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Die Geschichte der chinesische Mauer - Der Paß Juyongguan und die Badaling-Mauer

Der Paß Juyongguan befindet sich 60 Kilometer nordwestlich von Beijing entfernt. Zwei Bergketten bildeten hier eine 15 Kilometer lange Schlucht, die ein wichtiger Weg zum Kreis Yanqing, zu den Städten Xuanhua, Zhangjiakou und Datong sowie zum mongolischen Hochplateau war. Einer Überlieferung nach soll Kaiser Qin Shi Huang zum Frondienst gezwungene Bauern hierher umgesiedelt haben, und so soll es zu dem Namen "Juyongguan" (Paß der Fronarbeiter-Wohnstätten) gekommen sein. In den folgenden Dynastien wurde dieser Paß stets besonders stark bewacht. Er erhielt hintereinander die Namen Xiguan, Nakuanguan, Jimenguan, Junduguan u.a.


Karte der Festung Juyongguan

Schon im 5. Jahrhundert während der Nördlichen Wei-Dynastie wurde hier beim Paß Juyongguan eine Mauer gebaut. Während der Nördlichen Qi-Dynastie Mitte des 6. Jahrhunderts wurde die Große Mauer dann ostwärts bis zum Paß Shanhaiguan verlängert. Die heutigen Mauerabschnitte bei der Festung Juyongguan entstanden jedoch erst nach dem 14. Jahrhundert während der Ming-Dynastie.

Nachdem Zhu Yuanzhang im Jahr 1368 die Ming-Dynastie gegründet hatte, befahl er General Xu Da, die Festung Juyongguan zu bauen und die Mauerstrecken in der Nähe zu befestigen. Im Jahr 1450 ließ der Kriegsminister der Ming-Dynastie, Yu Qian, die Festung Juyongguan und die in der Nähe befindlichen Mauerabschnitte ausbessern und verstärken. Heute sieht man dort noch ein Schild mit den drei Schriftzeichen "Juyongguan" sowie die Inschriften "Baubeginn im August des fünften Jahres der Regierung Jingtai (1454)". Ende des 16. Jahrhunderts waren dann auch die Festung Badaling und die Badaling-Mauer nördlich der Festungsstadt Juyongguan fertig.

Die Festung Juyongguan, von der man einst nicht viel sah, lag mitten in der 15 Kilometer langen Schlucht, an deren Süd- und Nordenden sich zwei Außenpässe befinden, die als Nankou (Südtor) und Beikou (Nordtor) bezeichnet werden. Das Nankou bildete den Eingang zur Festung. Die einstigen Anlagen dieses Außenpasses sind inzwischen verfallen. Nur die Alarmfeuertürme auf dem Gipfel stehen noch da.

Die eigentliche Festung Juyongguan wurde über einen Bach angelegt und war von einer Mauer mit Zinnenwänden umgeben. Gebaut wurde die Festung zwischen den Jahren 1450 und 1456. Die Landstraßen von Beijing nach Zhangjiakou und nach Datong führen durch diese Festung. Acht Kilometer nördlich von Juyongguan befinden sich die Ruinen einer anderen Festung, die in den ersten Jahren der Ming-Dynastie unter Leitung von General Xu Da gebaut worden war.


Skizze der Festung Juyongguan während der Ming-Dynastie

Der Nordausgang des Passes Juyongguan ist das jetzige Tor zur Festung Badaling. Dies ist die höchste Stelle des Paßtals. Der Höhenunterschied zwischen dem Nordende und dem Südende beträgt etwa 500 Meter. Von diesem hochgelegenen Punkt kontrollierte die Festung Badaling praktisch das ganze Paßtal.

Der Name Badaling bedeutet "In acht Richtungen führende Bergketten". Von hier aus kann man südwärts Beijing, nordwärts den Kreis Yanqing und westwärts die Städte Xuanhua, Zhangjiakou und Datong erreichen.


Karte der Großen Mauer bei Badaling

Die Festung Badaling ist in der Form eines unregelmäßigen Vierecks angelegt, umfasst eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern und ist im Osten und Westen mit je einem Tor versehen. Die imposanten Festungsmauern wurden aus Quadern und Ziegeln gebaut. Das Westtor ist an beiden Seiten an die Große Mauer angeschlossen. Die Mauer ist im Durchschnitt 7,8 Meter hoch, hat eine Fundamentbreite von 6,5 Metern und eine obere Breite von 5,8 Metern. Mit ihren Zinnenwänden, Schießscharten, Wachtürmen, Kampftürmen, Wasserrinnen, Wasserablaufrohren usw. gehört die Badaling-Mauer zu dem am besten erhaltenen Mauerabschnitten. Auch die Alarmfeuertürme außerhalb der Mauer sind eindrucksvolle Zeugen der Vergangenheit. Die große Mauer schlängelt sich über die Bergketten und bietet hier einen besonders imposanten Anblick. Kein Wunder, dass gerade die Badaling-Mauer weltweit ein Begriff ist.

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