Peking A-Z! Der Beijinger Zoo
Der Beijinger Zoo liegt im Westen der Stadt, Er ist der älteste und an Tierarten
reichste Zoo Chinas.
Zur Zeit der Ming-Dynastie war hier ein Garten der kaiserlichen
Familie und zur Zeit der Qing-Dynastie der Garten einer Adelsfamilie.
1906, noch
unter der Qing-Dynastie, wurde der ganze Park in eine landwirtschaftliche
Versuchsstation umgewandelt. Die Kaiserinwitwe Cixi ließ dann hier einen
Tierpark anlegen, der 1908 offiziell eröffnet wurde. Damals hieß der
Park im Volksmund "Park
der zehntausend Tiere", aber in den 40 Jahren waren nur noch ein Dutzend Affen, drei alte Papageien
und ein kranker Emu übriggeblieben. 1950 wurde der Tierpark wieder eröffnet,
und 1955 erhielt er den Namen "Beijinger Zoo". 1956 wurde er umgestaltet. Ein Pavillon für Nashörner, ein Pavillon für Nilpferde,
ein Elefantenhaus, ein Gehege für Antilopen, eine Insel für Tiger und
Löwen, ein Haus für Giraffen und ein Pavillon für Pandas entstanden.
1973 kamen noch ein Pavillon für Orang-Utans, ein Affenhaus, ein Pavillon
mit Bassins für Seetiere und ein Pavillon für Amphibien hinzu. Der Zoo
wurde von 10 ha auf 50 ha ausgedehnt. Heute leben hier mehr als 6000
Tiere, die zu 550 Arten gehören. Neben einheimischen Tieren, die die
große Mehrheit bilden, sind auch für andere Erdteile repräsentative Tierarten
vorhanden.
Der weltbekannte Große Panda, auch Bambusbär genannt, war
ursprünglich ein Fleischfresser. Infolge der Veränderung seiner Umgebung
musste er
sich jedoch umstellen und ernährt sich heute hauptsächlich von Bambus.
Körperbau und Knochenbau weisen noch Eigenschaften einer Säugetierart
der Urzeit auf. Daher nennen die Zoologen ihn auch ein "lebendes
Fossil". Ausgewachsen kommen die behäbigen Bambusbären auf ein Gewicht von mehr als
hundert Kilogramm. Neugeborene wiegen aber nur 150 bis 200 Gramm. 
Der Elch (Elaphurus davidianus), eine Hirschart Chinas, lebt heute nur
noch in Tiergärten. Sein Schwanz ist dem des Esels ähnlich. Seine Hufe sehen
wie die des Ochsen aus. Sein Hals ähnelt dem des Kamels. Sein Geweih gleicht
dem des Hirsches. Er sieht aber weder aus wie ein Esel, noch wie ein Ochse,
noch wie ein Kamel oder ein Hirsch. Deshalb wird er auch "Vier Unähnlichkeiten" genant.
Zu den besonders wertvollen Tierarten des Zoos gehören unter anderem
die Goldhaaraffen (Rhinopithecus roxellanae), die Weißlippenhirsche (Cervus
albirostris),
Kraniche mit rotem Schopf (Grus japonensis), Yangtse-Krokodile, Mandschurische
Tiger und Wildesel. Auf der im Herzen des Zoos befindlichen Yingchun-Insel
und in ihrer Umgebung leben Wasservögel, Singvögel und Watvögel sowie
Pfauen und Goldfasane. In den Käfigen für die kleinen Tiere trifft man auf
Ottern,
Zobel, "Goldkatzen",
Leopardenkatzen, Marder (Nyctereutes procyonoides), Füchse usw. Es fehlen
auch nicht die Kamele und die Yaks.
Der Beijinger Zoo hat wertvolle Tiere aus dem Ausland geschenkt bekommen,
z.B. den Elefanten "Midura",
der ein Geschenk der ehemaligen Ministerpräsidentin von Sri Lanka - Frau Sirimawo
Bandaranaike ist. Zwei Moschusochsen brachte der ehemalige Präsident der USA
Richard Nixon als Geschenk. Man kann sich im Beijinger Zoo Eisbären aus dem
Nordpolargebiet, Pinguine aus dem Südpolargebiet, weiße Pfauen aus Indien,
Elefanten, Zebras, Giraffen, Strauße, Löwen, Hyänen aus Afrika, Kängeruhs
und Strauße aus Australien und Leoparden aus Amerika ansehen.
Der Beijinger Zoo ist eine wichtige Stätte für die Popularisierung
der Wissenschaft. Auf Informationstafeln wird auf die Herkunft, die Gewohnheiten
und die natürliche Umwelt der Tierarten hingewiesen, ebenso auf die Abstammungslehre
und die Evolution der Lebewesen und den Tierschutz in China.
(Worte, die häufiger genannt wurden, werden größer geschrieben als jene, die seltener genannt wurden.)
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