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Chinesische Kultur - Traditionelle ZeitrechnungsmethodeSiehe auch: Das Chinesische Horoskop - die 12 Tierkreiszeichen Im Unterschied zur alten europäischen Astronomie mit der Himmelsforschung als ihrer zentralen Aufgabe stand für die alte chinesische Astronomie den Kalender im Mittelpunkt. Der Legende zufolge gab es in China schon Anfang der Xia-Dynastie (ca. 21. Jahrhundert - ca. 16. Jahrhundert) einen Kalender. Der traditionelle chinesische Kalender, der teils auch heute noch verwendet wird, ist der Mondkalender. Er ist der Nachfolger des Kalenders aus der Xia-Dynastie, der in der Shang-Dynastie vervollkommnet wurde. Da wurde ein Jahr in 12 Monate unterteilt. Ein Monat mit 30 Tagen wurde als "großer Monat" und ein Monat mit 29 Tagen als "kleiner Monat" bezeichnet. Der Kalender gab den Bauern Fixzeiten für Aussaat und Ernte. In der traditionellen chinesischen Zeitrechnung werden Sonnen- und Mondkalender angewendet. Der Sonnenkalender wird nach der Sonnenbewegung berechnet. Ein tropisches Jahr ist der Lauf der Sonne vom Widderpunkt des ersten Jahres bis zum Frühlingspunkt des zweiten Jahres. Doch der Mondkalender wird nach der Regelmäßigkeit der Veränderung von Vollmond und Neumond berechnet. In alten Zeiten nannte man die Zeiten, in denen man das Mondlicht nicht sehen konnte, Shuo (Neumond) und den Vollmond Wang. Die Zeit vom ersten Shuo bis zum nächsten Shuo oder vom ersten Wang (Vollmond) bis zum nächsten Wang ist ein Monat. Dieser Monat wurde als Shou-Wang-Monat bezeichnet. Die Rechnungsmethode vom tropischen Jahr und Shuo-Wang-Monat bildet die beiden grundlegenden Konstanten für die Aufstellung des Kalenders. Zur Zeit der Streitenden Reiche war der Kalender schon ziemlich ausgereift. Damals wurde das tropische Jahr mit 365,25 Tagen und ein Shuo-Wang-Monat mit 29.53025 Tagen festgelegt. Die 12 Shuo-Wang-Monate haben 354 Tage, also 11 Tage weniger als die Tage eines tropischen Jahres. Daher wurden innerhalb einer Zeit von 19 Jahren sieben Schaltmonate eingeführt. Allen späteren Zeitrechnungsmethoden Chinas lag dieses System zu Grunde. Während der Yuan-Dynastie stelle Guo Shoujing (1231 - 1316) einen neuen Kalender auf, den "Shoushifa". Nach diesem Kalender hatte ein tropisches Jahr 365.2425 Tage, nur 26 Sekunden weniger als der Erdball braucht, um sich einmal um die Sonne zu bewegen. Das Titelblatt eines traditionellen Kalenders Der traditionelle chinesische Mondkalender steht in engem Zusammenhang mit der Landwirtschaft. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. wurden im chinesischen Mondkalender 24 Jahresperioden festgelegt, die man aus Kenntnissen über die Gesetzmäßigkeiten der Wechsel der Jahreszeiten und der klimatischen Verhältnisse gewonnen hatte. Diese 24 Perioden markieren die Daten der 24 festen Zeitpunkte in der Bewegung der Sonne in einem Jahr. Im gregorianischen Kalender sind sie im allgemeinen unbeweglich. Im großen und ganzen misst eine Periode 15 Tage, z.B. setzt die Periode Guyu (Regen für die Saat) am 20. oder 21. April nach dem gregorianischen Kalender ein. Von diesem Zeitpunkt an ist es schon relativ warm, und auch die Niederschläge nehmen zu. Die Periode Xiazhi (Sommersonnenwende) setzt am 21. oder 22. Juni nach dem gregorianischen Kalender ein. Die Sonne strahlt fast direkt über dem Wendekreis des Krebses. Es ist der längste Tag auf der nördlichen Halbkugel. Um diese Zeit herum ist in der Landwirtschaft sehr viel zu tun. Es gibt Schädlinge und Unkraut in Mengen. Man muß sich noch mehr als zu anderen Zeiten um die Felder kümmern. In Zentralchina lautet ein Sprichwort: "Das Unkraut auf den Baumwoll-Feldern am Xiazhi ist schlimmer als der Biß giftiger Schlangen". Daraus kann man ersehen, dass diese 24 Jahresperioden von großer Wichtigkeit für die Landwirtschaft sind. Der traditionelle chinesische Kalender wird auch als Bauernkalender bezeichnet. Diese 24 Perioden sind das wichtigste Einteilungskriterium des chinesischen Bauernkalenders.
Chinesische Kultur - Die Entwicklung der chinesischen Zivilisation
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