Chinas Nationalitäten (Minderheiten)
- Die Nationalität der Dahuren (达斡尔族 - Da Wo Er Zu)
Laut Volkszählung von 2000 hatte die Nationalität der Dahuren 132400 Angehörige,
die hauptsächlich im Autonomen Gebiet Innere Mongolei und in der Provinz
Heilongjiang ihre Heimat haben. Auch im Kreis Tacheng es Autonomen Gebiets
Xinjiang leben Dahuren.
Unter den nationalen Minderheiten Nordchinas haben die Dahuren relativ früh das
Nomadenleben sowie das Fischen und Jagen aufgegeben. Heute leben sie
hauptsächlich vom Ackerbau. Doch sie haben die von ihren Vorfahren übernommene
Technik des Eisaufbrechens zum Fischfang bewahrt. Sie verstehen sich
auch gut darauf, Wagen mit großen Rädern zu bauen. Diese sind leicht
und stabil und bestens für Hirten geeignet, die ständig mit ihrem Vieh
umherziehen müssen. Man nennt sie poetisch "Fliegen auf Gras".
Die Dahuren haben eigene Sprache, aber keine eigene Schrift entwickelt.
In der Qing-Dynastie war bei ihnen das Mandschurische gebräuchlich.
Heute benutzen sie Sprache und Schrift der Han. Doch es gibt Dahuren,
die neben ihrer eigenen Sprache auch Mongolisch, Uigurisch und Kasachisch
in Wort und Schrift beherrschen.
Früher waren die meisten Dahuren Anhänger des Schamanismus,
eine Minderheit folgte dem Lamaismus. Heute sieht man nur selten Opferriten
bei ihnen. Die Dahuren ehren die Alten und sind sehr hilfsbereit und
gastfreundlich. Sie legen großen Wert auf Etikette. Das "Anie"-Fest ist der Höhepunkt eines Jahres und entspricht dem Frühlingsfest bei der
Han-Nationalität. Während des Festes sind Gesangs- und Tanzveranstaltungen
sowie andere Vergnügungen natürlich unverzichtbar. Weil die Winter in
ihrem Siedlungsgebiet sehr lange dauern, sind viele Dahuren wahre Meister
im Spiel "Boyikuo", das viele Ähnlichkeiten mit dem modernen Hockey hat.
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