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Peking A-Z! Die Große Mauer - Der Mauerabschnitt SimataiDer Mauerabschnitt Simatai liegt bei dem Dorf Dongxianghe im Kreis Miyun ungefähr 120 Kilometer von Beijing entfernt. Hier war früher eine wichtige Verteidigungsanlage des Gubeikou-Passes. Dieser Mauerabschnitt ist heute noch relativ gut erhalten. Wie der weiter nördlich gelegene Jinshanling-Mauerabschnitt, so wurde auch die Simatai-Mauer während der Nördlichen Qi-Dynastie gebaut und während der Ming-Zeit renoviert bzw. teilweise neu aufgebaut. Die jetzige Simatai-Mauer wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Leitung des berühmten Generals Qi Jiguang gebaut. Die Simatai-Mauer wurde auf steilen Berghängen angelegt und wirkt deshalb äußerst imposant. Während die Mauerabschnitte in der Ebene normalerweise dicke Wände mit Zinnen haben, sind die Mauerwände hier nur 40 cm stark und mit Schießscharten versehen. An sehr abschüssigen Stellen, z.B. östlich des Jingwanglou-Turms, sind aufragende Felsen mit in die Mauer einbezogen.
Die Kampftürme der Simatai-Mauer sind besonders bemerkenswert. Einer befindet sich auf einem Berggipfel knapp 1000 m über dem Meeresspiegel. Von hier aus kann man bei klarem Wetter die Weiße Pagode im Beihai-Park erblicken und abends sogar die Lichter der Stadt Beijing wahrnehmen. Daher nannte man diesen Turm Jingwanglou-Turm (Beijing erblickender Turm). In der Nähe des Jingwanglou-Turms gibt es noch zwei andere Kampftürme. Einer ist sehr schlank und hoch aufragend. Er sieht wie eine Waschkeule aus und heißt daher Bangzhuilou (Waschkeulen-Turm). Der andere heißt Xiannülou (Feen-Turm). Nach einer Legende verwandelte sich einst eine Antilope in eine Fee und erschien häufig bei diesem Turm. Die drei Türme stehen auf einem abschüssigen Berghang, so dass es einiger Anstrengung bedarf, bis zu ihnen hochzusteigen. Auf einem Abschnitt der Simatai-Mauer kann man Ziegeln mit Schriftzeichen sehen. Die Inschriften heißen "Hergestellt von der Wegebaugruppe bei Gubeikou", "Hergestellt von der Wegebaugruppe bei Qiangzi", "Hergestellt vom Truppenlager Zhenglu im fünften Jahr der Regierungsperiode Wanli", "Hergestellt in Zuoying der Provinz Shandong im sechsten Jahr der Regierungsperiode Wanli" usw. Dies beweist, dass die Baumaterialien für die Große Mauer von Soldaten und von der Bevölkerung innerhalb und außerhalb der Mauer geliefert wurden. Am Fuß der Simatai-Mauer gibt es einen gleichnamigen Stausee mit einem Volumen von 50000 Kubikmetern. Die Große Mauer schlängelt sich von Osten und Westen hierher und bietet einen herrlichen Anblick wie zwei am Wasser spielende Drachen. Der Stausee wird von zwei Quellen gespeist, von denen die westliche eine Thermalquelle ist. Ihre Wassertemperatur liegt bei 38 ° C. Die östliche Quelle ist dagegen eiskalt. Wegen der Thermalquelle steigt aus dem Stausee im Winter Dampf auf. Da sich die Simatai-Mauer auf dem Berg und am Wasser befindet, nennt man sie auch "Bergwasser-Mauer".
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