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China Reisen - Historische Relikte

China ist eines der vier alten Kulturländer der Welt. Die jüngsten archäologischen Funde beweisen, dass die primitive Bilderschrift vor 7000 Jahren entstand. Der Ursprungsort der chinesischen Kultur lag nicht nur im Einzugsgebiet des Gelben Flusses, sondern auch im Einzugsgebiet des Yangtse-Flusses, wo primitive Agrargeräte und Reissaaten, die vor 7000 Jahren für den Reisanbau verwendet wurden, entdeckt wurden.

Die Zivilisationsgeschichte Chinas ist so lang wie die von Ägypten, Babylon und Indien, in mancher Hinsicht sogar noch länger. Historische Ruinen und Relikte finden sich überall in China. Allein die Zahl der davon registrierten beträgt über 5000. Ausländische Touristen sind oft über ihre eigenen "Entdeckungen" in China erstaunt.

Die bekannteste historische Ruine ist natürlich die Große Mauer. Diese 12700 Li (6350 km) lange Mauer erstreckt sich vom Jiayu-Paß in Gansu ostwärts bis zum Shanhai-Paß in Hebei. Würde man ihre verschiedenen Abschnitte, die in einem Zeitraum von über 2000 Jahren vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis zum 16. Jahrhundert erbaut wurden, miteinander verbinden, so würde ihre Gesamtlänge über 100000 Li (50 km) betragen, länger als der Äquator. Daher heißt sie im Chinesischen "Wanli Changcheng" (die 10000 Li lange Mauer).

Wie die Pyramiden für Ägypten ist die Große Mauer ein Symbol für China. In China pflegt man zu sagen: "Wer nicht die Große Mauer erklommen hat, ist kein ganzer Kerl!" Wie für Ägyptenbesucher der Besuch der Pyramiden ein Muß ist, ist genauso eine Chinareise ohne Besuch der Großen Mauer undenkbar.

Der Kaiserpalast, auch Zijincheng (die Purpurne Verbotene Stadt) genannt, ist ein eindrucksvoller Baukomplex von antiken kaiserlichen Palästen. Er liegt im Zentrum der Stadt Beijing. Seine Mauern sind 10 m hoch und messen von Osten nach Westen 760 m und von Süden nach Norden 960 m. Der Kaiserpalast hat eine Gesamtfläche von 720000 qm und ist außerhalb der Mauern von einem Wassergraben umgeben. Auf seinem Gelände befinden sich 9999 und ein halber Raum. (Dies, weil man den Himmel, in dem es der Sage nach 10000 Räume geben soll, nicht herausfordern wollte.) Damit ist er der größte Kaiserpalast der Welt.

In über 500 Jahren diente der Kaiserpalast 24 Ming- und Qing-Kaisern als Residenz. Die hiesigen Gebäude und Hallen sind mit roten Mauern und gelben Dachziegeln, geschnitzten Balken und bemalten Pfeilern geschmückt. An den vier Ecken der Mauern steht je ein kunstvoll gestalteter "Wachturm" mit neun Balken und 18 Säulen.

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Die verbotene Stadt in Beijing - die Bastion der kaiserlichen Herrschaft in der Ming- und der Qing-Dynastie. Sie wurde im Jahre 1406 erbaut und später wiederholt renoviert.

Geht man durch das Tiananmen (Tor des Himmlischen Frieden), sieht man sofort das Wumen (Mittagstor), das Haupttor des Kaiserpalastes. In den hohen Hallen im vorderen Teil des Palastes erledigte der Kaiser die Staatsgeschäfte und empfing seine Minister und ausländische Gesandte zur Audienz. Im hinteren Teil des Palastes befinden sich die Wohngemächer des Kaisers, der Kaiserin und der kaiserlichen Konkubinen. Ganz hinten ist der Kaiserliche Garten.

Heute sind in den verschiedenen Hallen und Gebäuden die Einrichtungen und Utensilien für die Arbeit und das Leben des Kaisers bzw. der Kaiserin und der kaiserlichen Konkubinen ausgestellt. Außerdem gibt es eine Sonderausstellung von Kostbarkeiten aus verschiedenen Dynastien. Die zahlreichen wertvollen historischen Relikte und der Gebäudekomplex bilden ein Museum im wahrsten Sinne des Wortes.

China in Bildern

In diesem riesigen Kaiserpalast spielten sich in der Vergangenheit unzählige spektakuläre Hofgeschichten ab. Der Film "Der letzte Kaiser", der mit vielen Oskars ausgezeichnet wurde, wurde hier gedreht.

Der ehemalige amerikanische Außenminister Dr. Henry Kissinger, der China mehrmals besucht hat, äußerte einmal, der Himmelstempel in Beijing sei ein Wunderwerk der klassischen chinesischen Baukunst.

Der vor über 500 Jahren erbaute Himmelstempel war ein Ort, an dem der Kaiser zum Himmel betete und opferte. Der chinesische Kaiser nannte sich "Sohn des Himmels". Er führte persönlich den Vorsitz bei der Opferzeremonie, die jährlich einmal stattfand. Der Himmelstempel ist flächenmäßig doppelt so groß wie der Kaiserpalast. Er bildet in der Tat einen riesigen kaiserlichen Garten, der nicht so dicht mit Gebäuden bestanden ist, dafür sich aber zahlreicher üppiger Bäume erfreut. Das wichtigste Gebäude im Garten ist die Halle der Ernteopfer, die Dr. Kissinger sehr bewunderte. Er sagte, jedes Mal, wenn er die Halle der Ernteopfer betrete, könne er mit keinen Worten seine Ehrfurcht vor diesem Kunstwerk beschreiben. Die Halle der Ernteopfer ist architektonisch einzigartig.

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Es ist eine runde Halle mit einem dreistöckigen, von einer vergoldeten Spitze gekrönten Dach aus blauglasierten Ziegeln, die auf einem kreisrunden, dreistufigen, etwa 6 m hohen, von Marmorgeländern umgebenen Podest erbaut ist. Die 38 m hohe Halle misst 30 m im Durchmesser. Ihr Dach verjüngt sich nach oben. Die Holzkonstruktion kommt ohne einen einzigen Nagel aus. Das Dach ruht auf 28 Säulen und vielen ineinander verzapften Balken. Die vergoldeten Säulen bieten einen überwältigenden Anblick.

Eine andere Attraktion im Himmelstempel ist die Echomauer. Steht eine Person an einem Ende der runden Mauer und spricht leise gegen die Mauer, kann eine andere Person, die am anderen Ende der Mauer steht und das Ohr an die Mauer presst, ihre Worte deutlich hören. Dieser Effekt beruht auf der geschickten Anwendung akustischer Grundsätze durch die chinesischen Architekten der damaligen Zeit.

In China gibt es noch viele andere eigenartige antike Bauten. Der Hängende Tempel in einem Tal des Hengshan-Berges in der Provinz Shanxi ist ein Beispiel. Dieser vor 1500 Jahren erbaute Tempel scheint an einer steilen Bergwand zu "hängen" und wird nur von langen Pfählen gestützt. Das dreistöckige Gebäude ist eine Holzkonstruktion. Die höchste Stelle liegt über 50 m vom Boden entfernt. Normalerweise gehört ein Tempel einer einzigen Religion an. Im Hängenden Tempel werden indessen gleichzeitig Sakyamuni, Lao Zi und Konfuzius, also die Begründer des Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus, verehrt, was dieser Stätte eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.

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In Tongli , nähe Suzhou, Provinz Jiangsu

Das mysteriöseste antike Bauwerk in China ist ohne Zweifel der Potala-Palast in Tibet. Er befindet sich auf einem Berg im Nordwesten der Stadt Lhasa. Dieser im 7. Jahrhundert erbaute festungsartige Gebäudekomplex ist der am höchsten gelegene und größte der Welt. Er hat 13 Stockwerke und nimmt ein Terrain von 41 ha ein. Der Potala-Palast besteht aus 1000 Gebäuden, die alle mit Granit errichtet sind. Er diente den Dalai Lamas der Vergangenheit als Residenz, Amtssitz und Stätte für buddhistische Zeremonien. Das Schlafzimmer für den Dalai Lama liegt an der höchsten Stelle. Da es den ganzen tag hindurch Sonnenschein hat, wird es als "Sonnenschein-Halle" bezeichnet. Die Stupas, in denen die sterblichen Überreste der Dalai Lamas der Vergangenheit aufbewahrt werden, befinden sich auch im Potala-Palast. Die Gebetshallen, Buddhastatuen, Skulpturen und Wandmalereien sowie die zahlreichen buddhistischen Werke und Kleinodien, die im Potala-Palast aufbewahrt werden, sind von hohem historischen und kulturellen Wert. In den letzten Jahren hat die Regierung 53 Mio. Yuan für die Renovierung des Potala-Palastes investiert, so dass dieser berühmte Baumkomplex in noch glänzenderem Licht erscheint.

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Der Xuankong-Tempel am Hengshan-Berg in der Provinz Shanxi. "Xuankong" bedeutet im Chinesischen "in der Luft hängen".

Der Pavillon der Dunkelgrünen Wellen, der Löwenwald, der Wangshiyuan-Garten, der "Garten zum Verweilen" und andere Gärten, die sich in der Stadt Suzhou befinden, stellen meisterhafte Werke der Gartenbaukunst der Song-, Yuan-, Ming- und Qing-Dynastie dar. Sie dienten meistens als Privatresidenz von Beamten und Gelehrten. In einem kleinen Gelände bilden Pavillons, Brücken, Teiche, künstliche Felsen, Bäume und Blumen eine Miniatur der Natur.

Die alten Wohnhäuser in Huizhou (Kreis Shexian, Provinz Anhui) zeigen einen anderen Baustil. Die Huizhouer Händler, die sich durch den Handel auswärts bereichert hatten, ließen in ihrer Heimat stattliche Anwesen bauen. Hier sind über hundert Wohnhäuser, die vor etwa 500 Jahren in der Ming-Dynastie gebaut wurden, gut erhalten. Die hohen, geschlossenen Brandmauern, die schön dekorierten Türen, die quadratischen kleinen Höfe, die geschnitzten Holzfenster sowie die Holztreppen, welche knarren, wenn man sie betritt, verraten etwas über die Geistesart der damaligen Huizhouer Händler, die zwar in Behaglichkeit und Komfort leben, aber durch ihren Reichtum auch nicht auffallen wollten.

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Der Potala-Palast Lhasa, der Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet

Während diese Wohnhäuser der Neueren Zeit mit größter Sorgfalt gebaut sind, scheinen die Wohnhäuser aus grauer Vorzeit sehr primitiv gewesen zu sein. Das Dorf Banpo in einem Vorort von Xi´an ist die Ruine einer Siedlung der matriarchalischen Gemeinschaft, die vor 6000 Jahren im Einzugsgebiet des Gelben Flusses existierte. In der Ruine finden sich 45 Wohnhäuser, die in der Frühzeit halb in der Erde und in der Spätzeit über der Erde mit Lehm und Holz gebaut wurden. Sie sind kegelförmig oder quadratisch. Ihre Türen gehen alle gegen den Süden. In der Mitte jedes Hauses war eine Grube, wo man Feuer machen konnte. Rings um die Häuser lagen Keller, Brennöfen und Gräber.

Das vor 2200 Jahren großangelegt gebaute Wasserbauprojekt Dujiangyan in Sichuan ist das älteste dieser Art in der Welt. Bewundernswert ist, dass diese Wasserbauanlage bis dato noch funktioniert. Sie hat den Minjiang-Fluß in zwei Flussarme geteilt und verschiedene Funktionen wie Hochwasserableitung, Bewässerung und Schiffahrt miteinander verbunden. Dank dieser Anlage können 600000 ha Ackerland nicht nur vor Hochwasser geschützt, sondern auch bewässert werden. In der Nähe gibt es noch andere Sehenswürdigkeiten wie den Fulongguan-Tempel, den Erwang-Tempel und eine Hängebrücke.

Von den alten Städten Gaochang und Jiaohe, die ebenfalls vor über 2000 Jahren in der Nähe von Turfan (Turpan), Xinjiang, errichtet wurden, sind nur Ruinen übriggeblieben. Die beiden Städte, die über 1000 Jahre lang blühten und gedeihten, verwahrlosten in den späteren Jahrhunderten allmählich. Obwohl von ihnen nur noch Trümmer aus Löß übriggeblieben sind, sind Stadtmauern, Straßen, Tempel, Stupas, Wohnhäuser, Brunnen, Amtssitze von Beamten, Manufakturen und Basare infolge der Trockenheit und hohen Temperatur noch ungefähr erkennbar. Steht man auf dieser verlassenen Ruine, hat man eine Ahnung, wie es vor 2000 Jahren hier gewesen sein muß.

In den letzten Jahren wurden in manchen Ländern und Gebieten "Tang-Städte", "Song-Städte" und "Ming-Städte" gebaut. Das zeigt ihr großes Interesse für China. Die "Städte" sind Nachahmungen von Xi´an (Chang´an in der Tang-Dynastie), Kaifeng (Bianliang in der Song-Dynastie) und Nanjing, die in der Tang (618 - 907), der Nördlichen Song (960 - 1127) bzw. der Ming (1368 - 1644)-Dynastie als Hauptstadt dienten. (Nanjing diente als die Hauptstadt der Ming-Dynastie nur etwa 50 Jahre lang. Später verlegte die Ming-Dynastie ihre Hauptstadt nach Beijing.) Heute sind die Stadtmauern dieser Städte noch gut erhalten. Sie wurden in den letzten Jahren nach dem Original ausgebessert. Auch manche Straßen in diesen Städten wurden nach ihrem ursprünglichen Aussehen restauriert.

In den 70er Jahren wurde in der Nähe des Mausoleums des ersten Kaisers Shihuangdi der Qin-Dynastie bei Xi´an eine Terrakottaarmee, die 2200 Jahre lang unter der Erde vergraben war, entdeckt. Diese Entdeckung erregte großes Aufsehen in der Welt und wurde von der internationalen Öffentlichkeit als das "8. Weltwunder" bezeichnet. Der Qin-Kaiser Shihuangdi war der erste chinesische Kaiser, der die Staatsmacht in der Hand hatte. Neben seinem Mausoleum wurden einige Tausend lebensgroße bemalte Krieger- und Pferdefiguren aus Ton als Grabbeigaben und verschiedene Waffen, die damals im Krieg benutzt wurden, begraben. Später wurden nach und nach Kupferkutschen und Höhlen, die Imitationen von Kommandostäben darstellen, entdeckt und über 10000 Kulturgegenstände freigelegt. Die Krieger- und Pferdefiguren, die individuell modelliert sind und lebendig wirken, sind nach einer Schlachtordnung angeordnet und bilden eine machtvolle, aufbruchbereite Armee.

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Grube mit Terrakotta-Soldaten und -Pferden, Grabbeigaben für den Kaiser Qin Shi Huang, der von 221 v. Chr. bis 209 v. Chr. regierte. Insgesamt über 8000 lebensgroße tönerne Soldaten und Pferde sind freigelegt worden.

Die Bildhauerkunst der chinesischen Grotten ist einmalig. Die Skulpturen in diesen Grotten haben meistens buddhistische Motive und sind über 1000 Jahr alt. Die Yungang-Grotten bei Datong, Provinz Shanxi, die Longmen-Grotten bei Luoyang, Provinz Henan, die Maijishan-Steinskulpturen bei Dazu, Provinz Sichuan, sind weltbekannt.

Der Riesenbuddha in Leshan, Provinz Sichuan, ist die größte aus dem Felsen geschnitzte Buddhastatue in der Welt. Er ist 71 m hoch, allein seine Schultern sind 28 m breit. Diese Statue wurde vor 1000 Jahren in der Tang-Dynastie aus einer Bergwand herausgehauen, eine Arbeit, die gut 90 Jahre dauerte. Der riesige Buddha sitzt dem Zusammenfluß von drei Flüssen gegenüber und hat eine imposante Ausstrahlung.

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Der steinerne Buddha in Leshan, Provinz Sichuan, der größte dieser Art in der Welt. Die Statue wurde von der UNESCO in die Liste des Natur- und Kulturerbes der Welt aufgenommen.

Von den zahlreichen Grotten sind die Mogao-Grotten bei Dunhuang, Provinz Gansu, die als "Schatzkammer der orientalischen Kunst" bezeichnet werden, am bedeutendsten. Sie befinden sich an einer 1600 m langen Felswand am östlichen Fuß des Mingsha-Berges. Der Bau der über 1000 Grotten mit Buddhastatuen begann im Jahre 366 und dauerte über 1000 Jahre. Die Initiatoren waren Händler, die auf der Seidenstraße hin- und herwanderten, Beamte und Zivilisten. Sie ließen die Statuen anfertigen, um ihre Verehrung Buddhas auszudrücken und in der Hoffnung, dass sie von ihm beschützt würden. Heute sind noch 492 Höhlen aus zehn Dynastien, Wandmalereien mit einer Gesamtfläche von mehr als 45000 qm und über 2000 buntbemalte Statuen vollständig erhalten.

Die Skulpturen und Wandmalereien der Magao-Grotten haben meistens die Darstellung der buddhistischen Geschichte und Doktrin zum Inhalt. Daneben gibt es viele Bilder, die die Sitten und Gebräuche sowie die Kultur und Kunst verschiedener Dynastien darstellen. Besonders die Figuren von Tänzerinnen, die Pipa (chinesische Laute mit vier Saiten) auf dem Rücken spielen, und von nackten fliegenden Apsaras sind bezaubernd. Die Magao-Grotten bergen reiche, wertvolle Materialien zum Studium der Politik, Wirtschaft, Kultur und des Militärwesens des chinesischen Altertums und sogar des ganzen Orients in sich. Sie sind so umfangreich, dass eine spezielle wissenschaftliche Disziplin - "Dunhuang-Kunde" - entstanden ist, der chinesische und ausländische Wissenschaftler große Aufmerksamkeit schenken.


Kartenskizze der Seidenstraße

Xi´an war der Ausgangspunkt der alten Seidenstraße und Dunhuang ein Verkehrsknotenpunkt an dieser Straße. In Dunhuang gablete sich die Seitenstraße in drei Richtungen und erstreckte sich westwärts nach Xinjiang. Obwohl seit der Eröffnung der Seidenstraße als eines Passes für Außenhandel bereits 2000 Jahre verstrichen sind, ist sie heute immer noch eine Attraktion für Touristen, den die alten Städte, Tempel, Pagoden, Steintafeln, Gräber, Wandmalereien und Grotten an der Seidenstraße sowie die verschiedenen Relikte, die den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Osten und Westen beurkunden, haben eine große Anziehungskraft für Reisende.

Die Magao-Grotten, die Große Mauer, der Kaiserpalast, das Mausoleum des Qin-Kaisers Shihuangdi und der Potala-Palast wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Es wird oft gesagt: Willst du das China von vor 2000 Jahren kennen lernen, so gehe nach Xi´an; möchtest du wissen, wie es in China vor 1000 Jahren aussah, begib dich nach Beijing; willst du das China von vor 100 Jahren kennenlernen, dann ist Shanghai der richtige Ort. Shanghai ist eine Miniatur des China der Neueren Zeit. Dort gibt es viele historische Relikte aus dem letzten Jahrhundert, wie z.B. Relikte aus dem Taiping-Reich des 19. Jahrhunderts, ausländische Bauten, die ehemals in Shanghai, dem ersten Außenhandelshafen Chinas, errichtet wurden, die ehemaligen Wohnsitze von Dr. Sun Yat-sen, Soong Ching Ling, Lu Xun und anderen berühmten Persönlichkeiten und die Stätte des 1. Parteitags der KP Chinas. Die Geschichte entwickelt sich ununterbrochen. Auch wenn man die jüngsten Entwicklungen in der chinesischen Geschichte "entdecken" möchte, fährt man am besten nach Shanghai. Dort kann man den neuen Aufschwung der Reform und Öffnung Chinas am deutlichsten spüren. Die neu gebauten Brücken über den Huangpu-Fluß, der Fernsehturm "Perle des Ostens", die U-Bahn, die Hochstraßen, der umgebaute "Bund", der Yuyuan-Basar sowie die neuen Hochhäuser, die wie Pilze aus dem Boden schießen - sie zeigen alle das pulsierende Leben in dieser modernen Metropole. Daher zieht Shanghai viele Touristen an.

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