Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Elunchun-Nationalität (鄂温鄂伦春族 - E Lun Chun Zu)
Nach der Volkszählung von 2000 lebten die 8200 Elunchun überwiegend in der Inneren
Mongolei und in der Provinz Heilongjiang. Das Autonome Elunchun-Banner
der Inneren Mongolei ist das größte von dieser Nationalität bewohnte
Gebiet.
Seit Generationen leben die Elunchun in den dichten Wäldern des Großen und des
Kleinen Hinggan-Gebirges. Sie jagen, fischen und sammeln Pflanzen und
Früchte. Die Güter werden bei ihnen nach dem Grundsatz der Gleichheit
verteilt. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Elunchun
mit Unterstützung durch Regierungsstellen sesshaft und betreiben nun
hauptsächlich Ackerbau und Waldwirtschaft. Seit 1996 jagen die Elunchun
nicht mehr, sie haben im Interesse des Naturschutzes von der traditionellen
Jagd Abschied genommen.
Die Elunchun haben ihre eigene Sprache, aber keine eigene Schrift. Sie
benutzen Sprache und Schrift der Han.
Die Elunchun stellen Gebrauchsartikel und Boote aus Birkenrinde her.
In die Rinde werden oft schöne Muster geritzt oder gestickt. Sie sind
auch sehr geschickt bei der Pelzverarbeitung. Ihre Tracht machen sie
meist aus Rehfellen; die wärmt gut und ist sehr haltbar. Die typische
Kopfbedeckung wurde früher aus dem Fell des Rehkopfes angefertigt und
diente bei der Jagd als perfekte Tarnung.
Früher waren die Elunchun Anhänger des Schamanismus und glaubten,
dass alle Dinge in der Welt beseelt seien. Sie opferten dem Berg-, dem
Sonnen- und dem Feuergott. Sie zeigten vor Bären und Tigern Ehrfurcht
und nannten niemals direkt ihre Namen. Sie verehren ihre Ahnen und ehren
ihre Alten. Sie sind gastfreundlich und lieben Gesang und Tanz. Bei ihren
Festen haben sie vieles von anderen Nationalitäten, insbesondere von
der Han-Nationalität übernommen. Sie feiern das Frühlingsfest, das Drachenboot-
und das Mondfest.
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