Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Yugur-Nationalität
(裕固族 - Yu Gu Zu)
Laut Zensus von 2000 gab es 13700 Angehörige der Yugur-Nationalität. Die meisten
von ihnen leben im Autonomen Kreis Sunan der Yugur-Nationalität in der
Provinz Gansu.

Die traditionelle Produktionsweise der Yugur ist die Viehzucht. Deshalb nomadisierten
sie früher und lebten in Zelten. Heute sind die Hirten meist sesshaft
geworden. Ein Teil von ihnen beschäftigt sich auch mit der Landwirtschaft,
dem Tourismus oder einem anderen Gewerbe.

Die Yugur sind Anhänger des Lamaismus. Ihre Sitten und Gebräuche
ähneln denen der Tibeter. In den Weidegebieten essen die Yugur vor allem
Butter, Zanba-Mehl (zermahlene und geröstete Qingke-Gerste) und Milchprodukte,
während sie in den Agrargebieten vorwiegend von Getreide und Gemüse leben.
An glücklichen Tagen oder beim Empfang von Gästen bereiten die Yugur
die besten Speisen zu. Doch zuerst wird Tee und dann Alkohol angeboten.
Bei einem Gastmahl gibt es meist mit der Hand zu essendes Lammfleisch.
Der Kopfschmuck der Frauen ist hervorzuheben. Er unterstreicht die Yugur-Nationalität.
Mädchen und Frauen tragen unterschiedliche Kopfbedeckungen zur Unterscheidung
ihres Familienstandes.
Die Yugur sprechen ihre eigene Sprache, haben aber keine eigene
Schrift. Sie gebrauchen die Schrift der Han. Im Volk kursieren zahlreiche
Geschichten, die von Generation zu Generation mündlich weitergegeben
werden. Die Yugur sind gute Sänger und Tänzer. Sie verstalten jährlich
ein groß angelegtes Pferderennen.
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