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Chinesische Kultur - PorzellanPorzellan und Keramik haben in China eine lange Tradition. In jeder Dynastie
wurde etwas Neues geschaffen, so dass sich viele wertvolle Werke und
reiche Erfahrungen ansammelten, die eine Kultur- und Kunst-Schatzkammer
für China und für die Welt darstellen. Wie Seide und Tee, so war auch
das Porzellan in alter Zeit ein wichtiger Exportartikel Chinas. In vielen
gesunkenen Handelsschiffen aus alter Zeit wurde chinesisches Porzellan
gefunden. Heute sind in Museen auch des Auslands chinesische Porzellanwaren
aus unterschiedlichen Perioden aufbewahrt.
Vorgängerin des Porzellans war die Keramik. Bereits vor 7000 bis 8000 Jahren wurden in China Keramiken für den alltäglichen Gebrauch wie Schalen, Platten, Kochkessel und -töpfe, Weinkrüge, Waschbecken usw. hergestellt. Während der Qin- und der Han-Dynastie erreichte die Technik der Keramikproduktion, insbesondere die Herstellung von Tonplastiken, einen Höhepunkt. Beispiele dafür sind die Tonkrieger und -pferde des ersten Qin-Kaisers Shi Huang Di sowie bemalte Tonfiguren "Akrobaten und Tänzer", "Zitherspielerinnen" und "Erzählkünstler" aus der Han-Zeit. Dreifarbig glasierte Tonplastiken der Tang-Dynastie markierten einen neuen Höhepunkt in der Entwicklungsgeschichte der Tonskulpturen. Von der Tang-Tonplastiken sind die glasierten Menschenfiguren sowie Pferde- und Kamelfiguren am berühmtesten.
Im Vergleich zu den Keramiken ist das Porzellan eine Feintonware. Aus der Zeit der Shang-Dynastie sind noch einige grünglasierte Tonwaren erhalten, die als die ältesten Porzellanstücke gelten. Noch war die Glasurschicht damals ungleichmäßig und blätterte leicht ab. Dieses Porzellan wird in China als Grobporzellan bezeichnet. Während der Östlichen Han-Dynastie wurde dann grünglasiertes Porzellan von weitaus besserer Qualität hergestellt. Während der Tang-Dynastie erlebte die Herstellung von Porzellan und Keramik einen enormen Aufschwung. In Südchina mit Zhejiang als Zentrum wurden hauptsächlich grünglasierte Porzellanwaren und in Nordchina mit Hebei als Zentrum vor allen Dingen weiße Porzellanwaren hergestellt.
Die Song-Dynastie war eine weitere Blütezeit der Porzellanherstellung. Damals gab es im Land mehr als 30 private und staatliche Brennöfen, darunter waren die Ding-, Jun-, Ru-, Ge- und Guan-Brennöfen am berühmtesten. Farbig glasierte Porzellanwaren mit schönen Mustern wurden alltägliche Gebrauchsartikel auch der einfachen Leute. Gleichzeitig wurde Porzellan in großer Menge exportiert. In den Dynastien nach der Song wurden Produktionsumfang und -technik erheblich erweitert und verbessert. In der Ming-Zeit wurde Jindezhen, Provinz Jiangxi, das Zentrum der Porzellanherstellung des Landes. Das berühmteste Porzellan von Jingdezhen, der "Porzellan-Metropole", ist "weiß wie Jade, glänzend wie ein Spiegel, dünn wie Papier und wohlklingend wie Glockengeläut". Zu den bekannten traditionellen Produkten gehlren blau-weißes Porzellan und blau-weißes Porzellan mit Reismuster. Besonders wertvoll ist das feine und glatte, blau-weiße Porzellan (Celadon), das mit blauen oder hellroten Ornamenten wie Blumen, Vögeln oder Landschaften geschmückt ist.
Von der Mitte des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erreichte die Herstellungstechnik von Porzellan einen hohen Grad an Vollkommenheit. Vor allem waren das Emailfarbe-Überglasurporzellan und bunt glasiertes Porzellan üblich. In Jingdezhen erlebte wegen der Unterstützung durch die Regierung die Porzellanproduktion einen stürmischen Aufschwung. Die Zahl der Porzellanarbeiter betrug mehr als 100000 Menschen. Die Kaiser der Frühperiode der Qing-Dynastie ernannten spezielle Beamte, die in Jingdezhen die Porzellanherstellung in den kaiserlichen Brennöfen überwachten. Kaiserliche Maler entwarfen dekorative Muster von Blumen, Vögel, Fischen und Insekten, von Landschaftsbildern, Figuren sowie Szenen aus Opern und Geschichten. Auch Gedichte und Kalligraphien wurden auf Porzellan verewigt. Von der Song- bis der Qing-Dynastie gab es staatliche und private Brennöfen. Die staatlichen Brennöfen achteten ganz besonders auf gute Qualität und Schönheit. Die Selbstkosten spielten dabei keine Rolle. Die Produkte von staatlichen Brennöfen wurden im allgemeinen nicht verkauft. Die privaten Brennöfen lieferten sowohl Qualitätsprodukte für die höhere Gesellschaftsschicht als auch einfaches Porzellan. Berühmte Porzellanwaren aus verschiedenen Dynastien wurde im Laufe der Zeit zu begehrten Sammelobjekten.
Chinesische Kultur - Die Entwicklung der chinesischen Zivilisation
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