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Die Geschichte der chinesische Mauer - Die Festungsstadt ShanhaiguanDer Paß Shanhaiguan befindet sich im Nordosten der Provinz Hebei zwischen dem Yanshan-Gebirge im Norden und dem Bohai-Meer im Süden. Das Gebirge ist nur einige Kilometer vom Meer entfernt. Von alters her war dieser Paß ein wichtiger Durchgang von Nordchina nach Nordostchina. Schon im 6. Jahrhundert wurden hier erste Mauerabschnitte angelegt, doch erst im Jahr 1381 baute der berühmte General Xu Da hier eine Festungsstadt. Da diese Stelle strategisch sehr wichtig war, wurde die Festungsstadt Shanhaiguan mit besonders vielen Verteidigungsringen versehen. Die Große Mauer erstreckte sich vom Bohai-Meerbusen vier Kilometer nordwärts und erreichte dort die Festungsstadt Shanhaiguan. Dann schlängelte sie sich drei Kilometer nordwestwärts bis zum Fuß des Yanshan-Gebirges. Damit schnitt sie den Weg von Norden nach Süden zwischen Gebirge und Meer ab. Da sich die Passfestung Shanhaiguan in der Mitte dieser Mauerstrecke befand, war sie das Verteidigungszentrum dieses Gebiets und wurde dementsprechend massive ausgebaut. Die Festungsstadt wurde mit dem Nordwassertor (Beishuiguan), dem Südwassertor (Nanshuiguan) und dem Wegtor (Hanmenguan) versehen. Rings herum gab es weitere Festungen wie Nanhaikou, Jiaoshanguan, Sandaoguan und Sieryuguan angelegt.
So bildete hier die Mauer mit den verschiedenen militärischen Anlagen und Festungen ein komplettes Verteidigungssystem. Die Festungsstadt war von einer starken Mauer mit vier Stadttoren und imposnten Tortürmen umgeben. Rings um die Stadtmauer verlief ein Wassergraben. Außerhalb der Stadttore im Westen und Osten hatte man je ein Vorwerk angelegt, und im Norden und Süden der Festung befanden sich die Unterkünfte der Garnisonstruppen. Ein Kilometer außerhalb des Osttors der Festung gab es noch eine als Vorposten dienende kleine Festung namens Weiyuan, in der Elitetruppen stationiert waren. Innerhalb der Stadt gab es vier Straßen, die zu den vier Stadttoren führten. Die Stadtmauer war etwa 14 Meter hoch und 7 Meter dick und hatte einen Umfang von 4000 Meter. Sie war mit Ziegelsteinen verkleidet und innen mit Lößerde aufgefüllt. An der Innenseite der Stadtmauer gab es mit Ziegeln gepflasterte Pferdewege, die bis nach oben auf die Stadtmauer führten. Außerhalb der Stadtmauer war ein 14 Meter breiter und 7 Meter tiefer Wassergraben angelegt. Auf der Mauer selbst standen Wachtürme, und jedes Stadttor krönte ein Torturm. Der Osttorturm ist bis heute erhalten. Durch das Osttor der Festungsstadt Shanhaiguan führte der wichtigste Zugang nach Nordostchina, und so wurde das Osttor mit besonders vielen Verteidigungsanlagen versehen. Die große Mauer erstreckte sch von beiden Enden der Oststadtmauer nordwärts und südwärts. Der Turm über dem Osttor mit zweistufigem Fußwalmdach hat eine Höhe von 13,7 Metern. An der Nord-, Süd- und Ostseite befinden sich insgesamt 68 Schießscharten für Bogenschützen. Oben auf dem Bauwerk befindet sich eine weiße Holztafel mit der Inschrift "Erster Paß unter dem Himmel". Außerhalb des Osttors wurde ein 14 Meter hohes Vorwerk mit einer Länge von etwa 300 Metern angelegt. Über den Wassergraben außerhalb des Vorwerks führte früher eine Zugbrücke. Heute befindet sich an dieser Stelle eine feste Brücke. Außerhalb des Wassergrabens gibt es noch eine Mauer mit einer Länge von 1975 Meter, die östliche Außenmauer. Auf ihrem Osttor befindet sich noch die ursprüngliche Steintafel aus der Ming-Zeit mit den Schriftzeichen "Shanhaiguan". Vor der etwa einen Kilometer vom Osttor der Festungsstadt Shanhaiguan erbauten Festung Weiyuan gibt es heute nur noch einige Ruinen. Sie hatte einen Umfang von 614 Metern. Um bis zur eigentlichen Festungsstadt Shanhaiguan vorzudringen, musste man also erst diese mit Elitetruppen besetzte Festung überwinden, sodann die Außenmauer, dann die Zugbrücke, dann das Vorwerk und schließlich das Oststadttor. Einen Kilometer nördlich der Festungsstadt Shanhaiguan lag der Nordstadtflügel mit einem Umfang von etwa 1200 Metern, während der etwas größere Südstadtflügel sich zwei Kilometer südlich der Festungsstadt befand. In diesen beiden Stadtflügeln waren Truppen stationiert. Heute sind hier nur noch Ruinen zu sehen.
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