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Die Geschichte Chinas - Die Große Mauer - Symbol der chinesischen Nation
Die Große Mauer, die bis heute erhalten ist, stammt aus der Ming-Dynastie. Sie
nimmt ihren Anfang im Ost am Pass Shanhaiguan, an der Grenze zwischen
den Provinzen Shandong und Liaoning, passiert bzw. durchläuft den Großraum
Beijing, das Automone Gebiet Innere Mongolei, die Provinzen Shanxi und
Shaanxi und das Autonome Gebiet Ningxia und endet im Westen am Pass Jiayuguan,
Provinz Gansu. Sie hat eine Gesamtlänge von mehr als 12700 Li (1 Li entspricht
0,5 km).
Mit dem Bau von Mauern als Verteidigungsanlagen wurde in
China bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. In den mehr als 2000
Jahren bauten
insgesamt über 20 Dynastien und Fürstentümer die Mauerabschnitte, die
zusammengerechnet mehr als 100000 Li lang waren. In der Frühlings- und
Herbstperiode (770 - 476 v. Chr.) errichteten die Fürstentümer Schutzwälle,
die zumeist sehr lang waren und deshalb "lange
Mauern" genannt wurden. In der Zeit der Streitenden Reiche (475 - 221 v. Chr.) errichteten
die Reiche Qi, Chu, Wie, Yan, Zhao, Qin und Zhongshan nacheinander an
den Grenzen Schutzwälle gegeneinander bzw. gegen das mächtige Nomadenvolk
Xiongnu (Hunnan) aus dem Norden. Nach der Vereinigung Chinas (221 v.
Chr.) ließ der Erste Kaiser der Qin-Dynastie, Shi Hunag Di, die Schutzwälle
der ehemaligen Reiche Qin, Zhao und Yan miteinander verbinden, um Überfälle
aus dem Norden abzuwehren. Innerhalb von zehn Jahren wurde eine im Wesentlichen
geschlossene Mauer mit einer Gesamtlänge von über 5000 km fertiggestellt.
Danach errichteten die Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.), die
Nördliche Wei-Dynastie (386 - 534), die Nördliche Qi-Dynastie (550 -
577), die Nördliche Zhou-Dynastie (557 - 581) und die Sui-Dynastie (581
- 618) an ihren nördlichen Grenzen ihrerseits Mauern. Um das Eindringen
der Mongolen und Mandschuren abzuwehren, verstärkte die Ming-Dynastie
die Große Mauer und baute sie immer weiter aus. Schließlich entstand eine 6700 km lange Mauer aus Ziegelsteinen, von der der Abschnitt vom Pass Shanhaiguan
bis zum Fluss Yalujiang infolge der nicht besonders soliden Bauarbeit
größtenteils zerstört ist, während die Strecke zwischen den Pässen Shanhaiguan
und Jiayuguan im Großen und Ganzen gut erhalten ist. Typisch für die
Große Mauer aus der Ming-Dynastie ist der Abschnitt Badaling, ca. 50
km nördlich von Beijing. Die Mauer ist hier 8,5 m hoch und unten 6,5
m breit. An der Außenseite ist die Mauer mit hohen Schießscharten versehen.
Zu den wichtigsten Bestandteilen der Großen Mauer zählen Festungen in
strategisch wichtigen Gegenden und an Verkehrsknotenpunkten sowie Alarmfeuertürme.
Von der Großen Mauer aus der Zeit der Qin-Dynastie existieren nur noch
einige Ruinen.
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