat Peking
so die Führungsrolle für den Norden Chinas übernommen. Schnell und
stark angewachsen sind ferner der Finanz-, der Tourismus-, der Real-Estate-
und der Informationssektor.
Ein weiteres großes Augenmerk der Stadtentwicklung liegt
in der jüngsten Vergangenheit auf der Förderung von High-tech Industrien.
So ist 1999
die Zhongguancun High-tech Zone in unmittelbarer Nähe des Universitätsbezirkes
Haidian als Sonderwirtschaftszone für Unternehmen der Informationstechnologie
und Start-Ups eingerichtet worden. Sie baut auf der bereits existierenden
Sonderwirtschaftszone Shangdi auf und soll nach Plänen der Regierung
das "Chinesische
Silicon Valley" werden.
Die Bemühungen der Hauptstadt haben zwar noch nicht dazu
geführt, dass Peking auch die Wirtschafts-Hauptstadt Chinas geworden
ist (das ist und
bleibt wie gesagt Shanghai), sie ermöglichten es jedoch, dass Peking
einen guten Teil der nach China fließenden ausländischen Direktinvestitionen
auf sich vereinen kann.
Peking entwickelte sich in den letzten Jahren zum klassischen
Standort für Repräsentanzbüros und für China Zentralen internationaler
Firmen.
Ende 1999 hatten über 5.300 ausländisch finanzierte Unternehmen in
Peking den Geschäftsbetrieb aufgenommen, und von den weltweit führenden
500
Firmen hatten bereits über 150 in Peking investiert. Ca. zwei Drittel
aller nach Peking fließenden Direktinvestitionen sind für den Dienstleistungssektor
bestimmt, der Rest läuft in Fertigungsbetriebe der Leichtindustrie.
Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
(Worte, die häufiger genannt wurden, werden größer geschrieben als jene, die seltener genannt wurden.)
|