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Peking A-Z! Tempel und Kirchen - Lingguangsi
Der Lingguangsi (Tempel des Heiligen Lichtes) steht im Badachu-Park (Park mit
Acht Sehenswürdigkeiten) in den Westbergen bei Beijing.
Er wurde während der Regierungsperiode Dali (766-779) der
Tang-Dynastie erbaut und hieß anfangs Longquansi (Drachenquellen-Tempel).
Im Jahr 1162,
in der Jin-Dynastie, wurde der Tempel wiederaufgebaut, und man benannte
ihn in Jueshansi um. Während der Regierungsperioden Xuande (1426-1436)
und Chenghua (1465-1488) der Ming-Dynastie wurde der Tempel nochmals
umgebaut und erhielt seinen jetztigen Namen. Alle Bauten und Plastiken
des Tempels wurden im Jahre 1900 von den alliierten Interventionstruppen
der acht Mächte zerstört. Im südöstlichen Teil des Tempels ist der Sockel
der zertrümmerten Pagode aus der Liao-Zeit erhalten geblieben. Bei der
Abtragung der Ruine entdeckte man einen steinernen Schrein, in dem ein
Kästchen aus Adlerholz (Aquilaria agallocha) lag. In dem Kästchen war
ein Buddha-Zahn aufbewahrt. Auf dem Deckel fanden sich die Inschriften "Heiliger
Zahn von Sarira Schakjamunis" und "Am 23. April des 7. Jahres der Regierungsperiode Tianhui (963)" und ein Auszug aus den Mantras in Sanskrit. Als Ergebnis seiner Nachforschungen
stellte der Vorsitzende der Chinesischen Gesellschaft der Buddhisten
Zhao Puchu fest: "Den buddhistischen kanonischen Schriften zufolge waren bei der Verbrennung von
Schakjamunis Leichnam vier Zähne übriggeblieben, von denen einer nach
China kam." Dieser Buddha-Zahn wurde im 11. Jahrhundert in der Zhaoxian-Pagode in den Westbergen
bei Beijing aufbewahrt. Im Frühling 1955 wurde er von den Chinesischen
Gesellschaft der Buddhisten in die Sarira-Halle des Guangji-Tempels gebracht.
Noch im gleichen Jahr kam eine buddhistische Delegation von Burma nach
China, um diesen Buddha-Zahn in ihr Land zu einer Ausstellung mitzunehmen.
Nach 8 Monaten kam er wieder nach China zurück. Um für die Aufbewahrung
dieser buddhistischen Reliquie eine ständige Stätte zu schaffen, errichtete
die Chinesische Gesellschaft der Buddhisten eine neue, 50 m hohe Buddha-Zahn-Pagode
aus Ziegeln und Steinen im nördlichen Hof des Lingguang-Tempels. Das
Fundament ist mit weißem Marmor verkleidet. Darauf stehen ein Sockel,
der mit Lotosmustern verziert ist, sowie ein Geländer aus weißen Steinsäulen,
in die Basreliefs gemeißelt sind. Das Erdgeschoß ist mit Steintüren,
Steinsäulen und Steinfenstern versehen. Die orangenfarbige Pagode hat
13 achteckige, mit grün glasierten Kacheln ausgelegte Traufen. Das Dach ist mit einer vergoldeten Sitze gekrönt.
In der Nähe des Sockels der alten Liao-Pagode aus der Liao-Zeit
(916-1125) im südlichen Hof befindet sich ein Becken, in dessen klarem
Wasser sich
Goldfische verschiedenster Art tummeln. Einer Überlieferung zufolge
begann man hier schon in den ersten Regierungsjahren des Qing-Kaisers
Xianfeng
Goldfische zu züchten. Die größten sind über einen halben Meter lang.
In der Mitte des Bassins, in dem auch Wasserrosen wachsen, steht der
Shuixinting (Wasser-Pavillon). Hinter dem Becken sind die alte Taoguang´an
(Klause des Verborgenen Lichtes), die Guanyindong (Awalokiteschwara-Grotte)
und ein Steinbrunnen zu sehen. Unweit von hier kann man das Grab der
Prinzessin Cui Wie aus der Yuan-Zeit finden.
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