Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die De´ang-Nationalität
(德昂族 - De Ang Zu)
Nach dem Zensus von 2000 gab es 17900 Angehörige der De´ang-Nationalität, die
in der Provinz Yunnan lebten.

Die De´ang betreiben hauptsächlich Ackerbau; ihre Spezialität ist der Teeanbau,
weswegen man sie scherzhaft als "Alte Teezüchter" bezeichnet. Die Wirtschaft der De´ang ist vom Tee abhängig. Die De´ang trinken
nicht nur selbst gern Tee, sondern verschenken ihren Tee zeremoniell
auch an ihre Besucher, oder wenn sie einen Heiratsantrag machen oder
einen Streit schlichten wollen. Die De´ang sind berühmt für ihre Flechtwaren
aus Bambus und ihre Tonwaren.

Die De´ang wohnen seit langem verstreut unter anderen Nationalitäten
wie Han, Dai, jingpo und Wa. Besonders die Dai übten großen Einfluss
auf sie aus. Sie haben die gleiche Religion, die gleichen Sitten und
Gebräuche wie die Dai. Die Wohnhäuser der De´ang sind meist aus Bambus
und haben Geländer.

Die De´ang-Nationalität hat ihre eigene Sprache. Manche De´ang
beherrschen die Dai-, die Han- oder die Jingpo-Sprache. Die reiche Volksliteratur
ist mündlich überliefert. In der Musik spielen Blasinstrumente und Schlagzeug
die Hauptrolle. In der Unterhaltung sind Scherzgedichte und Bänkelliedern
beliebt. Die Wassertrommel, ein sehr altes Instrument, hat sich bis heute
erhalten. Sie bekam ihren Namen, weil man in die Trommel eine bestimmte
Wassermenge gießen muss, bevor sie geschlagen wird. Die De´ang tanzen
vor allem zu religiösen Festen. Die Bautechnik und Schnitzereien der
De´ang-Nationalität waren in der Geschichte berühmt. Heute noch sind
in manchen von den De´ang bewohnten Orten Ruinen alter Städte und Paläste
zu sehen.
Die De´ang sind Anhänger des Buddhismus. In jedem Dorf steht ein buddhistischer
Tempel. Das wichtigste Fest ist das Wasserfest. Dann reinigt man die
Buddhastatuen und bespritzt sich gegenseitig mit Wasser, um einander
Glück zu wünschen und Neujahr zu feiern.
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