Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Hui-Nationalität (回族 - Hui Zu)
Laut Volkszählung von 2000 gab es 9,8168 Mio. Angehörige der Hui-Nationalität.
Damit nehmen sie unter den 55 nationalen Minderheiten den dritten Platz
ein. In den meisten Kreisen und Städten des Landes kann man Hui treffen.
Sie haben überall größere oder kleinere Siedlungen geschaffen. Das Autonome
Gebiet Ningxia der Hui-Nationalität in Nordwestchina ist das größte von
den Hui bewohnte Gebiet.

Die ersten Hui waren Abkömmlinge von Arabern und Persern, die im 7. Jahrhundert
als Händler nach China kamen. Im 13. Jahrhundert zogen viele Moslems
aus Mittelasien nach China. Sie mischten sich vor allem mit Han, Uiguren
und Mongolen. So hat sich im Laufe der Generationen die Hui-Nationalität
herausgebildet.
Von ihren Ursprüngen scheinen die hui das Handeln geerbt zu
haben; darin sind sie Meister. Die in den Agrar- und Weidegebieten lebenden
Hui betreiben meist Ackerbau, Vieh- und Geflügelzucht, Kleinhandel und
Handwerk. Die Hui in den Städten sind meist im Handel und in der Dienstleistung
tätig; die an der Küste lebenden betreiben vor allem Seehandel und Fischfang.

Die Hui sprechen die Sprache der Han-Chinesen und benutzen
auch deren Schrift. Sie kleiden sich im Großen und Ganzen wie die Han-Chinesen.
Sie legen großen Wert auf "saubere und ordentliche Wohnungen und Kleidung". Die meisten Hui-Männer tragen weiße Kopfbedeckungen.
Die Hui sind Anhänger des Islam. Ihre Lebensgewohnheiten,
Sitten und Gebräuche sind davon stark beeinflusst. So essen sie kein
Schweinefleisch, trinken keinen Alkohol und sind meist Nichtraucher.
Die wichtigsten Feste bei den Hui sind Bairam und Kurban. Bairam wird
am Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert. Zur Kurban-Feier besuchen
alle Moslems ihre Moscheen. Danach werden Rinder und Schafe zum Festschmaus
geschlachtet.
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