Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Hani-Nationalität
(哈尼族 - Ha Ni Zu)
Laut Zensus von 2000 gab es 1,4397 Mio. Angehörige der Hani-Nationalität, die
hauptsächlich in den Gebieten des Ailao- und des Wuliang-Gebirges im
südlichen Teil der Provinz Yunnan lebten.

Die Hani betreiben hauptsächlich Landwirtschaft und sind Meister beim Anlegen
von Terrassenfeldern. Diese erstrecken sich von den Flusstälern bis zu
den Gipfeln; oft kann man einige Hundert Terrassenstufen erblicken. Die
Hani sind ausgezeichnete Teepflanzer. Ihre Dörfer liegen meist auf halber
Höhe eines Berges. Die traditonellen Wohnhäuser sind dreistöckig und
bestehen aus einer aus Erde gestampften Grundmauer, eine Konstruktion
aus Bambus und Holz und einem Strohdach. Das Erdgeschoss ist der Stall
für die Haustiere. Darüber liegen Wohnung und Getreidelager. Der oberste
Stock ist Lager für diverse Artikel.

Die Hani sprechen ihre eigene Sprache, hatten aber lange Zeit
keine eigene Schrift. 1957 wurde dann eine auf dem lateinischen Alphabet
basierende Lautschrift geschaffen. Im Volk erzählt man sich unzählige
Geschichten über den Ursprung aller Dinge in der Welt oder über die Wanderungen
der Hani in der Vergangenheit. Die Hani sind gute Sänger und Tänzer und
tragen meist ein Musikinstrument bei sich. Sie verehren viele Götter
und ihre Vorfahren. Sie legen großen Wert darauf, fröhliche Ereignisse
wie Geburten und Hochzeiten ausgiebig zu feiern.
 
Nach dem traditionellen Kalender der Hani-Nationalität wird
das Jahr in eine kalte, eine warme und in eine Regenzeit eingeteilt.
Es ist bei den Hani Brauch, Neujahr jährlich zweimal zu feiern, nämlich
einmal im Oktober und ein zweites Mal im Juni. "Jiexinyan (Bankett auf der Straße)" ist das wichtigste beim Oktober-Neujahr. Im Zentrum des Dorfes wird eine lange
Reihe von Tischen für ein Festessen aufgestellt, an dem alle Dorfbewohner
voller Freude teilnehmen.
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