Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Lahu-Nationalität
(拉祜族 - La Hu Zu)
Nach der Volkszählung von 2000 gab es 453700 Angehörige der Lahu-Nationalität,
die vor allem im Autonomen Kreis Lancang der Lahu-Nationalität, Provinz
Yunnan, lebten.

Die Lahu leben in Gebirgsgebieten. Sie beschäftigen traditionell mit Ackerbau,
jagen während der Saison und sammeln Pflanzen und Früchte. Bis zu den
50er Jahren des 20. Jahrhunderts betrieben die Lahu noch Brandrodung.
In manchen Gebieten wird der Ackerboden noch gemeinsam bestellt und der
Ertrag unter allen gleich geteilt. Ihre geschickten Schmiede sind berühmt,
ebenso ihre Bambusflechter und ihre Kunstfertigkeit beim Spinnen und
Weben ist nahezu sprichwörtlich. Früher dienten die meisten Handwerksprodukte
dem eigenen Gebrauch; heute, in der Zeit des Tourismus hat sich das aber
geändert. Doch die traditionellen Sitten und Gebräuche der Lahu sind
noch immer sehr lebendig, was bei Hochzeits- oder Trauerfeiern und anderen
Veranstaltungen deutlich wird.
Die Lahu haben eine eigene Sprache. Infolge des langjährigen Verkehrs
mit den Han und den Dai sprechen viele Lahu auch Chinesisch oder die
Dai-Sprache. 1957 wurde eine Schrift der Lahu geschaffen.

Die Lahu bevorzugen schwarze Kleidung. Sie singen und tanzen
gern. Zahlreiche Erzählungen wurden über Generationen mündlich überliefert.
Die Lahu betrachten den Flaschenkürbis als ihr Nationalitätssymbol. Das
Blasinstrument Lusheng, das aus dem Flaschenkürbis gemacht wird, und
der Lusheng-Tanz gehören zur kulturellen Tradition dieser Nationalität.
Früher glaubten die Lahu an Naturgottheiten. Heute folgen
einige dem Buddhismus, andere sind Katholiken oder Protestanten geworden.
Traditionelle Feste bei der Lahu-Nationalität sind das Frühlingsfest,
das Fackelfest und das Changxin (Neues probieren)-Fest.
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