Peking A-Z! Tempel und Kirchen - Wofosi
Der Wofosi (Tempel des Schlafenden Buddha) steht im nordwestlichen Vorort der
Hauptstadt. Der Tempelkomplex wurde im 7. Jahrhundert in der Tang-Zeit
erbaut und in der Yuan-, Ming- und Qing-Zeit mehrmals erweitert und renoviert.
Er hieß in der Ming-Zeit Yong´an Tempel und wurde in der Qing-Zeit in
Shifangpujue-Tempel umbenannt. Weil es aber im Tempel eine kupferne Statue
des schlafenden Buddha gibt, nennt man ihn im Volksmund Wofosi.
In der Yuan-Dynastie, 1321, wurden 500000 Pfund Kupfer zum
Guß der Buddhafigur verwendet (nach später angestellten Schätzungen soll
der Buddha zirka
54 t wiegen). Die kupferne Statue ist über 5 m lang. Sie liegt auf der
Seite, die eine Hand stützt den Kopf, die andere liegt auf dem Bein.
Alle Körperteile sind wohl proportioniert, und die Körperhaltung wirkt
äußerst natürlich. Hinter ihm und zu beiden Seiten von ihm stehen die
12 Pratyeka-Buddhas. Man sagt, diese Szene sei einer Geschichte aus dem "Dirghagama-Sutra" entnommen.
Und zwar werde hier geschildert, wie der sterbende Schakjamuni vor der
indischen Stadt Kusinagara, unter einem Solo-Baum liegend, seinen Jüngern
letzte Anweisungen erteilt.
Einer Überlieferung nach sollen die Solo-Bäume der Tempelanlage
aus Indien stammen. Links vor der Halle des Schlafenden Buddha sind noch
zwei erhalten.
Wegen seiner siebenteiligen Blätter heißt dieser Baum auch Siebenblätter-Baum.
Sein Holz ist sehr hart. Die Bäume blühen Anfang Sommer und sind dann
mit einer Fülle winziger, schneeweißer Blüten bedeckt, die wie kleine
Pagoden aussehen und auffällig zwischen den Blättern funkeln.
Etwa einen halben Kilometer nordwestlich des Wofosi befindet
sich die naturbelassene Parklandschaft des Yingtaogou-Gartens (Kirsch-Schlucht-Garten).
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