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Peking A-Z! Der Kulturpalast der WerktätigenDer Kulturpalast der Werktätigen war früher der Ahnentempel (Taimiao) der Kaiser der Ming- und der Qing-Dynastie. Er befindet sich östlich des Tiananmen. Der Tempelkomplex aus dem Jahr 1420 besteht hauptsächlich aus dem Ahnentempel, dem Mittelsaal und dem Hinteren Saal. Gegenüber dem Ahnentempel befindet sich ein breiter Eingang, das Dajimen (Großes Dreizack-Tor). Früher waren hier 120 Dreizacke aufgestellt, die aber im Jahre 1900 von den alliierten Interventionstruppen der acht Mächte gestohlen wurden. Südlich des Dajimen gibt es fünf kunstvolle Goldwasser-Brücken mit marmornen Geländern. Zwischen dem Dajimen und den Goldwasser-Brücken liegen eine Menge Nebengebäude, wie z.B. der Sechseckige Brunnen-Pavillon, Lager- und Schrankräume für die Himmelsbewohner, ein Schlachthaus und eine Stätte für die Zubereitung der Opfergaben. Auf dem Gelände des Ahnentempels sind überall smaragdgrüne Zypressen zu sehen. Im Altertum wurden in China nämlich stets dort immergrüne Bäume angepflanzt, wo eine feierlich stille Atmosphäre erwünscht war. Im Laufe der über 500 Jahre seines Bestehens wurde der große Ahnentempel gewöhnlich nur von einigen Dutzend Eunuchen verwaltet. Im düsteren Hauptgebäude waren eine Menge Gedenktäfelchen, Räuchermittel und ewige Lichter aufgestellt. Nur bei wichtigen Anlässen, etwa bei Thronbesteigungen, Hochzeiten oder der Rückkehr von einem triumphalen Kriegszug sowie an Feiertagen, kamen die Kaiser hierher, um ihre Ahnen zu ehren. 1950 wurde der Ahnentempel als Kulturpalast der Werktätigen offiziell eröffnet. Hier gibt es jetzt beispielsweise einen Flutlicht-Basketballplatz, ein Freilichttheater und ein Kino. Außerdem gibt es einen Saal für Schach- und andere Brettspiele, einige Lesesäle und einen Kinderspielplatz. Im Hauptgebäude finden oft Ausstellungen statt; hier werden auch Seminare für Wissenschaft und Technik bzw. Kunst und Literatur abgehalten.
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