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Chinesische Kultur - Die "Ganzhi"-JahreszyklenSiehe auch: Das Chinesische Horoskop - die 12 Tierkreiszeichen China benutzt erst seit knapp 100 Jahren die westliche Zeitrechnung. Davor wurde die Methode von kombinierten "Gan"- und "Zhi"-Zyklen zur Zählung der Jahre eingesetzt. Diese Methode wurde schon seit der Han-Dynastie, also seit mehr als 2000 Jahren angewandt und war für das Kalenderwesen im alten China eine bedeutsame Erfindung. Während der Zeit der Streitenden Reiche waren die Methoden zur Zählung der Jahre in den verschiedenen Fürstentümern unterschiedlich. "Ganzhi" ist die Zusammensetzung von "Ghan" und "Zhi". "Gan" ist das Kollektivum der insgesamt 10 "Himmelsstämme". Sie sind folgendermaßen geordnet: Jia, Yi, Bing, Ding, Wu, ji, Geng, Xin, Ren und Gui. "Zhi" ist die Sammelbezeichnung der 12 "Erdzweige". Ihre Reihenfolge ist: Zi, Chou, Yin, Mao, Chen, Si, Wu, Wie, Shen, You, Xu und Hai. In alter Zeit wurde ein Tag in zwölf Doppelstunden unterteilt. Bei der Zählung der Zeit benutzte man die Zeichen der zwölf Erdzweige. "Zi" sind die zwei Stunden von dreiundzwanzig bis ein Uhr des nächsten Tages und "Chou" die beiden folgenden, also von eins bis drei. Die Methode, die Jahre nach dem "Ganzhi"-System zu benennen, basiert auf der Zusammensetzung der "Himmelsstämme"-Reihe und der Reihe der "Erdzweige" analog ihrer festgelegten Abfolge. So erhält man 60 Bezeichnungen, die zusammen einen Zyklus mit ebenso vielen Jahren bilden. Ein solcher Zyklus wird "Jiazi" genannt. Kombiniert nach der Reihenfolge hat das erste Jahr des Zyklus einen Namen, der zusammengestellt ist je aus dem ersten Wort von "Gan" und "Zhi": "Jiazi", das zweite Jahr, heißt "Yichou", das dritte Jahr "Bingyin". So wird weiter kombiniert, bis der Zyklus beendet ist. De "Jiawu"-Krieg (Chinesisch-Japanischer Krieg, 1894/95) und die "Xinhai"-Revolution (die Revolution von 1911) wurden nach der Methode der "Ganzhi"-Jahreszyklen so benannt. Das Problem bei dieser Methode ist aber, dass man nach ein paar hundert Jahren nicht mehr weiß, in welchem Jahr welchen Zyklusses ein bestimmtes Ereignis eigentlich geschah. Um dieses Problem zu lösen, fügte man ab 140 v. Chr. dem Jahreszyklus die Bezeichnung für die Regierungsperiode des jeweiligen Kaisers hinzu.
Amillarsphäre, entworfen von Guo Shoujing, Astronom der Yuan-Dynastie Im Volk wurde den 12 "Erdzweigen" je ein Tier zugeordnet, so die Maus dem Zeichen Zi, das Rind dem Chou, der Tiger dem Yin, der Hase dem Mao, dem Zeichen Chen wurde der Drache zugeordnet, dem Si die Schlange, dem Wu das Pferd, dem Wie das Schaf, dem Shen der Affe, dem You der Hahn, dem Xu der Hund und Hai dem Schwein. So ist das Jahr 1984 beispielsweise, das Jahr Jiazi nach dem chinesischen Bauernkalender, auch das Jahr der Maus, und 1985, das Jahr Yichou, ist gleichzeitig das Jahr des Rindes. Man gibt auch das Geburtsjahr nach diesem System an. Wer z.B. im Jahre Zi geboren ist, steht unter dem Zeichen der Maus, die im Jahre Chou Geborenen unter dem des Rindes.
Chinesische Kultur - Die Entwicklung der chinesischen Zivilisation
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