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Chinas Nationalitäten (Minderheiten) - Die Han-Nationalität (汉族 - Han Zu)Die Han-Nationalität ist mit weitem Abstand die größte Nationalität Chinas. Laut Zensus betrug 2000 die Bevölkerung der Han-Nationalität 1159,4 Mio. (ausschließlich Hong Kong, Macao und Taiwan), was 91,59 % der Gesamtbevölkerung des Landes ausmachte. Die Han sind im ganzen Land zu finden. Damit sind die Han die Nationalität Chinas, die sich am weitesten ausgebreitet hat. Die Han haben in vielen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Kunst, Wissenschaft und Technik hervorragende Erfolge erzielt. Traditionell lebten die Han von der Landwirtschaft. Das war eine typische Naturalwirtschaft, in der Männer das Land bebauten und Frauen spannen und webten. Die Landwirtschaft und das Handwerk der Han waren hochentwickelt. Die Han waren bekannt für Bewässerungsanlagen und intensive Landbestellung. Seidengewebe und Porzellane haben die Han-Chinesen weltweit bekannt gemacht, ebenso ihre berühmten vier Erfindungen: Papierherstellung, Buchdruck, Kompass und Schießpulver. Die traditionelle chinesische Medizin, die traditionelle Kampfkunst Wushu, die Peking-Oper, die Malerei und Kalligraphie der Han u. a. m. werden als Quintessenzen der chinesischen Kultur bezeichnet. Bücher der Han aus alten Zeiten sind zahllos wie Sand am Meer und die Sterne am Himmel. Die Volkskunst ist reich und vielfältig. Sie besitzt ein deutlich lokales Gepräge. Die traditionellen Bauten der Han wie Wohnhäuser, Gartenanlagen und Paläste glänzen durch Originalität innerhalb der Architektur der Welt. Die Kultur der Han ist der Hauptstrom der traditionellen chinesischen Kultur. Die konfuzianische Schule ist nach ihrer Förderung durch Herrscher späterer Dynastien zum orthodoxen Gedankengut der chinesischen Gesellschaft geworden. Frühzeitig wurde ein Bildungs- und Prüfungssystem geschaffen, das auf den klassischen Werken der konfuzianischen Schule basiert. Die Kultur der konfuzianischen Schule betont Ethik, Protokoll und Erziehung, was das ganze chinesische Volk tiefgreifend beeinflusst hat. Die Schrift der Han zählt zu den ältesten Schriften in der
Welt. Die Han-Sprache hat viele Dialekte ausgebildet. Mit Hochchinesisch
kann man sich überall in China verständigen. Die Hochsprache basiert
auf nordchinesischen Dialekten und hat die Aussprache des Beijing-Dialektes
als Standard angenommen. Die Han ehren traditionell ihre Alten und lieben ihre Kinder.
Sie legen nach wie vor großes Gewicht auf die Harmonie in der Familie
und eine große Zahl von Familienangehörigen. Zwar gibt es heute nur noch
wenige Leute, die glauben, dass "mehr Kinder mehr Glück" bedeute, aber es existiert weiterhin ein starkes Familiengefühl. Traditionelle Feste der Han sind das Frühlingsfest, das Laternenfest, das Qingming-Fest, das Drachenbootfest, das Mondfest und das Chongyang-Fest. Das Frühlingsfest ist davon das wichtigste. Nach alter Tradition begeht man dieses Fest, um eine reiche Ernte zu feiern, Böses zu beseitigen und um Glück und Zufriedenheit im kommenden Jahr zu bitten. Während des Frühlingsfestes bringt man den Ahnen Opfer dar und besucht einander. Höhepunkte aller Feste sind in überall im Lande der Drachenlaternen-, der Löwen- und der Yangge-Tanz. Zum Laternenfest isst man Tangyuan (gekochter Klebreisklöße mit Füllung), betrachtet die Laternen und macht Rätselspiele. Zum Qingming-Fest gedenkt man am Grabe eines Toten und wandert ins Grüne. Zum Drachenbootfest finden überall Drachenbootrennen statt und man isst Zongzi (in Bambus- oder Schilfblätter eingewickelte Klebreisklößchen). Zum Mondfest beobachtet man den Mond und isst Mondkuchen, was den Wunsch ausdrückt, mit seine Blutsverwandten zusammen sein zu wollen. Zum Chongyang-Fest steigt man auf Anhöhen und bewundert Chrysanthemen. In vielen Orten ehrt man während des Chongyang-Festes besonders die Alten. Rot gilt im Volk als Farbe der Freude und wird darum bei Geburtstagsfeiern für ältere Personen, die Hochzeitsfeiern, Festveranstaltungen oder Neueröffnung eines Geschäfts verwendet. Man hängt auch zu Festen rote Laternen auf und klebt rote Spruchrollen an Wände und Türen. Nur ein kleiner teil der Han hängt einer Religion an. Die meisten von diesen sind Anhänger des Buddhismus, des Taoismus, des Katholizismus und des Protestantismus.
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