Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Tadschiken-Nationalität
(塔吉克族 - Ta Ji Ke Zu)
Laut Zensus von 2000 gab es 41000 Tadschiken, die vor allem im autonomen Kreis
Tashiku´ergan der Tadschiken-Nationalität in Xinjiang lebten.

Seit langem wohnen die Tadschiken in Bergschluchten, die ca. 3000 m über dem
Meeresspiegel liegen. Sie leben halbnomadisch von Viehzucht und Ackerbau.
Die Tadschiken haben eine eigene Sprache, aber keine eigene Schrift.
Sie benutzen meist die uigurische Schrift.

Die Tadschiken verehren den Adler. In ihren Tänzen imitieren
sie Adler und die kleine Flöte, mit der sie ihre Tänze begleiten, ist
aus Adlerknochen gemacht.

Die traditionelle Männertracht der Tadschiken ist schlicht
und einfach, während die Frauen sich betont elegant kleiden. Sie tragen
gern rote oder bunte, mit Spitzen eingefasste Kleider und darüber eine
Weste. Eine röhrenförmige, bestickte Kopfbedeckung vollendet ihre Kleidung.
Die Frauen sind geschickt im Flechten, Schneidern und Sticken.
Die Tadschiken sind ehrlich, rechtschaffen und gastfreundlich.
Bekannte oder Unbekannte, zufällig Vorbeiziehende, die Unterkunft suchen,
- sie alle werden als Gäste herzlich empfangen. Beim Essen achten sie
auf traditionelle Etikette. Angehörigen der älteren Generation und Gästen
gebühren die Ehrenplätze, alle übrigen bilden einen Kreis.
Die Tadschiekn folgen dem Islam, veranstalten aber nur wenige
religiöse Zeremonien. Den Gottesdienst besuchen sie meist nur an Festtagen.
Neben islamischen Festen feiern sie besonders alljährlich im März ihr
eigenes Frühlingsfest. Dann werden die Zimmer gründlich gereinigt, wodurch
vom Alten Abschied genommen und das Neue begrüßt wird. Man streut überall
Weizenmehl aus, was den Wunsch nach Glück und guter Ernte ausdrückt.
Zum Frühlingsfest singt und tanzt man; es gibt Wettkämpfe zu Pferd und
auch das bekannte Lammgreifen.
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