|
|
![]() |
|
Chinesische Kultur - Chinesische Arzneien sowie die Akupunktur- und MoxenbehandlungSiehe auch: Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Die chinesischen Arzneien sind in pflanzliche, tierische, mineralische, biochemische und chemische Arzneien eingeteilt. Die pflanzlichen Arzneien haben eine Geschichte von über 4000 Jahren. Der Sage nach hat Shen Longshi, der legendäre Begründer der Landwirtschaft, hundert Kräuter probiert und Kranke behandelt.
In alter Zeit schufen die Vorfahren der chinesischen Nation viele bedeutsame medizinische und pharmakologische Werke. Das erste entstand im 2. Jahrhundert, und darin sind 365 Arten von Heilpflanzen beschrieben. Später wurden einige Hundert medizinische und pharmakologische Bücher verfasst. Das bekannteste davon heißt "Ben Cao Gang Mu" ("Abriß der Arzneikunde). Es wurde von dem großen Arzt Li Shizhen (1518 - 1593) verfasst. Das Buch behandelt 1892 Medikamente mit 1110 Abbildungen und enthält 1101 Rezepte. Die beschriebenen Arzneimittel sind pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs und hinsichtlich ihrer Standorte bzw. Fundorte, ihrer Form und Morphologie, ihrer Eigenschaften, ihrer Funktionen sowie ihrer Verarbeitung behandelt. Das Werk erschien mehrmals in Neuauflage und wurde auch in Fremdsprachen übersetzt. Heute kennt man über 8000 chinesische Arzneien und über 6000 Heilkräuter. Man muß Heilkräuter zur rechten Zeit sammeln. Für das Abkochen verwendet man spezielle Tontöpfe. Noch heute werden Rezepte aus alter zeit verwendet. Rezepte, die eine nachweislich gute Heilwirkung haben, wurden gesammelt und herausgegeben. Sie stellen einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Gesundheitspflege dar und sind ein grundlegender Lehrstoff der chinesischen Medizin. Die "Kanäle" (das sind Körperaktivitäten regulierende Akupunkturlinien, gesehen als ein Netz von Energie- und Blutkanälen mit darauf verteilten Akupunkturstellen) sind zwar bis heute nicht durch die Anatomie bestätigt, ihre Existenz wurde aber durch Experimente nach modernen wissenschaftlichen Methoden bewiesen. Doch nicht nur dadurch, sondern auch mittels der erfolgreichen Behandlung von Krankheiten durch Akupunkturtherapie, Moxibustion und Massage sowie therapeutischen Körperübungen wie Qigong (vitalitätsfördernde Atemübungen) und Daoyin (Körperübungen).
Vor langer Zeit entdeckten die Chinesen, dass Schmerzen in Rumpf und Gliedmaßen durch Akupunktur an bestimmten Stellen des Rumpfes und der Gliedmaßen gestillt werden können. Diese Stellen werden in der chinesischen Medizin als Akupunkturstellen bezeichnet, die sich entlang der "Kanäle" oder an bestimmten Stellen außerhalb der "Kanäle" befinden. Akupunktur und Moxibustion sind zwei alte traditionelle Methoden zur Behandlung von Krankheiten. Bei der Moxibustion werden über den Akupunkturstellen des
menschlichen Körpers Beifußblätter verbrannt, um durch Erhitzung oder "Räuchern" diesen Stellen Krankheiten zu heilen. Die Beifußblätter werden zuerst getrocknet,
vorbehandelt und dann zu kleinen Kugeln oder Stäbchen geformt, die man
anzündet und auf die Akupunkturstelle legt. Taijiquan-Übung (siehe auch: Taijiquan) Die Ärzte und Forsche in alter Zeit hatten die Lehre von den "Kanälen" und
den Akupunkturstellen, deren Indikation und Kontraindikation bereits
in vielen Monographien und Diagrammen ausgeführt, begründet und dargestellt.
Dazu gehörte auch eine hohle Bronzefigur mit markierten Akupunkturpunkten,
die mit Quecksilber gefüllt wurde. Auf der Oberfläche der Figur waren
die Meridiane bzw. "Kanäle" und 300 Akupunkturlöcher zu sehen, die mit Wachs verschlossen wurden. Wenn man
einen Akupunkturpunkt mit der Nadel ganz genau sticht, fließt das Quecksilber
heraus. So wurden im Unterricht das Erkennen der Akupunkturpunkte und
die genauen Nadelstiche geübt.
Chinesische Kultur - Die Entwicklung der chinesischen Zivilisation
Lesezeichen, Weitersagen und Empfehlen
|
![]() |
|||||||||||||