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Chinas Nationalitäten (Minderheiten) 中国的少数民族 - Die SchulartenIn China gibt es verschiedene Schulen aller Stufen. Sie stehen Schülern aller Nationalitäten des Landes offen. Außerdem gibt es in vielen Regionen spezielle Schulen und Lehrgänge für Angehörige nationaler Minderheiten.
Die Nationalitätenschulen sind hauptsächlich für die Kinder der Minoritäten vorgesehen. Zu ihnen zählen Grund- und Mittelschulen sowie Fachschulen der Mittel- und Oberstufe. Diese Schulen werden entweder von einer einzigen Nationalität oder von mehreren gemeinsam betrieben. Natürlich können die Kinder der Minoritäten auch andere Schulen besuchen. Von staatlicher Seite erhalten die Nationalitätenschulen Unterstützung, um qualifizierte Lehrer einstellen und die Unterrichtsbedingungen verbessern zu können. In diesen Schulen wird in den Sprachen der Minorität unterrichtet. An den Nationalitätenschulen können auch Kinder der Han-Nationalität lernen. In den dünnbesiedelten, verkehrsungünstig gelegenen Regionen und in den ausgedehnten Weidegebieten haben die Regierungen aller Ebenen für die Minorität Internatsschulen (Grund- und Mittelschulen) gegründet. Die Schüler erhalten Stipendien; das Schulgeld und die Gebühren für Bücher und Aufgabenhefte werden gesenkt oder ganz erlassen. Die Internatsschulen unterstehen der Provinz-, der Bezirks- oder der Kreisregierung. Diese Schulen werden von den Regierungen aller Ebenen finanziert und bei der Zuteilung von Lehrkräften und der Versorgung ihrer Einrichtungen bevorzugt behandelt. Zur Zeit gibt es in den Minderheitengebieten über 6000 Internatsschulen. Der audiovisuelle Unterricht entwickelt sich schnell als ergänzendes Unterrichtsmittel an den regulären Schulen in den Minderheitengebieten. Über 70 % der Kreise des Landes haben Fernsehstationen (Empfangsstationen) zu Lehrzwecken errichtet. In den meisten Nationalitätenschulen wird per CD-ROM und Netzwerk unterrichtet. Manche Schulen haben Anschluss an das Internet für den Fernunterricht, wodurch sie Informationen über Lehrmaterialien und -methoden anderer Bildungseinrichtungen erhalten können. In China gibt es 12 Nationalitätenuniversitäten. Sie unterscheiden sich in der Struktur von anderen Universitäten. Ihnen unterstehen Abteilungen für die Ausbildung von Funktionären, für vorbereitende Kurse, für Normalkurse in ordentlichen Studienfächern und zwei bis drei Jahre laufende spezielle Kurse. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts, in der Anfangszeit dieser Nationalitätenuniversitäten, wurden hier hauptsächlich Funktionäre und etwas nebenher auch technische Kräfte ausgebildet. Seit 1979 legt man auf beides den gleichen Wert. Neben den ethnologischen Fächern werden an diesen Universitäten verstärkt sozial- und naturwissenschaftliche Fächer gelehrt, die für eine spätere Tätigkeit in der Industrie, Landwirtschaft, Medizin oder im Management die Voraussetzungen schaffen. An den Nationalitätenuniversitäten müssen die Studenten weniger Gebühren als an den anderen Universitäten zahlen. Studenten, die ethnologische Fächer studieren, brauchen gar keine Studiengebühren zu entrichten. Sie erhalten außerdem höhere Stipendien als andere Studenten. Die Nationalitätenuniversitäten halten ebenso wie andere Universitäten, Fachschulen und Freizeit-Hochschulen vorbereitende Kurse für Kinder der Minoritäten ab. Studenten mit bereits relativ hohem Bildungsniveau nehmen an einem Einjahresvorbereitungskurs teil. Wer die chinesische Sprache nicht beherrscht, besucht den zweijährigen vorbereitenden Kurs. Sobald die Kursteilnehmer ihre Abschlussprüfungen bestanden haben, können sie direkt zum Studium von einer Universität aufgenommen werden. Außerdem halten einige Universitäten und Fachschulen Kurse für Minoritäten ab. Da bei einigen Minderheiten traditionell die Bildung der Frauen nicht besonders geschätzt wird und deshalb nur sehr wenige Mädchen die Schule besuchen, hat man, um diesen Zustand zu ändern, inzwischen Mädchenschulen oder Lehrgänge für Mädchen eingerichtet. Anwendung von Sprachen nationaler Minderheiten im Unterricht und zweisprachiger Unterricht Nach dem Gesetz über die nationale Gebietsautonomie der Volksrepublik China sollen die Schulen, besondere Klassen und andere Bildungseinrichtungen für Kinder der nationalen Minderheiten, nach Möglichkeit Lehrerbücher in den Sprachen der Minoritäten im Unterricht benutzen. Zugleich soll Unterricht in der chinesischen Standardsprache "Putonghua" erteilt und die chinesische Standardschrift gelehrt werden. Da Unterschiede zwischen den gesprochenen und geschriebenen Sprachen der Nationalitäten Chinas bestehen, sind beim Gebrauch dieser Sprachen im Unterricht und beim zweisprachigen Unterricht folgende drei Prinzipien zu beachten: 1). An den Schulen der Nationalitäten, die keine eigenen Schriften haben, bzw. der Nationalitäten, die zwar eigene Schriften haben, aber überwiegend die chinesische Sprache und Schrift benutzen, wird der Unterricht in chinesischer Sprache und in der Sprache der größeren Minderheit erteilt.
2). An Schulen von Minoritäten, deren Sprache und Schriften häufig benutzt werden, wird die chinesische Sprache und die Sprachen der jeweiligen Minorität gebraucht. Mit Nachdruck ist der Gebrauch und die Beherrschung der Sprachen der Minoritäten zu fördern. 3). An Schulen der Nationalitäten, die ihre eigenen Sprachen und Schriften haben, aber oft die chinesische Sprache und Schrift gebrauchen, soll in chinesischer Sprache und in den Sprachen der Minoritäten unterrichtet werden. An diesen Schulen werden Kurse zur chinesischen Sprache und zu den Sprachen der Minoritäten abgehalten. Dabei ist nachdrücklich der Gebrauch der chinesischen Sprache und Schrift zu fördern. Je nach den konkreten Verhältnissen ist darüber zu entscheiden, ab welchem Schuljahr und wie lange der Unterricht in chinesischer Sprache und der Sprache der jeweiligen Minorität zu erteilen ist. An einigen Mittel- und Hochschulen der Regionen mit nationaler Autonomie sowie an den Nationalitätenuniversitäten soll generell zweisprachig unterrichtet werden. Gegenwärtig wird an über 10000 Schulen von 21 Minoritäten in 13 Provinzen und autonomen Gebieten in chinesischer Sprache sowie in insgesamt mehr als 60 Sprachen der Minoritäten Unterricht erteilt. Über 6 Millionen Schüler und Studenten besuchen diese Schulen. Der Staat hat in den Provinzen und autonomen Gebieten Verlage installiert, die Lehrbücher in den Sprachen der nationalen Minderheiten herausgegeben. Die Regierungen aller Ebenen gewähren finanzielle Unterstützung für die Übersetzung, Redaktion und Herausgabe von Lehrbüchern und anderen Publikationen in den Sprachen der nationalen Minderheiten.
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