Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Pumi -Nationalität
(普米族 - Pu Mi Zu)
Nach dem Zensus von 2000 gab es 33600 Angehörige der Pumi-Nationalität, die hauptsächlich
im nordwestlichen Teil der Provinz Yunnan lebten.

Die Pumi wohnen meist in den Tälern der Hochgebirge. Traditionell betreiben sie
Ackerbau und Viehzucht, sind aber auch gute Handwerker. Die Pumi verstehen
sich gut darauf, Stoffe zu weben, Flechtwaren aus Bambus oder Lackschüsseln
herzustellen.

Die meisten Dörfer der Pumi liegen an Hängen auf halber Bergeshöhe.
Blutsverwandte Pumi wohnen meist zusammen in eigenen Wohnhöfen. Ihre
Wohnhäuser sind normalerweise aus Holz, das oberste Stockwerk ist die
Wohnung, in der es ein Feuerbecken gibt, um das sich die Familie versammelt.
Die Pumi lieben die weiße Farbe und tragen auch gern weiße Kleidung.
Die Pumi ehren ihren Alten hoch und lieben ihre Kinder außerordentlich.
Sie sind sehr gastfreundlich. Handel war früher bei ihnen nicht geachtet,
doch hat sich das in der neuen zeit geändert.
Die Pumi haben ihre eigene Sprache, benutzen aber die Schrift der Han-Nationalität.
Die Pumi sind gute Sänger und Tänzer, und bei jedem Fest, insbesondere
bei jeder Hochzeitsfeier gibt es endlose Wechselgesänge.
In der Pumi-Nationalität herrscht Naturverehrung und Vielgötterei vor.
Einige Pumi sind Anhänger des Lamaismus und des Taoismus. Das wichtigste
traditionelle Fest ist das Frühlingsfest. Während des Festes opfert man
den Vorfahren. Am Vorabend des Frühlingsfestes gibt es bei allen Familien
ein großes Festessen. Darüber hinaus veranstaltet man eine Zeremonie
für diejenigen, die ihr 13. Lebensjahr vollenden, denn es wird ihr Eintritt
in die Welt der Erwachsenen gefeiert. Natürlich gibt es noch andere unterhaltsame
Veranstaltungen. Während des Festes des Bergumkreisens lagert man im
Freien und zündet Freudenfeuer an, wobei viel gesungen und getanzt wird.
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