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Chinas Nationalitäten (Minderheiten) 中国的少数民族 - Traditionelle Medizin und traditioneller SportViele Nationalitäten Chinas haben ihre eigene traditionelle Medizin. In vielen Regionen, zum Beispiel in vorwiegend von den Miao bewohnten Gebieten, sammelt man Heilpflanzen. Viele Einwohner kennen oft mehrere Dutzend Heilpflanzen, bauen sie manchmal auch selbst an und können daraus Arzneien zubereiten. "Die Medizin der Miao ist 1000 Jahre alt, aber 10000 Jahr alt ist ihre Arzneikunde", heißt es in einem ihrer Lieder. In vielen Nationalitäten lebten erfahrene Frauen und Männer, die umfassende praktische Erfahrungen in ihrer Medizin hatten und über bedeutende theoretische Kenntnisse verfügten. Davon zeugen viele alte Medizinbücher, die bis heute überliefert wurden. Wichtige medizinische Kenntnisse wurden nur mündlich an die nächste Generation weitergegeben. Es ist an der Zeit, all das wertvolle medizinische Wissen zu sammeln, zu systematisieren, zusammenzufassen und mit neuen Erkenntnissen in Einklang zu bringen. Im vergangenen halben Jahrhundert, besonders seit den 80er Jahren, hat man unter großen Anstrengungen die traditionelle Medizin der nationalen Minderheiten wiederentdeckt, weiterentwickelt und zur vollen Entfaltung gebracht. Zahlreiche alte Rezepte und Heilmethoden wurden erforscht. Dank der Investitionen der Zentralregierung bzw. von Lokalregierungen gelang es, in verschiedenen Orten mehr als 100 Krankenhäuser für traditionelle Medizin nationaler Minderheiten aufzubauen. Die meisten widmen sich der tibetischen, der mongolischen und der uigurischen Medizin. Es wurden auch zahlreiche spezielle Hospitäler und Polikliniken errichtet, in denen mit der traditionellen Medizin der nationalen Minderheiten behandelt wurde. Zahlreiche Krankenhäuser haben Abteilungen für traditionelle Medizin nationaler Minderheiten eingerichtet. Außerdem wurden in den Minderheitengebieten Forschungsinstitute für traditionelle Medizin gegründet. Eine Reihe von klassischen medizinischen Dokumenten der nationalen Minderheiten und viele bewährte Rezepte wurden bereits publiziert. Mit moderner Technik wurden Hunderte Arzneien der traditionellen Medizin nachentwickelt und hergestellt. Sie werden nicht nur in China vertrieben, sondern auch exportiert. Ausländische Investoren interessieren sich inzwischen lebhaft für die Erschließung der traditionellen Medizin nationaler Minderheiten. Auf Initiative des Staates wurden in Tibet, der Inneren Mongolei und Xinjiang Hochschulen für tibetische, mongolische bzw. uigurische Medizin gegründet. Zugleich bilden hervorragende Experten der traditionellen Medizin der nationalen Minderheiten Nachwuchskräfte aus. Fachhochschulen und kurzfristige Lehrgänge spielen dabei eine große Rolle. Junge Mediziner wurden zur Fortbildung ins Ausland geschickt; in- und ausländische Spezialisten übernahmen die Lehraufgabe bei jungen Ärzten. Bei den nationalen Minderheiten gibt es viele Geschichten über die Entstehung ihrer traditionellen Sportarten. Einige sind aus der alltäglichen Arbeit hervorgegangen. Die Mongolen, Tibeter und Kasachen sind als traditionelle Viehzüchter auch gute Reiter und Bogenschützen. Das war lebensnotwendig, um die Herden zu hüten und gegebenenfalls zu schützen. Bei den vorwiegend Ackerbau betreibenden Minoritäten, die ja nebenher auch jagten und Früchte sammelten, gehören Bergsteigen, Ringkampf, Bogenschießen und handwerkliche Wettbewerbe zum Volkssport. Auch diese Sportarten hängen eng mit den Erfordernissen des Alltags zusammen. Natürlich steht der Sport auch mit den Sitten und Gebräuchen der Minoritäten im Zusammenhang. Viele Sportarten sind nur deshalb nicht in Vergessenheit geraten, weil weit verbreitete Sitten und Gebräuche, Feste und Zeremonien ohne einige sportliche Veranstaltungen unvorstellbar waren. Zum Beispiel finden während des Nadam-Festes bei den Mongolen immer Ringkämpfe, Pferderennen und Bogenschießen statt. Während ihres Wasserfestes veranstalten die Dai stets Drachenbootrennen. Die Yi feiern ihr Fackelfest mit Ringkämpfen. Manche Sportarten haben ihre Ursprünge auch in Gesängen und Tänzen. Da ist der Tanz mit Bambusstangen bei den Li und der Tanz "Axi Tiaoyue" der Yi zu erwähnen. Für die meisten Sportarten braucht man keine größeren Plätze und keine komplizierten Geräte, was allen die sportliche Betätigung erleichtert. 1953 veranstaltete die Zentralregierung der Volksrepublik China das 1. Nationale Sportfest der nationalen Minderheiten. 1982 wurde beschlossen, alle vier Jahr ein solches Sportfest abzuhalten. Seither veranstalten die Regierungen der autonomen Gebiete, der meisten Provinzen und der regierungsunmittelbaren Städte mehr oder weniger regelmäßig Sportfeste nationaler Minderheiten. Manche vernachlässigen und fast vergessenen Sportarten kamen so zu neuer Blüte. In den Schulen mancher Minderheitengebiete wird Unterricht in den traditionellen Sportarten der jeweiligen Minoritäten erteilt.
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