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Drehung der Hüften - Heilmethode für die Verstopfung mit dem Stillen Qigong (TCM)

Die habituelle Verstopfung ist eine häufige Beschwerde bei schwächlichen, älteren Menschen, bei Patienten mit chronischen Krankheiten und nach operativen Eingriffen.

Zur habituellen Verstopfung führen vielfältige Ursachen wie beispielsweise langes Sitzen, Mangel an Sport oder körperlicher Arbeit, unregelmäßiges Leben, keine fixe Zeit zur Notdurft, ungenügende Aufnahme von Wasser und faserreicher Nahrung, von denen das Fernhalten von Sport die gravierendste Ursache ist, denn es schwächt die Kontraktion der Muskulatur, die zur Ausscheidung beiträgt, und auch erheblich die Darmperistaltik, so dass die Nahrungsreste zu lange im Darm verbleiben und infolgedessen zuviel Wasser absorbiert und harter Stuhl entsteht.

Die habituelle Verstopfung ist eine Plage, der man sich durch die Übung zur Drehung der Hüften, eine volkstümliche, leicht zu praktizierende Heilmethode, entledigen kann.

Die Übung basiert auf der Stärkung der Lenden-, Bauch- und Beckenmuskulatur, die Zunahme der Ausscheidung von Darmsäften und die Stärkung der Magen- und Darmperistaltik wird die Darmentleerung gefördert. Zugleich ist es auch günstig für die Nerven- und Geistesaktivität und für die Verbesserung der Regulierung des Gastrointestinaltrakts durch das Nervensystem. Als Folge werden funktionelle Störungen des Gedärmes wie Verstopfung oder Durchfall geheilt.

Methoden

1. Vorbereitungsposition:

Man steht aufrecht mit gespreizten Beinen, die Füße etwas breiter als in Schulterbreite und leicht nach außen gedreht, die Hände sind in die Hüften gestützt. Man hält den Oberkörper gerade und knickt die Knie ein bisschen vor, wobei die Kniescheiben nicht über die Fußspitzen hinausreichen (Siehe Abb. 1).

2. Bewegungen:

Man nimmt den Nabel als Achse und dreht die Hüften und den Bauch in folgende Richtungen:

a. In Uhrzeigerrichtung von links nach vorn, nach rechts und dann nach hinten, wie in Abb. 2 vom Pfeil angezeigt.

b. Gegen Uhrzeigersinn von rechts nach vorn, nach links und dann nach hinten, wie in Abb. 3 angezeigt.

c. Die Drehung eines Rades nachahmen und die Hüften nach recht, nach unten, nach links und nach oben drehen, wie in Abb. 4 angezeigt.

d. Bewegung c in entgegengesetzter Richtung, zuerst nach links, nach unten, nach rechts und schließlich nach oben, wie in Abb. 5 angezeigt.

Anmerkungen:

1. Der Schwerpunkt der Bewegungen liegt in Hüften und Bauch, nicht aber in den Schultern oder Knien.

Die Schultern und Knie sollten sich nicht oder nur geringfügig bewegen. Es mag dem Anfänger wohl schwer fallen, den Oberkörper nicht mitzudrehen, während sich Hüften und Bauch drehen. Es wird die Technik allmählich beherrschen.

2. Die Übung ein- bis dreimal am Tag machen. Die Bewegungsintensität kann sich nach der Kondition des Übenden richten und allmählich zunehmen. Man kann zu Beginn der Übung mit 20 Drehungen anfangen und sie nach und nach auf 200 steigern. Die Übungsdauer kann von 30 Sekunden auf 10 Minuten ausgedehnt werden.

3. Von den vier Bewegungen kann man zuerst die ersten zwei mit Ausdauer kontinuierlich üben, und schon in mehreren Monaten wird man eine erfreuliche Wirkung gegen die Verstopfung erzielen. Beherrscht man alle vier Bewegungen und übt man sie beständig, so kann nicht nur habituelle Verstopfung oder chronischer Durchfall geheilt, sondern können auch die Hüften und Nieren gestärkt werden.

4. Es ist zweckmäßig, die Übung am frühen Morgen, vor dem Schlafen oder zwischen den Mahlzeiten zu machen, nicht aber unmittelbar nach dem Essen oder mit nüchternem Magen. Es ist von großer Bedeutung, ein regelmäßiges Leben zu führen, die Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen und sich von übermäßigem Essen oder Trinken fernzuhalten. Die Nahrung muß faserreich sein, und die Notdurft ist zu regelmäßigen Zeiten zu verrichten.

5. Verstopfung in Verbindung mit Fieber, Magen- oder Darmgeschwüren, intestinaler Tuberkulose, Eiter oder Blut im Stuhl sind nicht mit dieser Übung zu behandeln. Die Übung sollte auch unterbrochen werden, wenn ein akuter Ausbruch einer chronischen Krankheit oder ein schwerer Schwindelanfall auftritt.

6. In Verbindung mit Selbstmassage des Bauches ist diese Übung zur Drehung der Hüften von noch besserer therapeutischer Wirkung gekrönt.

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