|
|
![]() |
|
Die chinesische Teekultur - Volkstümliche TeekunstDer alte Stil von Huzhou Huzhou in der Provinz Zhejiang ist ein bekannter Teeort. Hier hat der "Teeheilige" Lu Yu sein Buch über den Tee geschrieben. Die Umgebung bietet ideale Bedingungen für den Teeanbau: grüne von Bächen durchzogene Berge, zahlreiche Teiche und Flüsse, ein fruchtbarer Boden und nicht zuletzt ein mildes Klima. Für Gäste ist in Huzhou auch heute noch stets alles für einen stilgerechten Empfang vorbereitet. Man hält Tee, Zutaten, Früchte, gereinigte Teegeräte, Wasser und Bambusstreifen bereit. Betritt der Gast das Haus, bittet der Gastgeber ihn, den Ehrenplatz einzunehmen. In einem hohen Wassertopf, eine Abart des von Lu Yu entworfenen Teekessels, wird das Wasser mit Bambusstreifen als Brennstoff gekocht. Der Gastgeber pickt mit drei Fingern Tee aus einer Dose und gibt ihn in die Teeschale. Hinzu kommen ein paar geröstete Bohnen und andere Zutaten. Man gießt das kochende Wasser aus einer angemessenen Höhe in die Schale, bis das Wasser ca. 70 Prozent der Schale füllt, und rührt mit Essstäbchen. Diese Vorgehensweise stammt noch aus der Tang-Dynastie. Wenn der Tee gut gezogen ist, die Bohnen weich sind und alle Zutaten sich gut gemischt haben, überreicht die Frau des Hauses dem Gast die Teeschale. Zum Tee knabbert man Melonenkerne und Trockenfrüchte. Die Gastgeberin schenkt noch zweimal nach. Will man weiteren Tee, muss er wieder frisch aufgebrüht werden.
Erlesene Geräte, gutes Wasser, feine Zutaten und wertvoller Tee sowie der Ablauf des Teekochens, Überreichens und Kostens, das alles ist in Huzhou ein ungeschriebenes Gesetz der Höflichkeit. Mehrmals im Jahr treffen sich in Huzhou verheiratete Frauen zur Teeparty, dem sogenannten "Da Cha Hui", wörtlich übersetzt: "Tee-Schlagen-Sitzung". Das Zeremoniell in Huzhou weist viele Gemeinsamkeiten mit der alten Teezeremonie auf.
Was den geistigen Inhalt anbetrifft, so betont dieser Stil die Liebe zum Leben, die Geselligkeit und den Hang zum "Freudeteilen mit anderen", nicht wie bei Eremiten "meine Freude" oder bei Mönchen das asketische Leben. Fröhlichkeit steht ganz obenan. Die chinesische Teekultur - Der Gongfu-Tee in Chaozhou und ShantouDie chinesische Teekultur - Die Teekultur in Yunnan
Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
|
![]() |
||||||||||||||||||