Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Dong-Nationalität
(侗族 - Dong Zu)
Laut Volkszählung gehörten im Jahr 2000 2,9603 Mio. chinesische Bürger der Dong-Nationalität
an. Sie leben vor allem in Guizhou, Hunan und Guangxi.

Traditionell betreiben die Dong Landwirtschaft, wobei die Wasserreiskultur dominiert.
Ein kleinerer Teil der Dong ist in der Forstwirtschaft beschäftigt.

Die Dörfer der Dong liegen an Berghängen und nahe an Flüssen.
Ihre Wohnhäuser sind zwei- oder dreistöckig und aus Holz erbaut. Balustraden
sind wichtige Bestandteile dieser Häuser. Im Zentrum eines Dong-Dorfes
stehen hohe Trommeltürme. Normalerweise haben gleichnamige Familien jeweils
einen. Deshalb findet man in einem größeren Dorf drei, vier oder noch
mehr Trommeltürme. Diese sind nicht nur Zentren öffentlicher Aktivitäten
der Dong, sondern auch Symbole der Dong-Dörfer.

Die Dong haben in der Architektur, Musik und beim Dichten
hervorragende Leistungen vollbracht. Ihre Stickereien, Flechtwaren, Malereien,
Schnitzereien und Silberartikel sind einzigartig. Die Dong haben eine
eigene Sprache, aber keine eigene Schrift. In den 50er Jahren des 20.
Jahrhunderts wurde eine Dong-Schrift geschaffen. Heute benutzen die Dong
meist die Schrift der Han.
Ein Sprichwort der Dong lautet: "Der
Reis nährt den Körper, Lieder nähren das Herz".

Am bekanntesten ist der "Große
Gesang", bei dem es mehrere Stimmlagen, aber keinen Dirigenten und keine Musikbegleitung
gibt. Die Sänger werden mit größter Sorgfalt ausgewählt und von klein
auf ausgebildet. Die Dong-Nationalität hat eine eigene oper entwickelt,
die natürlich Dong-Oper heißt und aus der volkstümlichen Unterhaltung
stammt, die reich an Scherzgedichten und Bänkelliedern ist.
Die Dong kennen viele traditionelle Feste und sonstige unterhaltsame
Veranstaltungen. Außer dem größten fest, dem Frühlingsfest, gibt es noch
das neujahr der Dong, das "Chixin" (das Neue probieren)-Fest, das fest des Büffelgottes u. a. m.
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