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Chinas Nationalitäten (Minderheiten) 中国的少数民族 - Finanzielle Unterstützung des Bildungswesens

Viele Schulen der Minoritäten liegen in abgelegenen Gebirgs- und Weidegebieten. An ihnen wird zweisprachig unterrichtet, was natürlich auch zu höheren Ausgaben als an gewöhnlichen Schulen führt. Hinzu kommt, dass diese Gebiete meist wirtschaftlich rückständig sind und ihre Schulen mit eigenen Mitteln nicht finanzieren können. Sie brauchen seit je staatliche Zuschüsse. In der frühen Periode der Volksrepublik China hatte auch der Staat finanzielle Schwierigkeiten. Trotzdem erhielten die Minoritäten jährlich Geld für das bildungswesen. Außerdem wurde ein spezieller Bildungsfonds für Minoritäten geschaffen. Nach der Reform des Bildungswesens im Jahre 1983 wurde festgelegt, dass die örtlichen Regierungen für die Elementarbildung verantwortlich seien. Unter Berücksichtigung der Besonderheiten in den Minoritätengebieten werden seit 1985 den früheren revolutionären Stützpunktgebieten, den von nationalen Minderheiten bewohnten Gebieten, den Grenzgebieten und den armen Gebieten jährlich 100 Millionen Yuan für den Aufbau von Grundschulen zugewiesen. Mehr als 50 % dieser Geldsumme sind für Xinjiang, die Innere Mongolei und weitere sechs Provinzen und autonome Gebiete bestimmt. 1990 beschloss das Finanzministerium, ab sofort den Minderheitengebieten jährlich weitere Zuschüsse in Höhe von 20 Millionen Yuan zur Entwicklung ihres Bildungswesens zu gewähren. 1995 wurde ein spezieller staatlicher Fonds geschaffen, um Kindern armer Familien, insbesondere Kindern aus den nationalen Minderheiten, die aus finanziellen Gründen bisher keine Schule besuchen konnten, Stipendien zu geben. Gleichzeitig haben die Regierungen einiger Provinzen und autonomen Gebiete einen speziellen Fonds für die Entwicklung des Bildungswesens gebildet. Außerdem gibt es Mittel von der Weltbank und Spenden öffentlicher Organisationen und Privatpersonen für die "Projekte der Hoffnung", die vorrangig die Elementarbildung in den Minderheitengebieten unterstützen.

Unterstützung des Bildungswesens in den Minderheitengebieten

Das Bildungswesen in den Minderheitengebieten steht auf schwacher Basis. Der Staat, alle Provinzen und regierungsunmittelbaren Städte unterstützen die für die Bildung Verantwortlichen in den Minderheitengebieten, denen sie mit Geld, Materialien, Lehrinstrumenten und Büchern helfen, die Bedingungen für die Elementarbildung, die Berufsausbildung und die Beseitigung des Analphabetentums zu verbessern, die Verwaltung der Schulen zu vervollkommnen und den Kindern, die bisher vom Schulbesuch ausgeschlossen waren, den Schulbesuch zu ermöglichen. Lehrer und Verwaltungsfunktionäre werden in die armen Gebiete geschickt, um dort zu unterrichten bzw. das Verwaltungspersonal der Schulen anzuleiten. Sie sollen Lehrer, Verwaltungsfunktionäre, Techniker für angewandte Wissenschaft und Manager ausbilden oder qualifizieren. Sie sollen auch gemeinsam mit den Bildungsbehörden der armen Kreise konkurrenzfähige Betriebe etablieren, die wenige Investitionen in Anspruch nehmen und mit hoher Rentabilität arbeiten können.

In den schwer zugänglichen Gebieten Tibets mangelt es überall an Fachkräften. Darum wird dem Bildungswesen äußerste Aufmerksamkeit geschenkt. 1984 beschloss die Zentralregierung, auch im Landesinneren Mittelschulen und Kurse für tibetische Kinder zu gründen. Jährlich werden 1300 bis 1500 tibetische Kinder in diese Schulen aufgenommen. Dabei legt man den Schwerpunkt auf die Ausbildung von Technikern mittlerer Stufe. Die Zentralregierung hat einen Sonderfonds in Höhe von 185 Millionen Yuan für die Infrastruktur und die Beschaffung von Einrichtungen gebildet. Die Regierungen der Provinzen und regierungsunmittelbaren Städte haben mehr als 200 Millionen Yuan für die Infrastruktur gespendet. Ferner gewähren die örtlichen Regierungen den tibetischen Schülern Sonderstipendien zwischen 3500 bis 9000 Yuan jährlich, damit diese ihre Schul- und Lebenskosten außerhalb Tibets bezahlen können. In den Schulen für tibetische Kinder und in den Kursen wird zweisprachig unterrichtet.


Grundschülerinnen der Bai-Nationalität beim Geigenunterricht

Die Lehrer, die Tibetisch-Unterricht geben, stammen ebenso aus Tibet wie einige Personen der Verwaltung. Die meisten dieser Absolventen studieren danach an Fachschulen, die übrigen an Universitäten.

Bis heute wurden in 26 Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten 150 Schulen und Kurse für tibetische Kinder gegründet. Im Jahre 2000 hat man in Beijing, Shanghai und in weiteren zehn entwickelten Städten Kurse für Mittelschüler der Oberstufe aus Xinjiang geschaffen. Im ersten Jahr wurden 1000 Kinder von nationalen Minderheiten aus Xinjiang aufgenommen.

Vorzugsbehandlung für Schüler der nationalen Minderheiten

Kinder der nationalen Minderheiten werden bei den Zulassungen für die Fach- und Hochsculen durch die Bildungsbehörden der Regierunge der Provinzen, autonomen Gebiete und regierungsunmittelbaren Städte auf verschiedene Weise bevorzugt. Zum Beispiel wird in einigen Regionen eine flexible Untergrenze bei Aufnahmeprüfungen von Kandidaten aus den nationalen Minderheiten festgelegt. Auch ist die Aufnahmequote für Prüfungskandidaten aus den nationalen Minderheiten höher als für die aus der Han-Nationalität. In jenen Regionen, in denen die Minoritäten ein höheres oder fast gleiches Niveau wie die Han im Bildungswesen haben, entfällt die Bevorzugung.

Viele Schüler aus den nationalen Minderheiten stammen aus abgelegenen Grenzgebieten mit schwacher Wirtschaftsbasis. Ihre Familien sind häufig in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Darum finanziert der chinesische Staat auch den Unterhalt der Schüler und Studenten aus den armen Gebieten der Minoritäten. Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen sie während der Periode der allgemeinen Schulpflicht keine Schulgebühr entrichten und nur entstehende Extrakosten tragen, in einigen Fällen entfallen auch diese. So zahlen beispielsweise Studenten der Ethnologie nichts, sie erhalten sogar spezielle Stipendien.

Von den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts an wurden an den Mittel- und Hochschulen Chinas Volksstipendien vergeben. Studenten der Minoritäten erhielten höhere Zuschüsse als die der Han-Nationalität. 1987 wurde ein kombiniertes Stipendien- und Kreditsystem an Hochschulen und Universitäten eingeführt. Danach werden Stipendien als Auszeichnung an hervorragende Studenten oder zur Förderung gewisser Fachrichtungen vergeben. Studenten der ethnologischen Fächer erhalten fachbezogene Stipendien.

Die Schüler vieler Grund- und Mittelschulen der nationalen Minderheiten, die vollständig oder zum Teil Unterkunft und Verpflegung an ihren Schulen bekommen, erhalten monatliche Stipendien in Höhe der dafür aufzubringende Kosten.

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