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Chinas Nationalitäten (Minderheiten) 中国的少数民族 - Kulturdenkmäler und AltertümerChina ist ein Land mit alter Zivilisation, unzähligen Kulturdenkmälern und Altertümern. In den Minderheitengebieten gibt es zahlreiche historische Ruinen, antike Bauwerke und künstlich angelegte Grotten. Viele heute noch verwendete Gebrauchs- und Schmuckgegenstände stammen wahrscheinlich aus alten Zeiten. Seit Gründung der Volksrepublik China haben Regierungen aller Ebenen Fachleute mobilisiert, um wichtige Kulturdenkmäler umfassend untersuchen zu lassen. Es wurde eine Liste von zu schützenden Kulturdenkmälern verschiedener Klassen erstellt und zahlreiche Materialien dazu gesammelt. Diverse Aufzeichnungen, Abhandlungen und Forschungsberichte wurden veröffentlicht. Um die Kulturschätze der nationalen Minderheiten zu sichern, wurden in verschiedenen Orten Museen für die Kultur einer oder mehrerer Minoritäten gegründet. Der nationale Kulturpalast on Beiing, 1959 errichtet, ist ein Minderheitenmuseum im Landesmaßstab mit einer reichen Sammlung von Kulturdenkmälern. Hier finden oft Ausstellungen über nationale Minderheiten statt. 1984 beschloss der Staat, in Beijing ein modernes Museum für die Nationalitäten des ganzen Landes zu bauen. Zur Zeit laufen die dafür notwendigen Vorbereitungen. Das tibetische Museum wurde im Jahr 1999 mit Investitionen der Zentralregierung in Höhe von rund 100 Millionen Yuan erbaut. Es ist ein Komplex von Häusern im traditionellen Stil Tibets, der aus tempel- und burgartigen Bauten sowie einem Garten besteht. Dieses Museum ist mit modernsten akustischen und optischen Einrichtungen, einer Anlage für Simultandolmetschen sowie mit neuester Feuerlösch- und Kontrolltechnik ausgestattet. Die Exponate können in englischer, japanischer, chinesischer und tibetischer Sprache erklärt werden. Auch nichtstaatliche Organisationen und Privatpersonen haben mit selbst beschafften Mitteln Nationalitätenmuseen, Nationalitätendörfer und -parks errichtet, in denen Kulturgüterschutz und Tourismus miteinander verbunden sind. Zu keiner Zeit wurden jemals so viele Kulturdenkmäler wie heute gewartet und geschützt. Der Potala-Palast in der Hauptstadt Lhasa des Autonomen Gebiets Tibet ist das größte und am besten erhaltene Bauwerk in Tibet.
Als Winterpalast des Dalai Lama wurde der Potala auf der Liste der wichtigsten, schwerpunktmäßig zu schützenden Kulturdenkmäler des Landes gesetzt. Da im Potala-Palast auch eine reiche Sammlung von Kulturdenkmälern existiert, zählt er zu den größten Schatzkammern der traditionellen Kultur der tibetischen Nationalität. Zwischen 1989 und 1994 investierte der Staat sehr viel Geld in die Renovierung des Potala-Palastes. Eine Tonne Gold wurde allein dazu gebraucht, bestimmte Bauteile und kultische Gegenstände zu verzieren. Tibetische Handwerker restaurierten unter Leitung von Fachleuten aus dem Landesinnern das Bauwerk, in dem auch ein modernes Feueralarm- und Kontrollsystem installiert wurde. Zur Zeit werden alle Daten der Kulturdenkmäler in Computern erfasst, um ein Netzwerk aufzubauen, das den Besuchern Auskunft gibt. Im Mai 1994 untersuchten Fachleute im Auftrag des Rates für das Weltkulturerbe der UNESCO den Potala-Palast. Sie stellten fest, dass die chinesischen Ingenieure und Techniker die Palastrenovierung mit Weltniveau vollendet hatten, was in Anbetracht der alten Bausubstanz einem Wunder gleichkomme. Ende 1994 wurde der Potala-Palast in die "Liste des Weltkulturerbes" aufgenommen. Immer mehr Kulturdenkmäler auch in anderen Minderheitengebieten werden auch mit Hilfe des Netzwerkes verwaltet. In manchen Museen löst man elektronisch die Eintrittskarten. Vorträge über die Sehenswürdigkeiten und dazugehörige Bild- und Tonaufzeichnungen sind inzwischen auf CD-ROM zu haben. Bei neuen Bauten in den Städten, Marktflecken und Dörfern der nationalen Minderheiten muss bereits bei der Projektierung das lokale Kolorit der jeweiligen Minoritäten beachtet werden. So gibt es zum Beispiel in der Altstadt von Lhasa noch viele alte Häuser im traditionellen tibetischen Stil. Doch darin gibt es weder Wasserleitungen noch Toiletten, weswegen manche leer stehen und baufällig geworden sind. Deshalb hat die Regierung beschlossen, nach dem Prinzip "die Rekonstruktion von alten Häusern darf deren historisches Bild nicht verändern" die Altstadt von Lhasa originalgetreu wieder aufzubauen. Öffentliche Einrichtungen und Wohnhäuser wurden aber mit modernen Einrichtungen versehen. Die ursprüngliche Gesamtanordnung der Straßen und Gassen wurde jedoch unverändert beibehalten. In der mehr als 800 Jahre alten Stadt Lijiang in der Provinz Yunnan leben heute über 6000 Familien, die meist der Naxi-Nationalität angehören.
Zu Beginn der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt erweitert. Um die Altstadt von Lijiang zu schützen, ließ die örtliche Regierung in der Nähe der Altstadt eine neue Stadt aufbauen. Die Altstadt mit ihren alten Wohnhäusern und antiken Brücken, die kleine Bäche überspannen, befindet sich in gutem Zustand. 1997 wurde die alte Stadt Lijiang auf die Liste des Kulturerbes der Welt gesetzt.
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