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Chinas Nationalitäten (Minderheiten) 中国的少数民族 - Die kulturelle EntwicklungAls die Volksrepublik China gegründet wurde, gab es bei den Minderheiten weder Bibliotheken noch Kulturhäuser, von Rundfunksendern und Fernsehstationen ganz zu schweigen. Seither hat sich vieles verändert. Fast alle Dörfer des Landes können Rundfunk und Fernsehen empfangen. Es werden Sendungen in den Sprachen der verschiedenen Nationalitäten ausgestrahlt. In den Weidegebieten hat man je nach den geographischen Besonderheiten und den Wohnbedingungen der Hirten mobile Kulturstationen eingerichtet. Hier werden Filme vorgeführt, Waren angeboten, elektrische Haushaltsgeräte repariert und kurze Programmnummern aufgeführt. In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in den Grenzgebieten ein Projekt zur kulturellen Entwicklung unter dem Titel "Langer Kulturkorridor in die entfernten Grenzgebiete" gestartet. Es gibt spezielle Zuschüsse, um in den Minderheitengebieten öffentliche kulturelle Einrichtungen wie Bibliotheken, Kulturhäuser, Museen, Theater und Kinos auf- oder auszubauen bzw. zu reparieren. Mehrere hundert zentrale, regionale oder lokale Zeitungen und Zeitschriften erscheinen in den Sprachen der nationalen Minderheiten und berichten über sie. 36 der mehr als 500 Verlage Chinas widmen ihre Tätigkeit vor allem den nationalen Minderheiten. Der Staat bezuschusst die Herausgabe von Publikationen in den Sprachen der nationalen Minderheiten. Regelmäßig werden hervorragende Bücher der Minoritäten zur Auszeichnung vorgeschlagen. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Ensembles aus Berufskünstlern oder Laien gebildet. So setzt sich das Zentrale Nationalitätenensemble der Staatsklasse aus Sängern und Tänzern verschiedener Minoritäten zusammen, das Gesänge und Tänze nationaler Minderheiten in seinem Programm hat. Das Ensemble ist oft auf Tournee durch das ganze Land. 1957 wurde im dünnbesiedelten Weidegebiet der Inneren Mongolei die erste Kulturgruppe "Ulanmuqi" gegründet, der später weitere "Ulanmuqi" folgten. Die Ensemblemitglieder führen nicht nur Gesänge und Tänze vor, sondern bringen sie auch den Hirten bei. Sie tun ihr Bestes, um das Kultur- und Kunsterbe der mongolischen Nationalität zu erschließen. Sie verkaufen sogar Bücher; die "Ulanmuqi" sind echte kulturelle Arbeitsgruppen. Dank der Reform und Öffnung nach außen hat sich das kulturelle Angebot für die Hirten und Bauern wesentlich verbessert, trotzdem werden die "Ulanmuqi" nach wie vor überall willkommen geheißen. So sie hinkommen, versammeln sich Hirten zu ihrer Begrüßung, denn sie betrachten die Mitglieder der "Ulanmuqi" noch immer als hohe Gäste. Gegenwärtig gibt es in den Regionen mit nationaler Autonomie mehr als 500 Ensembles. Seit Gründung der Volksrepublik China wurden zahlreiche Kulturschaffende der nationalen Minderheiten auf Staatskosten ausgebildet. An 24 Kunstschulen mittlerer und hoher Stufe werden spezielle Kurse für nationale Minderheiten abgehalten. An den Nationalitätenuniversitäten und den Schulen mittlerer und hoher Stufe in den Regionen mit nationaler Autonomie finden regelmäßig Fachkurse über Literatur, Musik, Tanz und Malerei der nationalen Minderheiten statt.
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